Die Berner Matte - Archiv

News und Oldies aus der Berner Matte - dem sympathischen Quartier an der Aare

Matte-Zufahrt und Matte-Poller

Die Polleranlage steht bei der Einmündung der Weihergasse in die Aarstrasse, ungefähr bei der Jugendherberge. Bei der anderen Zufahrt zum Quartier, beim Nydeggstalden / Untertorbrücke stehen keine Poller. Weiterlesen und Plan ansehen hier

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Matte-Zytig 11. Dezember 1991

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Brunnezytig 11.12.1991 (Beilage Matte-Leist)

Matte Interna

Nachdem wir wegen schlechter Witterung am 22. Juni unseren Sommernachts-Plousch absagen mussten, hatten wir am (Verschiebedatum) Samstag, 14. September mehr Glück! Auf dem Pausenplatz der beiden Matte-Schulhäusern versammelten sich sicherlich an die 60 Matte-Bewohner und -Freunde zu einer Grill-Party; bei angeregten Gesprächen und lüpfiger Unterhaltungs- und Tanzmusik durch HANS & FRITZ verflogen die Stunden nur allzu rasch.

Dieser Erfolg ermuntert uns nicht nur zu traditionellen Wiederholungen, wir überlegen uns gar, ob wir 1992 dieses Fest nicht noch «ausbauen» wollen!

Wir werden künftig auch vermehrt Anlässe in der MAHOGANY HALL durchführen - besonders weil das Gebiet des Klösterlistutz' noch zum Matte-Leist-Gebiet zählt. Vorerst haben wir 2 (gekennzeichnete) Stühle gesponsert, werden aber 1992 für Konzerte mit Matte-Künstler eine Defizit-Garantie übernehmen (vorbehältlich Genehmigung der Hauptversammlung vom 24.2.)!

Weitere beruhigende Verkehrs-Massnahmen können endlich im Frühjahr 1992 in unserem Quartier realisiert werden: Blaue Zone, mit Vignetten für Bewohner und Werktätige der Matte, Tempo-Beschränkung 30 Km. Hiezu fand am 28. November ein öffentlicher Informations- und Diskussionsabend im Berchtolds-Haus statt.

Zur Aktion Beflaggung der Matte möchte ich nachtragen, dass uns die Burgergemeinde Bern eine Subvention von Fr. 2'000.- zugesprochen hat; hiefür möchten wir herzlich danken! Dieser Betrag wird auf die Besteller von Flaggen (per Ende Dezember) anteilmässig verteilt. Zusätzlich wollen wir übrigens an der Gerberngasse, Mühlenplatz & Schifflaube je eine entsprechende Zunft-Fahne plazieren; hiezu hat uns inzwischen die Gesellschaft zu Ober-Gerwern einen Kredit von Fr. 500.- zugesagt - auch hiefür vielen Dank.

Über unsere Anschlagkästen habe ich zu verschiedensten Sitzungen (Oktober/November) kurz informiert. Am meisten beeindruckten mich die klar durchdachten, restriktiven Massnahmen zur schrittweisen Verkleinerung der Drogen-Szene (im Kocherpark) durch unsere Polizei und Fürsorge. (s. Presse) Tatsächlich ist es nicht einfach, den Drogen-Kranken zu helfen oder das Problem zu vermindern; hiezu braucht es das Verständnis und die Mithilfe aller Bürger!

Jedenfalls wünsche ich Allen - Kranken und Gesunden - eine frohe Weihnacht und ein glückliches Neues Jahr.

Rene Stirnemann, Präsident

Editorial

Es gibt Zeiten, die sind dazu geschaffen, in die Ferne z schweifen. Es gibt Zeiten, in denen schwelgt man in der Vergangenheit. Die Vorweihnachtszeit lässt Raum für beides.

Ich stelle Ihnen durch witzige, freche, unnötige und unnötige Fragen die Menschen «Vorstandsmitglieder» vor, welche sich am 24. Februar 1992 an der GV zur Wiederwahl stellen werden.

Jean Dubois, unser Musikkünstler und langjähriges Vorstandsmitglied wird das nächste Mal durch ein umfassendes Portrait vorgestellt.

Für Vorschläge Lind Anregungen wie mann/frau die Festzeit fröhlich, besinnlich und nicht allein verbringen kann, stehen Ihnen die Aushängekästen .sehr gerne zur Verfügung. Wir erwarten Ihre Post!!

