Die Berner Matte - Archiv

News und Oldies aus der Berner Matte - dem sympathischen Quartier an der Aare

Matte-Zufahrt und Matte-Poller

Die Polleranlage steht bei der Einmündung der Weihergasse in die Aarstrasse, ungefähr bei der Jugendherberge. Bei der anderen Zufahrt zum Quartier, beim Nydeggstalden / Untertorbrücke stehen keine Poller. Weiterlesen und Plan ansehen hier

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Welcome to the Matte

Some few informations and links in English!

Matte-Zytig September 1993

Matte-Zytig Schriftzug

Ausgabe September 1993


Inhaltsverzeichnis


No ne Halbe, Maja

Eine Geschichte aus der Matte

Wülls so verdammt heiss gsi isch, ha ni a däm Mäntig scho am Morge am zähni Durscht übercho und bi ids Fischerstübli ghocket. Won i bir Maja e Halbe bschtellt ha, isch usser mir ke Mönsch ir Beiz gsi. Aber chum het mir d`Wirtin dr Féchy bracht gha, isch e verschrtublete, ältere Männu inecho u het usgrächnet a mi Tisch wölle cho.
«Isch hie no frei ?», het är imene urchige Bärndütsch gfragt. I ha nid dr Muet gha nei ds'säge, obschon i gar kei Luun zum Schnurre ha gha.
«Chan i mi grad aschliesse, bim Wiisse ?» Und ohni mi Antwort abzwarte het är bir Maja no nes Glas bschtellt. Es git immer wie meh Lüt, wo sech ohni langi Dispute eifach sälber ilade.
Nach em Proscht het mi Mitdtrinker du plötzlech wölle wüsse: «Wie geit's z'Bärn hüt so ? I bi sit 1921 , im Jahr wo n i dr Nobelpriis übercho ha eigentlech nie meh da gsi. Höchschtens es paar Mal uf ene churze Bsuech.»
I ha nid schlächt gschtuunet, nid emal in erschter Linie wägem Nobelpriis, sondern wüll dä Ma höchschtens füfzgi, aber sicher nid über siebezgi het chönne si.
«Aha», het är mir erklärt, «du gloubsch mer ällwäg nid, dass i scho so alt bi. Weisch, i bi ou nur no relativ am Läbe. Churz nachem Tod han i wahrschinlech mi gröschti Entdeckig gmacht: Ruumzytrelativität. Gäge d' Relativitätstheorie oder Quantehypothese, ou gäge ds Aequivalänzgsetz oder die Brownschi Molekülarbewegig isch d'Ruumzytrelativität e totali Revolution.»
«Wär zum Donner bisch de du ?», han i gwagt zfrage.
«Zwüsche 1879 und 1955 het me mir Albert Einschtein gseit.»
I han ihn e Momänt agschtieret u überrascht gmerkt, dass dä Ma vis-à-vis vo mir würklech usgseh het wie dr Einschtein uf de Wärbeplakat vo de Privatschuele.
Läck du mir, han i dänkt, wenn das alles würklech wahr wär: I chäm ja ir Zytig.
«Maja, no ne Halbe», han i zum Büffet gmögget. U mi Nachbar han i gfragt: «Wenn du dr Einschtein bisch, bin i z'Mattetram, u nes Mattetram git's ja bekanntlech keis.» Är het nume verschmitzt glächlet. «Bewiise ch a dir's nid. I ha zwar no ne Grossänkel z'Amerika, em Alfred si Suhn. Dä chönnt dir alles beschtätige. Aber härebeame chan i ne o nid. Mir hei zwar ar Princeton Universität seregi Versüech gmacht, aber leider ohni Erfolg. Hingäge mit der Ruumzytrelativität cha es Molekül, sälbscht e Gedanke oder e Bewusstsiinkompläx wie ne Mönsch i verschiedene Zyte e Würkigseinheit sii. U drum isch es mir jetz müglech, hie i dere Beiz zhocke, won i mängisch gsi bi, während i no uf em Patäntamt gschaffet ha.»
Nach eme grössere Schlückli Wy han i ihn gfragt: «We du dr Einschtein bisch, de chasch mer viellech o säge, warum d'Matte Matte heisst. Schliesslich hesch ja du zu de Gschiidschte ghört, wo je uf dere Wält umekraxlet si.»
D'Einschtein-Inkarnation mir gägenüber het sech i sim graue, länge und wilde Haar krauet u wieder verschmitzt grinset. «Es git zwe Theorie dadrüber. Was mer mal zallererscht müsse usschliesse, isch die dummi Meinig, d'Matte heissi Matte, wüll da früecher e Matte gsi sig. Bevor hie die erschte Hüser gschtande si, het's Eichewälder bis zum Flussgröll häre gha. Nüt vo Gras u serigem Züüg.»
«Soo?», han i misstrouisch murmlet.«Vo was cheibs söll de dir Asicht na dä Name cho, wenn nid vore Matte ?» U gäge z'Büffet hani rüeft: «Maja, bring no e Halbe.» Nachebschtelle han i unbedingt müsse, wüll dr Einschtein so flissig gsoffe het.
«Die erschti Theorie isch die: Im Jahr 1474, churz vor de Burgunderchriege, het dr Adrian vo Buebebärg es Gschtürm gha mit sire Frou, dr Mathilde. Wüll är het müesse i Chrieg zieh u e verruckt iifersüchtige Siech gsi isch, het er d'Mathilde churzerhand über d'Plattform usgschtosse. Die schöni, schtolzi Frou isch natürlech uf em Dach vomene Flösser zerschällt . Sit denn hei d'Bärner ihrne Frou droht: Wennd nid folgisch, schick i di zur Mate abe. Gmeint hei si natürlech zur Mathilde vo Buebebärg. Dr Geischt vor Mathilde, oder säge mer besser vor Mate, huust no immer unter dr Plattform und het immer wieder Lüt über Plattform use grüeft. Nach mir Ruumzyttheorie isch das ou ohni witeres müglech. Natürlech het d'Matte wäge däm truurige Schturz vor Mate sythär bi de Adelige e schlächte Ruef gha.»
Vor luter Schtuune han i bir Maja scho wieder e Halbe nachebschtellt. «U de die zwöiti Theorie ?», han i vom Einschtein wölle wüsse.
«Die isch wie folgt: Ds Wachpersonal, wo dr Bärchtold der Füft vo Zähringe ar Untertorbrügg gschazioniert het gha, het immer zwenig Zöll iigno, wüll die Soldate nid guet hei chönne rächne. Sie hei gar nid chönne zämezelle u du halt albe nur grad dr erscht Betrag iikassiert. Dr Zähringer isch e gäldgierige Roubritter gsi u het dä Zueschtand sofort wölle ändere. Aber leider het är zwüsche dr Reuss und dr Saane ke einzige Wachsoldat gfunde, wo het chönne zämezelle. Du het är ir hütige Matte es Schuelhuus la boue u sini Wachsoldate dert häre gschickt für ga zlehre rächne. Die arme Cheibe hei Tag für Tag müesse ga Mathe büffle. We me se gfragt het: Wo göht dir häre ?, hei si fasch immer gseit: I d'Mathe. U so het das Quartier si Name übercho, vor Mathematik. I gloube sälber eher a die zwöiti Theorie, wüll i sälber ja Mathematiker bi u mi hie unde immer so wohl gfüehlt ha. Da herrscht würklech e mathematische Geischt.»
«Mir chöi ja mal luege», han i gseit u dr Maja grüeft. «Du Maja, chasch mal usrächne, wie viel dä Wy choschtet, wo mer hei gha ?»
«Füüf Halbi à zwölf Franke, das macht ...Wart i muess es schnäll über d'Kasse näh.»
I ha mini Achsle zuckt und dänkt: Mir isch's ja gliich. Dä Wy söll jetz dr Einschtein zahle. Dä het sicher no chli Gäld vom Nobelpriis här. Aber won i's ihm ha wölle säge, isch dä Cheib verschwunde gsy'»

