Die Berner Matte - Archiv

News und Oldies aus der Berner Matte - dem sympathischen Quartier an der Aare

Matte-Zufahrt und Matte-Poller

Die Polleranlage steht bei der Einmündung der Weihergasse in die Aarstrasse, ungefähr bei der Jugendherberge. Bei der anderen Zufahrt zum Quartier, beim Nydeggstalden / Untertorbrücke stehen keine Poller. Weiterlesen und Plan ansehen hier

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@mattequartier und weitere Twitternde aus dem Quartier und so

Welcome to the Matte

Some few informations and links in English!

Matte-Zytig Dezember 1994

Quartierzeitung aus der Berner Matte

Ausgabe Dezember 1994


Inhaltsverzeichnis


Der Äntebrate

Der Gfeuer Ruedi isch e zäie gäderige Mätteler gsi, u het mit Frou u zwöine Ching imene aute Hus, z'oberscht a der Badgass gwohnt, dert wo hüt d'Mattechrippe schteit. Wüu är i de zwänzger-Jahr meischtens arbeitslos isch gsi, het är der ganz Tag Zyt gha ga z'fische.

Tag für Tag isch är am Aeremürli gschtange u het sy Ruete usgworfe. U gwüss, i syr Bränte si geng es paar Förndli umezüglet.

Wos aber gäge d'Wiehnacht gange isch u aus Schtei u Bei gfrore isch gsi, das d'Aareschweue i ne Polarlandschaft si verwandlet worde, het der Ruedi d'Fischerei-Utensylie uf d'Syte ta u sech amene angere Hobby zuegwändet. Aer het sech öppe mau i der Eufenou umetribe u isch uf d'Aentejagd gange. Da derzue het är aber keis Patänt gha, u das isch nid grad erföilech gsi. Di erbüttete Aente het er de a bessergschteuti Mattefroue verchouft, u se ds Gloube gmacht, är heig se amene Puur ir Schoshaude obe abkouft.

Es isch am Tag vor em heilige Aabe gsi, da chunt der Fredy, am Ruedi sy Bueb u my bescht Fründ, schier zum Hüsli us vor Ufregig, zu mir übere z'renne u rüeft scho vo wyttem: "Du, vor üsem Chuchifänschter isch e grossi schöni Aente, juhui, ar Wiehnacht gits bi üs Aentebrate!" Ds Wasser isch däm Bueb scho jitz im Mul zämegloffe, u i ha o grad müesse mitchüschte. I üsene Chöpf hei mir e guudige Brate mit Mässer u Gable im Rügge, wi im Schlaraffeland zwägpüschelet.

Der nächscht Tag isch Samschtig gsi u derzue no heilige Aabe. Es het es Schüümli gschneit gha, u mir Ching hei a der Badere chönne gybele. Grad wo ni bi Gfeuers wott lütte chunt der Fredy wi ne arme Sünder d'Gass uf z'schlargge, lat der Chopf la hange u worget vüre: "Du, di Aente isch de nid für üs, der Vatter het se für d'Frou Gasser bsorget, hinecht geit er se ga lifere." "Was, usgrächnet der Gassere, wo üs geng d'Baue wägnimmt, wemer vor ihrem Garte tüe kantönerle!" Rüefe ni i eir Töibi. "Das darf doch nid wahr sy, ar Wiehnacht ässe Gfeuers Aentebrate, u nid di Gumele!" Yfrig hei mir berate wie me däm Ungfeu chönnt abhäufe, u si nach eme Wyli einig worde, di Aente müess me la verschwinde.

Nach em z'Mittag, wo der Vatter Gfeuer sys Nückli gno het u d'Mueter ir Schtube ds Margottli het müesse gschweigge, isch der Fredy id Chuchi tüüselet, het das Fädervie gschtibitzt u zu mir übere brunge, wo mers im Gartehüsli verstekt hei. ds Margottli het müesse gschweigge

Natürlech het du das bi Gfeuers e riesige Ufruer gä, wo gäge Aabe der Ruedi di Aente wott ga hole u der Fänschtersims läär isch. Es het doch weder kuttet no g ärdbebnet, o kei Chatz het chönne derzue cho. Ja, es isch für di Eutere es Rätsu gsi, wi di Aente het chönne verschwinde. So isch em Ruedi nüt angers übrigblibe aus bi byssiger Cheuti ds Welo us em Schopf z'nä u id Schoshaude z'radle, für dert bi sym Puur, das mau rächtmässig, e Aente z'erwärbe. So isch du d'Frou Gasser schpät am Abe doch no zu ihrer Aente cho.