«Das Fest, ein langer, eintöniger Tag wird unterbrochen. Man schöpft Kraft, Freude, neuen Lebensmut. Das Fest, gefeiert wird die Freundschaft unter den Menschen.
Das Fest, gefeiert wird die Liebe zwischen Mann und Frau.
Das Fest, gefeiert wird, weil wir einander gern haben ...
Das Fest - wir brauchen die Feste so oft wie möglich -
Das Fest, eine Oase der Begegnung.
Kommt, lasst uns festen - jetzt, heute, morgen, jederzeit!»

J. Vulllien

Interview-Fragen

  1. Name
  2. Alter
  3. Sternzeichen
  4. Aszendent
  5. Glaubst Du an Horoskope?
  6. Was hast Du letzte Nacht geträumt?
  7. Wovon träumst du manchmal unter Tags?
  8. Ein bisher unerfüllter Traum?
  9. Dein Lieblingsessen?
  10. Dein Lieblingsgetränk?
  11. Wieviele Anzüge / Kostüme hangen in Deinem Schrank?
  12. Wo würdest liebsten wohnen? Die Matte natürlich ausgeschlossen?
  13. Dein Lieblingsbuch?
  14. Welche Lektüre liegt auf Deinem Nachttisch?
  15. Wieviele Stunden arbeitest du pro Tag?
  16. Wer oder was sind «Roxette»
  17. Wie gestaltest Du Deine Freizeit?
  18. Welcher ist Dein allgemeiner Wunsch für die Matte?
  19. Was verstehst Du unter dein Begriff «Milkies»?
  20. Dein persönlicher Wunsch im nächstes Jahr für die Matte?
  21. Ist die EWR ein Thema für Dich?
  22. Wie denkst Du über die Berner Regierung?
  23. Hast Du noch ein Anliegen, welches Du erwähnt haben möchtest?

Rosmarie Bernasconi

Rosmarie Bernasconi

  1. Rosmarie Bernasconi
  2. 37 Jahre alt
  3. Jungfrau
  4. Jungfrau
  5. sicher schoooo!!!.
  6. Uijujui, kann ich das wohl formulieren? Ich habe geträumt, dass ich als Kursleiterin vor einer Gruppe stehe und die Hände verwerfe.
  7. Von einer besseren Zukunft.
  8. Mich beruflich selbständig zu machen.
  9. Spätzli mit Rindsbraten.
  10. Weisswein, speziell Waadtländer
  11. Kein einziges, nur Jeans (dies sagt sie mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht.)
  12. In Bern, ganz einfach (der urchigste Glarnerdialekt ertönt aus ihrem Munde).
  13. John Irving «Gottes Werk und Teufels Beitrag».
  14. «Ayla» von M. Auel
  15. 8 1/2 Stunden, plus all das andere noch.
  16. Eine schwedische Popgruppe
  17. Astrologiebücher studieren, lesen, Sauna, schwimmen, Musik hören, mit Peter reden oder mich mit anderen unterhalten.
  18. Weniger Verkehr, wirklich!
  19. Was ist das ? Milky-way? Keine Ahnung.
  20. Das ist schwierig. Mehr Veranstaltungen und mehr Kontakt.
  21. Ja logisch.
  22. Nein, nein das sage ich «nüd!»
  23. Ja, ich möchte, dass wir von der Bevölkerung, auch vom Leist aus mehr Verständnis für die Drogensüchtigen aufzeigen und aktiv etwas unternehmen. Insbesondere stelle ich mir auch eine intensive Präventionsarbeit in den Schulen vor: Aufklärung, Gespräche usw. ähnlich wie bei der Aidsaufklärung.

Peter Maibach

Peter Maibach

  1. Peter Maibach
  2. 1953
  3. Waage
  4. Stier, nein auch Waage? Du musst Rosmarie fragen.
  5. Jaaaaaa . . .
  6. Jacqueline, wenn Du das wüsstest ...
  7. Ich arbeite - und träume nicht!! Schliesslich bin ich Beamter.
  8. In meinem Alter habe ich keine Träume mehr.
  9. Thaicurry à la Jacqueline (Er ist ein Heuchler!!)
  10. Rotwein
  11. Eine Konfirmationsschale, zwei Hochzeitskleider, einen schwarzen Anzug, aber alle sind mir zu klein!
  12. Junkerngasse, Sonnseite.
  13. Hast Du genug Platz? Das ist schwierig zu beantworten, ich habe so viele Bücher gerne. Schreib: «Hotel New Hamshire» von John Irving.
  14. Ha, Lusterli des Tages: Winnetou III
  15. Schreib etwa 26 Stunden!
  16. Das ist ein Popduo aus Schweden.
  17. Nur für den Mattenleist bin ich auf der Welt . . .
  18. Darf ich etwas über den Verkehr sagen? Ich wünsche mir den Verkehr nur im Salon nebenan.
  19. Milkies? Das ist sicher die Mehrzahl von Milky-way.
  20. Eine eigene Zeitung und viel, viel Spenden.
  21. Solange die Matte nicht miteinbezogen wird, bin ich für die EWR.
  22. Darf man das?
  23. Sämtliche Angaben sind natürlich frei erfunden; jede Übereinstimmung mit der Wirklichkeit ist rein zufällig!