Eine Geschichte von Fritz Kobi

Aes grosses Berner Münschti vor Jacqueline und Rosmarie

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Der erfolgreiche Autor Fritz Kobi schockiert mit einem neuen "Schocker" die Leser!

FRITZ KOBI
KRIEG DER SCHWESTERN

Bericht aus dem Ghetto
ENZO EXTREM

Fritz Kobi hat aus ihm erzählten Tatsachen und eigenen Erlebnissen einen Krimi komponiert, der die Extreme im Schwulenmilieu spannender kaum skizzieren könnte. Abhängigkeiten, Begierden und Intrigen, aber auch Liebe, Freundschaften und Sex sind das Spielfeld für ein phasenweise schockierendes Buch, in dem auch die untersuchenden Organe nicht ungeschoren davonkommen.

Wie in seinem ALPINA 2020 (Enzo 1991, 3-905536-03-X) hält Fritz Kobi den Leser von Anfang bis Schluss in Atem und durchleuchtet schonungslos die Lüste und Aengste der menschlichen Psyche.

FRITZ KOBI (1938), im Zeichen Skorpion geboren, gilt als einer der Kreativen in der Schweizer Werbung.

KRIEG DER SCHWESTERN ist sein sexter Roman.
ISBN 3-905536-09-9 ENZO VERLAG

Ab 1. Oktober in jeder Buchhandlung erhältlich.


Der fliegende Vorstand

An der letzten Hauptversammlung wurde angeregt, dass Leistmitglieder den Vorstand des MATTE-Leistes zu einer Sitzung bei sich zu Hause einladen. Diese Möglichkeit wird rege benutzt, der Vorstand ist auf Tournee wie der Zirkus Knie. Dieser Vergleich ist übrigens nicht einmal weit hergeholt, traben doch an beiden Orten die Arbeitspferde im Kreis herum, brüllen die Raubkatzen und machen Männchen oder Weibchen und am Trapez bastelt einer an der Beleuchtung herum; ganz zu schweigen von Clowns und Elefanten.

Sigs wies wöll, bei der letzten Sitzung hielt der Vorstand bei Sonja Reber Hof. Über den Zustand der einzelnen Mitglieder auf dem Heimweg kursieren nur Gerüchte, es kann hier nur gesagt werden, dass diese in keiner Weise aus der Luft gegriffen sind.

Neue Töne für die nächste Sitzung: Pfarrer Suter hat das trinkfeste Fähnlein der mehr oder weniger Aufrechten zu sich eingeladen. Das ist einerseits sehr tapfer und lässt andererseits auch die Hoffnung aufkommen, dass es gesitteter zugeht. Wir wünschen dem Vorstand viele Erleuchtungen, nützt's nüt so schadet's nüt, und wer weiss vielleicht gibt es noch ein paar Gratiskerzli für die Weihnachtsbeleuchtung.

Sachar

MATTE-LEISTungen

Aufmerksame Leser unserer Anschlagkästen sind bestens auf dem Laufenden.. in Anbetracht, dass wohl kaum alle Matte-Interessierten diese Publikationen verfolgen können, schein es mir angebracht, in unserer Matte-Zytig Rückschau zu halten.

Unser MATTE-FESCHT von 4. September haben wir abgesagt, zu Gunsten der 25-Jahr-Feierlichkeiten der MAHOGANY HALL, welche mit grossem Erfolg, trotz unfreundlicher Witterung, vom 3. - 5. September durchgeführt wurden. Wir gratulieren an dieser Stelle allen Verantwortlichen des Festes und der MAHOG-Leitung herzlich zu ihren Erfolgen. Das "Klösterli" gehört zu unserem Leistgebiet, ein weiterer Grund uns auch über das Wohlergehen und den Fortbestand der MAHOGANY-HALL zu freuen.

Im ersten Halbjahr konnten sich verschiedene Betriebe und Institutionen in den ehemaligen Stadtmühle-Räumlichkeiten einrichten. Besonders erwähnen möchte ich die TRIVA-Werkstätten von CONTACT-BERN: geäusserte Bedenken an unserer Hauptversammlung vom 22. Februar 1993 sind tatsächlich nicht eingetroffen. Unsere Begleitgruppe besteht weiterhin, jedoch ohne schwerwiegenden Reklamationen behandeln zu müssen.

Samstag, 19. Juni, fand bei schönstem Wetter und bei laufend zunehmender Beliebtheit unser SUMMER-BRÄTLI-PLOUSCH statt.

Da der MATTE REISE- und BEIZENFÜHRER bereits vergriffen ist, schaffen wir an einem Matteplänchen mit Angaben aller Sehenswürdigkeiten, Treffpunkte, etc. Die Kosten tragen interessierte Unternehmen des Quartiers.