Am Fredy aber isch es niene wou gsi, u nach em z'Nachtässe isch är hurti i sys Schtübli verschwunde. Ou Gfeuers hei nach däm ufgregte Tag gly Fürabe gmacht. Doch d'Mueter het öppis gschpürt.

Bevor si i ds Huli gange isch, het si no bim Suhn ynegluegt. Dä het ke Schlaf gfunge u sech im Bett umetrölet. Da luegt si ihm fescht id Ouge u seit: "Was isch mit dir los, du bisch e so tuch?" Da hets der Bueb nümmeh usghaute u unger Träne verzeut är di ganzi Aentegschicht. Won är lydeschaftlech rüeft, das är doch o einisch öppis Guets möcht ässe, nid nume geng di angere Lüt, het d'Mueter schtill gnickt.Si isch fei erchlüpft ab däm Pricht, het aber ihre Bueb verschtange. Nume, wi söu si das em Vatter by bringe? Di gueti Frou het i der Nacht nid guet gschlafe. Der Fredy hingäge, wo sy Lascht het chönne uf d'Mueter ablade, isch gly einisch i ds Troumland gschlummeret.

Am Wiehnachtsmorge isch mi Fründ sy Aente us em Gartehüsli cho hole, während sy Mueter e früsche wysse Schurz agleit het u id Chuchi gstouziert isch. Si het scho lang nümm so nes fürnäms Aesse kochet. U we der Vatter sys Pösseli scho chly bim Grännihaar gno het, der Wiehnachtsbrate het aune gschmöckt.

D Gschicht isch vo dä Hedy Blank

"Freie Durchfahrt", könnte man meinen

«Achtung, ...234, ...429, .,. ä rote Oudi - das wär's!» - So und ähnlich verlief in den letzten Wochen an einigen Tagen der Funkverkehr zwischen einigen Mättelern, die sich an der « Fahrzeugdurchfahrtszählung Matte » beteiligten. Organisiert hatte diese Zählung wiederum die Verkehrskommission des Matte-Leistes. Ich selber hatte mich auch zur Verfügung gestellt, da ich es nun einmal 1 :1 wissen wollte, wieviele Durchfahrerinnen die Matte zu verkraften hat. Am Morgen, an dem ich mich um 6.50 Uhr im Schulhaus, zwecks Instruktion und Entgegennahme des Funkgerätes, einzufinden hatte, war es mit dem Wetter nicht gerade blendend bestellt. Regen, Regen in Strömen und saukalt. Ich setzte mich als «Mittelposten» am Mühlenplatz auf einen noch nicht abgeholten Bund Zeitungen, ausgerüstet mit Funkgerät und geschärften linsen. «Achtung - äs chunnte eine, ...234», vernahm ich punkt 7.00 Uhr von der Westeinfahrt her über Funk. Ich hatte zu kontrollieren, ob die besagte «...234» (dies sind die letzten drei Zahlen der Autonummern) in der Matte anliefere, anhalte, wende oder eben, einfach unerlaubterweise durchfahre. Bei einer «Durchfahrt» hatte ich dies dem an der Ausfahrt postierten Zähler zu melden. Und dies tat ich auch. «...234 düre» war die Standardmeldung, denn grösstenteils waren es tatsächlich «Durchfahrende». «Äs chunnt eine, ä Rote, i ha z'Nummero nid chönne läse, äs isch z'schnäll gange. ..» , wurde zwischendurch gemeldet. Dies verursachte natürlich sofort eine Stress - Situation, da der besagte Wagen bereits bei mir vorbeiraste und ich dies entsprechend schnell dem an der Ausfahrt postierten Zähler zu melden hatte. Zwei vorbeiflanierende Polizei - Hostessen bezeugten durch einen Small- Talk (kurzes be- langloses Gespräch) einiges Bedauern mit mir und erklärten, dass sie für Kontrollen bei solchem Wetter auch immer auszurücken hätten, ob sie wollten oder nicht. Wenig getröstet, aber sozusagen amtlich anerkannt, zählte ich weiter Autos, Motorräder, Lastwagen und Lastwägeli, die an mir vorbeipreschten. An dieser Stelle möchte ich noch das Znüni verdanken, das ich um 7.40 Uhr von Frau Krähenbühl erhalten habe, und die anderen unterstützenden Worte von Passanten, die alle zustimmten, dass etwas geschehen müsse. - Um 8.00 Uhr habe ich, wie angewiesen, den Funkverkehr mit meinen zwei Kollegen aus Ost und West abgebrochen. Durchschnittlich waren, sage und schreibe, 2,9 Fahrzeuge pro Minute an mir vorbeigefahren - unerlaubterweise. Das Durchfahrts-Verbotsschild habe ich mir gleichentags nochmals aus der Nähe angesehen - es steht tatsächlich da - im Osten und Westen der Republik! «Wozu?» scheint mir hier als Frage angebracht!