Alex Milani

Alex Milani

  1. Alex Milani
  2. 11.7.35
  3. Krebs
  4. Puh, das weiss ich wirklich nicht.
  5. Astrologie interesiert mich nicht, ich lese die Horoskope nicht, und überhaupt glaube ich sowieso nicht so viel.
  6. Ich bin früh erwacht, weil ich so viel zu tun habe.
  7. Tagesträume zeigen mir, dass ich's gut habe, und ich mir Zeit nehme für mich selber.
  8. Nur noch zu malen.
  9. Ah, ich esse alles so gern! Aber am liebsten einfache toscanische Bauernküche.
  10. Rotwein in Hülle und Fülle
  11. Einen Anzug? Einer, der zusammenpasst!
  12. Das ist einfach zu beantworten: in Buggiano in der Toscana.
  13. (Lacht) Ich lese so wenig und male so viel! Ich lese Weinbücher und schaue Kunstbücher an.
  14. Ich habe kein Nachttischchen...
  15. Ich arbeite nicht, ich betätige mich von früh morgens bis abends spät, 12-14 Stunden?
  16. Keine Ahnung.
  17. Für mich bedeutet meine Arbeit meine Berufung. Daher ist diese Grenze zwischen Arbeit und Freizeit sehr verschwommen oder gar nicht vorhanden. Ich spüre das Bedürfnis etwas zu tun, deshalb ist meine Freizeit mit Tätigkeit ausgefüllt und umgekehrt.
  18. Attraktivität und mehr Lebensqualität.
  19. Weiss ich auch nicht, frag die Zwanzigjährigen. (Das habe ich, und die wusstens auch nicht,
  20. Ein seliger Wunsch, mehr Grün.
  21. Ja klar!
  22. Äusserst konservativ.
  23. Nein, ich habe kein Anliegen.

Rene Stirnemann

Alex Milani

  1. René Stirnemann
  2. 60!
  3. Stier
  4. Also das weiss ich nicht, noch nicht! Aber Rosmarie wird mir bald Auskunft darüber erteilen und alle, alle Details über mich aufdecken...
  5. Ja . . ., ja ... ich lese sie zum Plausch und manchmal könnte ja etwas Wahres drinstehen. Da warte ich immer ganz gespannt ob sie auch eintritt, besonders bei den positiven Vorhersagen.
    Uh, da muss ich aber fest studieren, ich glaube nichts. Ich bin sehr spät ins Bett und habe tief und lange geschlafen.
  6. Von allem möglichen: einer besseren Welt oder aufgestellteren Menschen. Ich träume von schönen Erinnerungen und von schönen Frauen (lacht laut).
  7. Da gibt es keinen.
  8. Ich esse gerne und gut und alles. Aber für einen Mehrgänger aus der französischen Küche zerfliesse ich. Die chinesische Küche fasziniert mich auch sehr, ich habe sogar selber chinesisch kochen begonnen.
  9. Rotwein, aber gute Qualität!
  10. «Ö ppe äs halbs Dutzet», die brauche ich beruflich. In meiner Freizeit hasse ich Anzüge. (Dabei stehen sie ihm so gut!)
  11. Wenn ich nicht in der Matte wohnen könnte, dann wenigstens in der Junkerngasse, damit ich jeden Tag auf die Matte schauen könnte.
  12. Ich lese sehr wenig, leider. Ich spare mit diese Tätigkeit auf die «Zeit danach» auf. Also, Lieblingsbuch?
  13. Zur Zeit ein chinesisches Kochbuch.
  14. Ja eben, keine.
  15. Meistens neun Stunden für den Beruf, sonst ...
  16. «Isch äs ä Bänd?»
  17. Hui, da bin ich vielseitig: Vom Fotografieren, zu Unterhaltungs- und Klassische- Musikhören, über schreiben, sei es einen Artikel oder einen Brief, zu 2x pro Woche Fitnesstraining, zu . . . und natürlich nicht zu vergessen: Mattenleist!!!
  18. Ich wünsche mir, dass in der Matte möglichst viele Mietwohnungen zu günstigen Mietzinsen erhalten bleiben.
  19. Sind das Schoggistengel? Nein? Keine Ahnung.
  20. Ich erhoffe mir, dass die Verkehrsmassnahmen mit der blauen Zone und den Vignetten durchgebracht wird. Und dann würde es mich freuen, ein Open-air-Festival auf die Beine zu stellen, das dann Tradition wird in der Matte. Nicht zu vergessen: Nächstes Jahr eine Weihnachtsbeleuchtung! (Dabei funkeln seine Augen voller Schalk.)
  21. Sehr, ja. Ich begreife die Leute nicht, die sagen: «Das geit üs nüd a.»
  22. Die dürfte besser sein. Ich bin mit der Politik allgemein nicht so zufrieden. Ich empfinde sie als zu wenig effizient. Ich muss aber gleichzeitig sagen, dass ich diesen Job auch nicht ausüben möchte. Mir langt der Matteleist ...
  23. Nein, eigentlich nicht.