Im Vorstand sind noch viele andere Projekte auf dem Tisch. Weitere Details verrate ich Ihnen erst wenn sie spruchreif sind! Momentan halten uns auch die Verkehrsmassnahmen in Atem.

René Stirnemann, Präsident Matte-Leist

Wieder einmal mehr ABFALL

Unser Brief vom 13. Juni 1993 an die Planungs- und Baudirektion der Stadt Bern

in der Matte hat es zuwenig Abfallkübel
Sehr geehrte Herren

Wir Schweizer produzieren viel Abfall. Das ist das eine Problem. Und wir werfen ihn oft aus Bequemlichkeit auf die Strasse. Das ist das andere Problem. Genügend Abfallkübel helfen erfahrungsgemäss wesentlich mit, dass wir leere Packungen, Flugzettel, Speiseresten und so weiter nicht einfach auf den Boden fallen und liegen lassen.

In der Ober- und Unterstadt funktioniert das auch gut. In unserem Quartier aber hat es leider nur sehr wenig Abfallkübel. Besonders mit den Clubs (Wasserwerk, Broncos, Anderland) wird die Matte an gewissen Tagen von vielen jüngeren Leuten besucht.. was man danach auf der Strasse leicht feststellt.

Der Matte-Leist möchte darum mit der Bitte an Sie gelangen, bei uns drunten, vermehrt Abfalleimer aufzustellen. Besonders auch rund um den Mühlenplatz, wo regelmässig der Flohmarkt stattfindet.

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie unserem Anliegen entgegenkommen könnten. Wir danken Ihnen für Ihre Prüfung.

Mit freundlichen Grüssen der Matte-Leist

Antwort auf obiges Schreiben: Abfallkübel in der Matte

sehr geehrte Damen und Herren

Durch die Kürzungen des Budgets sind wir in einen finanziellen Engpass geraten, die Realisierung Ihres Wunsches kann daher nicht sofort erfolgen.

Wir sind jedoch überzeugt, dass trotz der misslichen Lage ein Ausweg gefunden werden kann.

In dem wir Sie um etwas Geduld bitten müssen verbleiben wir mit freundlichen Grüssen

Strasseninspektorat der Stadt Bern,
der Strasseninspektor, B. Grüebler


Kübel

Man kann sagen, was man will die MATTE-Zytig wird gelesen und nicht nur von der Setzerin. In der letzten Nummer hatten wir es mit den fehlenden Abfallkübeln im Quartier. Das veranlasste den Vorstand, die Stadtmütter und -väter anzufragen, ob sie ein paar settige Kübel montieren würde.

Im Prinzip ja, lautet die Antwort, aber eben, man verstehe, die Kassen seien leer. Aber eben im Prinzip doch eventuell ja.

Als Weltpremiere können wir veröffentlichen, dass der bernische Kübelmeister bereits einen ersten Augenschein im betroffenen Gebiet vornahm. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass in der Kübelfrage zu unseren Gunsten entschieden wird!

Ich finde, das ist ein schönes Beispiel für die Macht der Presse. Den bösen Brief, den ich an die Stadt schicken wollte, habe ich zerrissen und in den Kübel geworfen.

Sacharin

Für einmal ist die Redaktion der Matte-Zytig sogar besser informiert als die Sacharin und nützt die Gunst der Stunde, um - in letzter Sekunde vor dem "Gut zum Druck" - mitzuteilen, dass unser Präsi mit Herrn Grüebler am Montag, 13 September, durch die Matte flanierte, um die Standorte der sechs bis acht bewilligten "Küblä" festzulegen.

Ä grosses Merci as Strasseninspektorat!

Die Redaktion


bye bye bodo

Ein bekanntes Gesicht wird ab Ende 1994 in der Matte weniger oft zu sehen sein. Bodo Ruf, der Immobilienkaufmann aus der Hotelgasse wendet sich neuen Zielen zu. Der Liegenschaftenhandel wird weitgehend zurückgestellt: «Aufhören, wenn es am schönsten ist», sagt Bodo Ruf, «nach so langer Geschäftstätigkeit ist die Zeit für uns gekommen, etwas neues anzupacken».

Bodo Ruf und seine charmante Frau Christine werden am 15. Dezember 1994 in Wengen, im Hotel Silberhorn, Bodos'Bar eröffnen. «Wir wollen zeigen, dass man auch in unserem Alter gemeinsam noch etwas Neues und Originelles auf die Beine stellen kann», so Bodo Ruf.

Neugierig wie es aussieht und wie es zu und her geht? Einfach hineinschauen! MATTE-Zytig Leser sind besonders willkommen: Bodo spendiert zwei Getränke (Bon im Inserat ausschneiden)!

Wie wir aus üblicherweise gut unterrichteter Quelle vernehmen wird Bodo Ruf sein pied-à-terre in Bern aber nicht ganz aufgeben, das Büro an der Hotelgasse wird weiter bestehen.

Und diejenigen, die behaupten, der Zähringer sei Bodos zweites Wohnzimmer, werden ihn wahrscheinlich nicht allzulange vermissen müssen.

Wir von der Matte-Zytig wünschen Christine und Bodo einen Senkrecht-Start und eine gute Zeit in der neuen Bar!

Peter Maibach

Jungfrau - Menu

Wenn Sie Sojabrot und Vollkorngüetzi eingekauft haben, kann mit einem Jungfrau-Gast nichts mehr schiefgehen. Erdig, aber eben perfektionistisch veranlagt (Ich weiss ein Lied davon zu singen) lässt sie/er sich gerne auf einen kulinarischen Abend entführen - aber gesund muss er sein. Bei Kerzenlicht lässt es sich gemütlich ein Glas Wein trinken - denn trotz allem eine Jungfrau weiss immer etwas zu erzählen....

En Guete zäme

Gazpacho-Terrine mit Salaten

Terrine:

  • 500 gr. Tomaten geschält oder Pelati
  • 2 gelbe 1 rote Peperoni 8 Paprika) kleingeschnitten
  • 100 g Essiggurken
  • 2 Knoblauchzehen gepresst
  • 2 Schalotten klein gehackt etwas Wasser ( 2 dl wenn Sie frische Tomaten verwenden)
  • 4 dl Halbrahm
  • 1 dl Ketchup
  • Salz, Pfeffer, 2 TL Rohzucker, wenig Tabasco
  • 12 Blatt Gelatine in kaltem Wasser eingeweicht

Pürieren Sie die Tomaten, Peperoni, Essiggurken, Schalotten und Knoblauch so fein wie möglich. Ich gebe auch noch frischen Basilikum dazu. Halbrahm und Ketchup beigeben und aufkochen, nochmals pürieren. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Tabasco würzen. Schmelzen Sie die ausgedrückte Gelatine auf kleinem Feuer und mischen Sie sie unter die Gemüsemasse. Legen Sie eine Cake-Springform mit Klarsichtfolie aus und giessen Sie die Masse hinein und decken die Form mit einer weiteren Folie ab. Ich bereite die Terrine immer einen Tag vor dem Besuch vor, und stelle sie in den Kühlschrank. Dies gibt ihnen die Garantie, dass sie am nächsten Tag fest ist. Die Menge ist gut für 8 Personen gerechnet. Sie können natürlich auch nur die Hälfte zubereiten. Als Tip: Ich gefriere manchmal eine Hälfte ein für den nächsten Besuch. Die Terrine schmeckt auch aufgetaut (langsam auftauen) hervorragend.

Salat Schnittsalat, Frisée, Lollo auf Teller schön anrichten, wie ein Bouquet und mit Vinaigrette beträufeln Cherrytomaten, Radieschen und Peterli zum garnieren.

Vinaigrette: Vinaigrette: 2 dl Traubenkern - oder Distelöl, 6 El Weissweinessig Salz und Pfeffer ev. frische Kräuter

Spezial: Spezial: Avocado in Scheiben schneiden und ebenfalls als Beilage anrichten.

Die Terrine können Sie praktisch aus der Springform nehmen, indem Sie die Folie hinaufheben. Die Terrine in gleichmässige Tranchen schneiden und je eine Scheibe auf den vorbereiteten Salatteller legen.

Lamm-Piccata mit Gerstenrisotto

Tomaten- Currysauce:

  • 500 gr Tomaten vierteln
  • eine kleine Zwiebel gehackt
  • 2 Knoblauchzehen gepresst
  • 3 El Traubenkernöl
  • 1 dl Gemüsebouillon
  • 1 TL Zucker, Salz, Pfeffer

Zwiebeln und Knoblauch im Öl andünsten. Tomaten und Bouillon beigeben, 20 Min. köcheln lassen. Zucker, Salz und Pfeffer beigeben, mit dem Mixer pürieren.

  • 20 gr Butter
  • 4 El Curry-Pulver
  • 1 dl Weisswein
  • 1/2 dl Gemüsebrühe

in der zweiten Pfanne Butter schmelzen und den Curry beigeben, gut verrühren und mit Weisswein ablöschen. Gemüsebouillon dazugeben und 2 Min. köcheln lassen.

Die Currysauce mit der Tomatensauce mischen.

Gerstenrisotto:

  • 1 Zwiebel fein gehackt
  • 1 Karotte fein geschnitten
  • 1 halber Lauch fein geschnitten
  • 10 gr Butter
  • 100 gr Gerste
  • 1 dl Weisswein
  • 1.5 dl Gemüsebrühe
  • 20 gr Margarine
  • 2 El Rahm geschlagen
  • Salz, Pfeffer, Gewürze

Die Zwiebeln im Butter andünsten und die Rüebli, Lauch und Gerste beigeben. Mit Weisswein ablöschen und Gemüsebrühe dazugiessen. Auf kleinem Feuer und unter öfterem Rühren 15 Min. knapp weichkochen. Margarine und geschlagener Rahm darunterziehen und alles nochmals erhitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Piccata:

  • 8 Lammrückenmedaillon à ca: 50 gr
  • Salz, 3 El Mehl, 2 Eier verquirlt, 50 geriebener Bergkäse,
  • 1/2 dl. Traubenkernöl
  • 20 gr Butter

Das Lamm würzen im Mehl wenden. Eier mit dem Käse vermischen und das Lamm durchziehen. Im heissen Öl auf beiden Seiten anbraten, Butter beigeben und fertig braten.

Den Gerstenrisotto auf dem Teller anrichten, Piccata schräg dazulegen und mit Tomaten-Currysauce umgiessen. Mit Peterli garnieren.

Fruchtsalat

  • 5 El Limonen - oder Zitronensaft
  • 5 El trockener Wermut/Dry Martini
  • 1/8 l Weisswein
  • 500 g Weintrauben (eher weniger)
  • 500 g Kiwis (eher weniger)
  • 50 g Pistazienkerne
  • 1 kl Melone, am besten ist die Honigmelone, sie ist grünlich - gelb gesprenkelt und ist saftig und süss.

Zitronensaft mit Wermut, Weisswein und gehackten Pistazien verrühren. Trauben halbieren und die Kiwis schälen und längs halbiert in Schnitze schneiden. Die Melone halbieren, die Kerne entfernen und aus dem Fruchtfleisch Kugeln stechen. Die Früchte gut 1 Stunde ziehen lassen.

Der Jungfraugast hat zum feinen Fruchtsalat bestimmt gerne noch ein Güetzi. Bitte daran denke, dass es im Minimum ein "Vollkorngüetzi" sei.

Wenn Sie Fragen zu den diversen Sternzeichenmenus haben, stellen sie diese bitte an Matte-Leist, Kochen mit Jacqueline, Postfach 29, 3000 Bern 13.

Für spezielle Matterezepte oder Eigenkreationen stehen die Zeitung und unser Mund immer weit offen! Wir freuen uns auf ihre Zuschriften.

Jacqueline Vuillien

Die Spysi hilft - Helft der Spysi

Wir suchen für die Spysi dringend Helfer und Helferinnen:
Service:
ehrenamtliche Mithilfe beim Mittags-Service, in einem Team von 4 - 6 Personen 1x die Woche (oder auch mehr), an vereinbarten Wochentagen
Küche: ehrenamtliche Küchen-Gehilfen am Vormittag als "Delegierte" des MATTE-LEIST
Festangestellte: als Koch/Köchin (50%) gegen Entlöhnung

Die Spysi ist geöffnet von Montag - Freitag, jeweils Mittag, ab anfangs November bis Ostern (Palmsonntag).

Interessenten erhalten weitere Auskunft beim Leist Präsidenten René Stirnemann, Tel. 311 28 78


Matte-Schulhaus sucht:

Aufräumer oder Aufräumerin für ca: 12 Stunden in der Woche im Matte-Schulhaus.