Jacqueline Vuillien

Jaqueline Vuillien

  1. Jacqueline Vuillien
  2. 32 Jahre alt
  3. Schütze
  4. Etwas zwischen Waage und Skorpion, ich werde es mir bald ganz genau ausrechnen lassen, bei Rosmarie natürlich!
  5. Naja, aus den Heftchen gelesen lache ich darüber. Aber wissenschaftlich ausgeführt kann und will ich mich nicht davor verschliessen.
  6. Da ich ausserordentlich müde ins Bett fiel, träumte ich letzte Nacht nicht so, dass ich mich daran erinnern könnte.
  7. Ich träume von viel Zeit, Wasser, Bäumen, Wind und einem wärmendem Feuer.
  8. Ich würde gerne mit einer Blues-, Jazzstimme singend meine Gefühle ausdrücken können. Bleibt leider ein Traum.
  9. Chinesische und Japanische Küche. Aber zu meinem Geburtstag wünsche ich mir immer «Fleischvögel an einer Zwiebelsauce» von meiner Mutter gekocht.
  10. Champagner und schwarzer Kaffee.
  11. Drei, die zusammengehören: aber kunterbunt durcheinandergemixt werden können.
  12. An einem See oder am Meer, einfach Wasser sollte in Sichtweite sein.
  13. Kassandra von Christa Wolf, und und und ... Stein und Flöte von Hans Bernmann. Ein Märchenroman.
  14. Puhh, zwischen 6 und 12 Stunden?
  15. Da habe ich's einfach, weil ich die Fragen selber aufgestellt habe! Roxette ist eine schwedische Popgruppe, die in Zürich aufgetreten ist und übers Fernsehen
    live übertragen wurde (im November).
  16. Die verbringe ich am liebsten mit meinem Partner.
  17. Ich lese viel und mache Sport, tanze, höre Musik, Jazz vorallem, und ...
  18. Ich wage es und nehme das Reizwort Verkehr in den Mund: Parkanlagen und keinen Verkehr.
  19. Ja. auch da weiss ich als Fragesteller natürlich bestens Bescheid: Milkies: Modest Introverted Luxery Keeper. Dieser Milkie hat den Yuppie abgelöst und setzt mit «wahren Werten die neuen Zeichen der Zeit: Bescheidenheit, Ehrlichkeit und Treue ... »

  20. Ich wünsche mir schönes Wetter für das Maienfest, welches wir gerne durchführen möchten, 1992 natürlich im Mai.
  21. Ohne zu einem Entschluss gekommen zu sein, bis jetzt, ist sie ganz klar ein Thema.
  22. Ohne meinen Anwalt zur Seite antworte ich nicht auf diese Frage.
  23. Ja, dass Sie, Sie und Du in der nächsten Zeitung hier schreiben, Lustiges, Trauriges, einfach alles was Sie/Dich gerade beschäftigt.

20 Jahre Brunne Zytig 01/2004

Leider nur ein kurzes Gastspiel gab der Matteleist, der mit Nr. 1/91 erstmals ebenfalls mitwirkte. Zwar nur kurze Zeit, denn ihrem Ansinnen, eine Zeitung in der Zeitung zu gestalten, konnte nicht entsprochen werden - Fazit: der Matteleist zog sich zurück.

Es ist bis heute noch ein Anliegen der Redaktion, dass der Matteleist gelegentlich doch noch wieder zur Brunne Zytig zurückfindet. Übrigens werden die Mätteler seit einigen Jahren flächendeckend mit der Brunne Zytig bedient.

Xaver Zach