Auskunft: Peter und Kathy Fuhrer, Abwart Schulhaus Matte, Tel. 312 15 64


Rollen statt Rasen

Bericht von Walter Bregenzer, Präsident Verkehrskommission Matte

Unter diesem Motto stand die Versammlung vom 25. August im Berchtoldshaus, zu der unser Leist-Vorstand eingeladen hatte. Ungefähr 40 MättelerInnen vernahmen von den Herren Stadtmann, Chef der Verkehrspolizei, und Salvisberg, Verkehrsinspektorat, was von Seiten der Stadt in Sachen Verkehrsmassnahmen in der Matte geplant ist. Gestützt auf wissenschaftliche Untersuchungen und praktischen Erfahrungen im Längassquartier sollen bei uns die folgenden Massnahmen getroffen werden.

  • TEMPO 30 im Bereich Schifflaube bis Läuferplatz.
  • "Einfallstore" bei Aarstrasse (Höhe Restaurant Zähringer) und Läuferplatz (eingangs Mattenenge) durch Verengung der Fahrbahn auf einer Spurbreite
  • Neumarkierung der Parkplätze unter Warnung der bisherigen Anzahl (Neuanordnung längs Schifflaube aareseitig, Aufhebung aller P-Plätze vor Restaurant Fischerstübli mit Gestaltung dieses Platzes usw.)
  • Einbau einer Fahrbahnverengung mit Fussgängerstreifen zwischen Schulhäusern und Turnplatz, unter gleichzeitiger Aufhebung der Lichtsignalanlage.
  • Die Signalisation "Fahrverbot mit Zubringerdienst gestattet" bleibt bestehen.

Die anschliessende Diskussion und Fragebeantwortung ergab, dass diese Massnahmen grundsätzlich angenommen werden. Vorgebrachte Bedenken wurden entgegengenommen, etliche konnten zerstreut werden (z.B. wegen einer allfälligen Behinderung von Lastzügen).

Wie geht es nun weiter? Gestützt auf unsere Veranstaltung wird das Projekt nun definitiv ausgearbeitet (der projektierende Ingenieur war deshalb auch anwesend), welches vorerst vom kantonalen Strasseninspektorat zu genehmigen ist. Anschliessend folgt die Krediterteilung durch den Gemeinderat (Kostenschätzung ca: Fr. 80'000.), erst dann kann die öffentliche Ausschreibung erfolgen. Sofern keine Einsprachen gegen die vorgesehen Massnahmen eintreffen, kann mit deren Realisation im Frühling 1994 gerechnet werden.

Auf die Einführung der blauen Zone mit Anwohner-Vignette wird im Hinblick auf die Bedenken, die von einigen Gewerbetreibenden vorgebracht werden, einstweilen verzichtet. Damit aber gegen die unberechtigten Parkierer, die immer mehr zum Ärgernis werden, etwas unternommen kann, schlägt der Vorstand Massnahmen vor, welche René Stirnemann anschliessend präsentierte, und noch vor ende Jahr einführen will.

Kleber als Vignette mehr darüber auch in dieser Zeitung

Eine noch zu bildende "Parkplatz-Kommission", welche unberechtigt parkierte Fahrzeuge feststellen soll, wird unter deren Scheibenwischer einen freundlichen Brief klemmen, welcher höflich auf das gesetzeswidrige Verhalten hinweist. Erst wenn die Freundlichkeit nichts nützt (im Wiederholungsfall), wird Anzeige an die Polizei erfolgen. Wir hoffen auf diese Weise, welcher auch die Polizei zustimmt, der Parkierungsmisere in der Matte begegnen zu können. Auch dieser Vorschlag ist von den Versammlungsteilnehmern positiv aufgenommen worden. Jemand befürchtete gar, der Kleber sei so originell, dass er zu einem beliebten Handelsobjekt werden könnte. Die BZ hat uns mit ihrer Berichterstattung über diese gelungene Versammlung bereits den Slogan für diese Aktion geliefert:

Nur mit Ratte in die Matte!

Vignette Matte Ratte

Bestellen Sie Ihre Matte-Vignette

Wie Sie alle von der Versammlung vom 25. August 1993 betreffend der Verkehrsfragen in unserem Quartier wissen, wird die "Blaue-Zone" bei uns - zumindest vorläufig - nicht eingeführt. Wir Mätteler sind darum selber dazu aufgerufen, die "Fremdparkierer" zu mahnen. Und damit wir dies können, hat der Matte-Leist eine Auto-Vignette entwickelt, welche die Fahrzeuge der Matte-Bewohner und der Mitarbeiter der Matte-Firmen in Zukunft kennzeichnen sollen. Sie ist mit AARE-REPUBLIK-MATTE unterzeichnet, was ihr eine sympathisch ironisch (und nicht so polizeiliche) Ausstrahlung verleiht. Dank dem Sponsoring des ACS (Automobil-Club der Schweiz) und der Werbeagentur Contexta kostet die  Vignette für uns MättelerInnen nichts.

Für Anwohner und Gewerbetreibende und Arbeitnehmer der Matte als Ausweis zum berechtigten Parkieren in der Matte. Die Vignette ist an einem gut sichtbaren Ort zu kleben.

Pro Auto gibt es eine Vignette, welche nicht übertragbar ist.

Jede Vignette ist nummeriert, deshalb brauchen wir für jede abgegebene Vignette Autonummer und genaue Adresse. Benützen Sie den untenstehenden Talon.

Die Rattenfänger aus der Matte

Der ACS und die Contexta bringen die Ratten ins Quartier. Eine Vignette soll die Mätteler auf ihr Auto kleben. So können alle kontrollieren wer in der Matte parken darf und wer nicht. Diese Vignette ziert eine Ratte mit einem Fischskelett in der Pfote. Wahrscheinlich kommt das Nagetier direkt aus dem Fischerstübli.

Sacharin und Sachar finden die Idee mit der Ratte nicht schlecht, was für ein anderes Tier könnte man denn sonst auf ein Auto kleben? Vielleicht greifen andere Quartiere die Anregung auf: Blindschleichen im Kirchenfeld, Regenwürmer in der Länggasse, Kröten aus Muri und Schnecken für die Autos der Stadtverwaltung?

was allerdings nur wenige wissen: im nächsten Jahr wird den Matte-Bewohnern ein Abzeichen mit dem gleichen Signet abgegeben. Dieses ist immer zu tragen, so kann man jederzeit feststellen, wer in die Matte gehört und wer nicht. Nicht Mätteler müssen ab Stichtag eine Kurtaxe bezahlen.

Komme es, wie es kommen muss, einen Vorteil hat der Rattenkleber auf jeden Fall: in der Fremde sieht man auf der Strasse sofort, wenn einem ein Mätteler entgegenkommt.

Sachar

Tiefgreifende Recherchen der Redaktion ergaben folgende hochwissenschaftliche Ergebnisse:

Ratte, in Asien häufig glückbringendes Symbol- Tier; in Japan Begleiterin des Gottes des Reichtums; in China wie in Sibirien gilt das fehlen von Ratten in Haus und Hof als beunruhigendes Zeichen. (Anm. Red. Da können wir ja jetzt beruhigt sein.)

In Europa dagegen gilt die Ratte im Volksglauben als Personifikation von Hexen, Dämonen und Kobolden. (Anm. Red. von denen kann man nicht genug haben). wenn die Ratten das Haus oder das Schiff verlassen, wertet man dies allerdings auch hier als unglückverheissend. (Anm. Red. Da die Ratte in die Matte kommt kann das ja nur unser Glück sein!).

Die Ratte ist das erste Zeichen des chinesischen Tierkreises, sie entspricht dem Widder.

Die Herkunft der germanischen Bezeichnungen des Nagetiers ist dunkel. Vielleicht handelt es sich um ein altes Wanderwort das auch in den romanischen Sprachen gebräuchlich ist.

NUR MIT RATTE IN DIE MATTE!


Bestellschein:

Der/die Unterzeichnete wünscht die Matte-Vignette:
Name:

Vorname:
Adresse:
Autonummer:
Datum und Unterschrift:

Bitte einsenden an: Matte - Leist, Postfach 29, 3000 Bern 13. Bitte adressiertes und frankiertes Rückantwortcouvert beilegen.

Ich interessiere mich gleichzeitig, in der vorgesehenen Parkplatz-Kommission mitzuwirken und erhalte weitere Informationen.


Die Kulturmatte

Diese Rubrik beleuchtet das aktuelle Kulturgeschehen und den Galeriebetrieb in der Matte. Berichtet auch über die gute alte oder aufregende neue Matte-Kultur. Schreibt mit, liebe Kulturtäter, Künstler und Lebenskünstler In der Matte!

Galerienkalender

Galerie c/o Suti Gerberngasse 15

14. Okt. - 14. Nov. Roland Adalette, Peinture
25. Nov. - 19. Dez. Mensch-Körper-Figur, Eine Gruppenausstellung

Galerie Nydegg, Mattenenge 7
22.9. - 10.10. Michel Jenni, Oel, Aquarell, Zeichnungen
20.10. - 7.11. Erika Trees (ETS) Oel, Tempera
13.11. - 28.11. Alte Ikonen, 16. - 19. Jh.

Galerie Zähringer
Dienstag 19. Oktober 19.00 - 21.00 Vernissage mit Bildern, Cartoons und Zeichnungen von Dominik Sulzer
Mittwoch 10. November 19.00 - 21.00 Vernissage mit Lotti Pulver und Roland Arzner

Galerie- und Kleinkunsthalle Zähringer
Montag 11. Oktober

Galaabend zur Unterstützung der Berner Altsstadttheater im Kursaal Bern unter dem Motto "to be or not to be"

Samstag 16. Oktober 9.00 - 24.00

"Schriftwechsel", Literarturtag zum 20. Todestag von Ingeborg Bachmann

20./22./23. Oktober Mittwoch, Freitag, Samstag je 20.15

"Ex-Ziel" mit der Liedermacherin Barbara Thalheim, Berlin

27./29./30. Oktober

Mittwoch, Freitag, Samstag je 20.15
ein Stück Papier erzählt von Horta va Hoye "Geister-Geschichten"
Vorverkauf Tel. 311 08 82, Dienstag bis Samstag 15.00-18.00

4./5./6. November Berner Song Tage

Samstag 13. November 20.15

I Cantimbanchi mit dem neuen Programm "Tornado" Letizia Fiorenza, Gesang und David Sautter, Gitarre
Mittwoch und Samstag 17.+20. November je 20.15
Max Huwyler und Fritz Widmer, Lieder - Gedichte - Geschichten
Mittwoch und Samstag 24.+27. November je 20.15
Chansonniers mit neuem Programm + CD Taufe
Samstag 27. November 18.00
Liederstunde mit Hans-Jürg Rickenbach, Tenor und Hansjürg Kuhn, Klavier

Wasserwerk

Oktober
Donnerstag, 14. 10. Eröffnung: Mitternachtsbar, Business for lunch
Samstag, 16.10. Eröffnung: Les Ablettes/Captain Sensible/Disco
Dienstag, 19.10. Il Grant Teatro Amaro
Freitag, 22.10. Michel Keaton
Samstag, 23.10. Gods of noise/Zodiac Mindwarp and the love reachtion
Mittwoch + Donnerstag 27.+28. Cabaret: Mark Wetter
Samstag 30.10. SKAmpler Taufe

November
Mittwoch, 3.11. Savage World (Eurythmics from germany)
4./5./6. Nov. Donnerstag, Freitag, Samstag Berner Songtage
Donnerstag, 11.11. Cabaret Herzinfax
Freitag, 12.11. Midnight to six
Donnerstag 18.11. Bad Manners
Samstag, 20.11. Jazz: Rachel Gould
Dienstag, 23.11. Röschtigraben: Christoph contrabass
Mittwoch, 24.11. Röschtigraben: Les Thugs Easy
Donnerstag, 25.11. Röschtigraben: French Lovers
Freitag, 27.11. Röschtigraben: Maniacs/living/sons/Disco Couleur 3
Montag, 29. November MATTENABEND

Pilotprojekt am Altenberg Kunst Bildung Beruf

Abendveranstaltung 29. Oktober 20.15
"was heisst Denken?" Eine aktuelle Auseinandersetzung Vortrag/Diskussion mit Lorenzo Ravagli, Schriftsteller/Redaktor, München
Sonderprogramm Detailprogramm auf Anfrage
10. - 12. November, Mittwoch - Freitag, Täglich 8.30 - 18.00, Vorträge 20.15 "Nördlich der Zukunft" Tagung zur Arbeitslosigkeit
Abendveranstaltung 13. November 1993
"Gastarbeitslos" Kabarett über Arbeitslosigkeit mit Sedat Pamuk, Freiburg (D)

Mahagony-Hall, Klösterlistutz 18
Das aktuelle Veranstaltungsprogramm hängt wie immer im Info-Kästchen des Matte-Leist.

NEUE KULTURMAETTELER SIND HERZLICH EINGELADEN, DIE RUBRIK KULTURMATTE MITZUGESTALTEN.

Bitte meldet Eure Produktionen/ Daten direkt an: Matte-Leist, z.Hd.. Matte-Zytig, Postfach 29, 3000 Bern 13

Wasserwerk News

Das "Wasserwerk hat die definitive Betriebsbewilligung erhalten. Am 14. Oktober eröffnen wir nun unser Lokal. Wie Sie der Kulturmatte, in welcher wir jeweils auch das Wasserwerkprogramm mitteilen werden, entnehmen können haben wir am Montag 29. November einen Mattenabend geplant.

Unsere Idee ist, das Kulturleben der Matte mit den "MättelernInnen" in der Matte einen abend lang zu geniessen. Alle Darbietungen auf der Wasserwerkbühne werden von Künstlern und Künstlerinnen aus der Matte bestritten.

Das Programm des Matteabends soll möglichst vielfältig gestaltet werden können. Daher bitten wir alle interessierten Künstler und Künstlerinnen welche an diesem Anlass einen Beitrag leisten wollen sich bei Alberto Gomez Tel. 312 12 31 zu melden. Wir werden den Künstler und Künstlerinnen eine kleine Gage zukommen lassen, der allfällige Gewinn dieses Abends kommt dem Lüthy-Legat zugute.

Wir hoffen auf ein vielfältiges Interesse der Matte-Künstler und ein zahlreiches Erscheinen der Mattebewohner.

Im Namen des Wasserwerks Markus Hürsch

29. November 1993 Wasserwerk stellt Künstler der Matte vor. Machen auch Sie mit!


Gücks-Egge

Die Rubrik Glücks-Egge: Die Rubrik, in welcher Sie etwas zum Kaufen, Tauschen oder Verschenken anbieten können. Vielleicht hat jemand Geburtstag dem Sie gratulieren möchten. Vielleicht hat jemand eine Prüfung bestanden. Vielleicht heiratet jemand. Vielleicht hat jefrau ein Kind erhalten! Sie haben viele Möglichkeiten ihre ganz persönliche Nachricht über die Matte-Zytig mitzuteilen. Schreiben Sie uns und wir drucken für Sie! Richten Sie Ihren Zeilen an: Matte-Leist, z.Hd.. Matte-Zytig, Postfach 29, 3000 Bern 13.

  • Am 17. November feiert unser Vize-Präsi, Werbetexter, Dichter und Bauer, seinen jugendlichen Geburtstag. Wir vom Matte-Leist wünschen Fritz Kobi noch manch kreative Sitzung in unserm Verein. Wir wünschen ihm auch viel Humor und Weitsichtigkeit!
  • Ein neuer Matte-Giel! Wau super... Am 22. Juli 1993, im Zeichen Krebs, ist Lars Silvan Fuhrer zur Matte gestossen. Wir wünschen den liebevollen Eltern Peter und Kathy Fuhrer viel Spass und viele schöne Stunden mit dem neuen Erdenbürger. Nun ist also das Kleeblatt komplett! Wer weiss, was der Storch noch alles vorhat! Herzliche Gratulation vom Matte-Leist.
  • Der Alex Milani zieht wieder einmal aus, um die Welt zu erobern. Wir von der Matte wünschen ihm viel Erfolg und Glück bei seiner Ausstellung: Acryl - Bilder und Holz - Skulpturen in Zürich, an der Stampfenbachstrasse 38 in der "GaleRie", vom 9. September - 8. Oktober. Wer weiss, vielleicht verirrt sich der eine oder andere Mätteler in Zürich und bringt dem Alex etwas Heimatgefühl in die Fremde.....
  • Am 8. Oktober können wir Hexen vom Matte-Leist einen ranken und schlanken Jüngling küssen! Wen? Das nimmt sicher alle Mattenfrauen Wunder! Peter Maibach feiert an diesem Tag seinen 40. Geburtstag und tritt somit ins interessante Mannenalter. Wir gratulieren ihm mit Besen und mit Rosenruten.

Wir freuen uns wenn vermehrt Beiträge für die Glücks-Egge bei uns eintreffen!


SUMMER-PLOUSCH 1993

Für dieses Mal kein Bangen, kein Verschieben - kein besseres Wetter konnte man sich zum Brätle wünschen! Dank dem tollen Einsatz der Mattefrauen wurde nicht etwa der Salat zu knapp, nein, bald einmal hatte es keinen Platz! Doch nicht verzagen, Sifferts fragen, mit vereinten Kräften wurden Stühle, Tische und Sonnenschirme über die Strasse geschleppt und munter wurde weitergelacht, - gegessen, - getrunken und - gesungen. Die Kinder hatten natürlich ihre helle Freude am Brätle und am "umechlättere"! Zu späterer Stunde konnten auch die Erwachsenen-Beine nicht mehr stillsitzen und weiter über Mitternacht hinaus tanzten die MättelerInnen zu den Klängen der Fledermäuse, welche die Nacht verzauberten.

Merci a alli für de schöni und dä tolli Abe, vorallem ar Evelyne für die supergueti Organisation!

Matte-Leist-Vorstand

 

A propos Feschte!

Wie wir alle, spätestens am ruhigen 4. September, feststellen konnten, fand unser traditionelles "Matte-Fescht" nicht statt. Unter dem Motto: "lieber super statt mässig" entschied man sich für einen zweijahres Rhythmus. Im 1994 wird die Matte Polo Hofer live erleben, so die Musikengel wollen!

Villech schwirre no ä paar Aengeli me ume.......


Unsinn und Sinn

Du suchst und suchst. Und kannst den Sinn nicht finden.
Gib's auf; den so wirst du ihn nicht ergründen.
Pfeif dir ein Liedchen, träume vor dich hin,
wie oft enthüllt im Un-Sinn sich der Sinn.

aus DTV Taschenbuch: in meinen Träumen läutet es Sturm von Mascha Kaléko
Mehr über die Lyrikerin und ihr Werk erfahren Sie in der Weihnachtsausgabe.


Anekdoten aus der Matte

Die Bäder an der Matte galten seit jeher als Stätten der Schwelgerei und Ausschweifung. Reisebeschreibungen vor allem des 18. Jahrhunderts trugen diesen Ruf - oft allerdings masslos übertrieben - in ganz Europa hinaus.

D Duchesse vo Chartres

Vor ne paar Jahr isch dr duc vo Orléans (wo dennzmal no Herzog vo Chartres isch gsy) zäme mit em comte vo Genlis unem marquis de Fénlon uf Bärn cho. Die gnädige Herre hei se mit allne Ehre empfange. Me het se dür d Stadt gfüehrt un uf dr Plattform isch alles versammlet gsy, wo Rang und Name het gha, für die vürnähme Herre z gschoue. Chuum isch dr Herzog uf der Plattform gsy, het är lut u ohni sech z schiniere gfragt, wo de da d Matte sygi. Är het de die verdutzti Gsellschaft la stah un isch hurtig d Mattestäge dürab...

.. Däm Meitschi us dr Matte, wo mit ihm im Bad isch gsy, het me vo denn a nume no "duchesse vo Chartres" gseit.

Us em: JOURNAL d'EMIGRATION du comte d'Espinchal, sous la date du 25 août 1789

Jean Marbot

Nichts ist uns nostalgisch genug ...

Altersausflug 1992

"besser spät als nie!" ein Bericht von Kaspar Woker

Als der grosse Regen kam - Matte-Leist Altersausflug 1992.

Kalt, windig und ein Platzregen - genau wie in diesem Sommer. Doch nein, es ist bereits ein Jahr her, seit der traditionelle Altersausflug des Matteleist stattgefunden hat. Anfangs September 1992 machte sich eine halbe Hundertschaft aktiver Senioren und Seniorinnen auf die Walz.

Thomi winkt

Per Car ging es ab Nydegghöfli und Mühlenplatz Richtung Emmental. Noch in Grosshöchstetten und Oberdiessbach war uns das Wetter hold, doch wie der Bus die Höhen von Linden (Vati-Land lässt grüssen) erklimmt und schlussendlich sich wie von hinten dem Dorf Heimenschwand nähert, beginnt es wie aus Kübeln zu giessen. Wer ein rechtes Modi oder ein währschafter Giel aus der Matte ist, lässt sich nicht verdriessen und mit beinahe jugendlichem Elan werden die bereitstehenden Fuhrwerke bestiegen. Geschützt vor Wind und Wetter, dafür mit etwas wenig Aussicht, steuert Murer Chrischte und die andern Kutscher unsere vier Planwagen Richtung Wachseldorn-Moos. Durch diese einmalige Moor-Landschaft, wo früher auch Turben gestochen wurden, schaukeln wir im gemütlichen Trott dem Rohrimoos-Bad entgegen. Inzwischen - Petrus sei Dank-lässt die Himmelsdusche langsam nach und dafür verzieht sich unsere reiselustige Schar in den grossen Saals des altehrwürdigen Bedlis. Es Zwöierli oder ein Café erwärmen zusammen mit dem Zvieri gar rasch wieder die steifen Glieder. Es fehlt eigentlich nur noch eine rassige Tanzmusik, und die Chilbi wäre komplett. Nur allzuschnell bringt und der klimatisierte Car wieder den Abhängen des Buchholterberges entlang nach Steffisburg hinunter. Mittlerweilen revanchiert sich die Sonne mit einer herrlichen Aussicht auf Thun, den untern Thunersee, die Gantrisch - und Stockhornkette und sogar der Niesen trägt nur noch einen kleinen Hut- was besagt, das Wetter werde gut! Und eins, zwei sind wir zurück in Bern, wo die Einfahrt in die Stadt via Kirchenfeldbrücke und Kramgasse noch zu einer halben Stadtrundfahrt reicht, bis uns die Matte wieder hatte. Bekannte Gesichter vom Altersheim, der Badgass, Gerberngasse und Mattenenge waren mit dabei. S'isch zfride gsi - mindestens der Stimmung nach zu schliessen, die auf unserem Rössli-Wagen herrschte. Speziell zu verdanken war die treue Begleitung unserer Matte-Schwester Greti und Christa, so dass auch die weniger beweglichen unter den Reisegästen diesen Leistausflug voll geniessen konnten.

Ein grosser Dank ging bereits am Anlass selbst, aber auch heute noch in der Erinnerung an die Sponsoren: Ramseyer AG, Krattinger & Meier, in Vertretung der heutigen Betreiber der Räume in der Stadt-Mühle, an den ACS selbstverständlich an die Stadt Bern, wo die Fürsorgedirektion uns für diesen Anlass nach wie vor einen Beitrag spricht.

Zum Schluss sei es noch einmal gesagt: Die Daheimgebliebenen haben etwas verpasst. Der Leist-Vorstand, sowie Teresa und Kaspar Woker als Organisatoren, freuen sich bereits auf den nächstjährigen Ausflug, also 1994, wo wiederum alle SeniorenInnen aus Matte und Nydegg erwarten werden.

Impressionen 3

Der Herbst eilt uns entgegen, die Tage werden kürzer, die Ablenkungen durch Sonne und des Sich-draussen-Begegnens kleiner. Es kehren ein: eine gewisse Ruhe, möglicherweise ein sich besinnen, stille Momente in sich selber. In diese Zeit hinein möchte ich Ihnen, liebe MättelerInnen, einige Gedanken von Thorwald Dethlefsen aus "Schicksal als Chance" mitgeben.

".... die vielen offenen Fragen machen den Menschen zu Suchenden. Das Suchen mag fast wichtiger sein als das Finden selbst. Denn Suchen heisst "in Frage stellen", alle Positionen aufgeben, heisst beweglich werden. Das Suchen öffnet die Menschen." Wir wissen, dass alles Neue unbewusst zuerst einmal Angst und Abwehr mobilisiert. Niemandem fällt es leicht, lieb gewordene Einstellungen und Ansichten neu zu überdenken und je nachdem aufzugeben zugunsten neuer Einigten - und doch müssen wir gerade das ständig tun, wollen wir uns und damit unsere Umgebung weiterentwickeln und den Stillstand vermeiden. Der Beginn der Veränderung liegt in uns selbst.

Ihre Jacqueline Vuillien