Paul von Kaenel

(Keineswegs gegen Autos und andere Fahrzeuge eingestellt, aber vom «massenweise Übertreten von Verboten» schlicht und einfach «überfahren»!).


Leist-Chronik

Unsere monatlichen Vorstandssitzungen sind immer vollgepfropft mit aktuellen Themen, und obwohl wir bereits um 19.00 h beginnen, wird es jeweils fast Mitternacht.

Die letzten Sitzungen hielten wir bei Leist-Mitgliedern ab; als Gastgeber waren dies Bregenzer's, Peter Probst (auf dem Münsterturm), Lelli & Bürkli (Matte-Elektriker) und bei Contact/Triva mit Ute Stäubli - wir danken nochmals für die jeweils vorzügliche Bewirtung; die entsprechend angenehme Atmosphäre beeinflusste unsere Gehirnzellen sicherlich positiv... Eine Sitzung fand übrigens auch bei Jörg Leuenberger statt (mit Hilfe seiner Partnerin Jeanette Pignolet); er ersetzt unseren bisherigen Kassier Markus Bosshard, welcher aus gesundheitlichen Gründen unerwartet zurücktrat. (Definitive Wahl erfolgt an unserer nächsten Hauptversammlung.)

Das Nydegg-Brügge-Fest vom 3. September war für die Organisatoren erfolgreich - wir hatten auch enorm Glück mit dem Wetter. Als Dankeschön für die Mithilfe einiger Leist-Mitglieder in unserer Matte-Beiz und Dank einem schönen Reingewinn, konnten wir diese am 4. November zu einem Nachtessen einladen. Als Organisatorin amtete Marianne Kaufmann, welche wir erst kürzlich als "Protokoll-Führerin" und Festwirtin in den Vorstand holten.

An jeder Sitzung besprechen wir unser grösstes Problem: Lärm-Emmissionen - vorallem nachts - und die Parkplatz- und Verkehrs-Probleme. Damit könnten wir bald eine ganze Matte-Zytig füllen. Wir diskutieren unsere Anliegen mit Gemeinderat, Stadtpolizei, und natürlich auch mit "Verursachern". Lösungen sind teils dadurch erschwert, weil fast immer 2 Ansichten und Standpunkte zu berücksichtigen sind. Und hiezu hat sich, aufgrund meiner gemachten Erfahrungen, eine Zielsetzung ergeben, welche ich an unserer nächsten Hauptversammlung genau umschreiben werde, verbunden mit der "Vertrauens-Frage". (Es ist mir nämlich nicht möglich, es allen Leuten Recht zu tun.)

Unsere Parkplatz-Kommission hat resigniert. Das Verteilen von "Verwarnungen" nützt nicht viel, wenn schlussendlich die Schuldigen nicht gebüsst werden können. Hierfür müssten wir bei Anzeigen möglicherweise beim Richter als Zeugen auftreten - dieses "Interesse" geht verständlicherweise zu weit. Zudem wollen wir nicht "Polizei" spielen.

Als Folge daraus sucht unsere Verkehrs-Kommission andere Lösungsmöglichkeiten. Der Vorstand hat sich entschlossen, eine Umfrage an alle Haushalte und Gewerbebetriebe zu lancieren, Resultate werden wir auswerten und an die Behörden weiterleiten. Wichtig ist, dass möglichst ALLE den Fragebogen ausfüllen und abgeben.

Aufgrund unseres Schreibens vom 21. September 1994 an die Stadtpolizei führte ich ein persönliches Gespräch am 19. Oktober mit Herrn E. Stadtmann, Major des Polizeikommandos Bern. Das nachfolgende "Kurzprotokoll" gibt Ihnen am besten meine Bemühungen (und die des Vorstandes) wieder:

Tempo 30

wird von einigen Autofahrern überhaupt nicht beachtet - zudem ist auch die entsprechende Signalisation, vorallem beim Läuferplatz, ungenügend; diese wird verbessert, sichtbarer gemacht.

Zudem werden vermehrt Geschwindigkeits-Kontrollen durchgeführt (erstmals am 21.10.), auch nachts.

Dass dabei sogar die Lichtampel beim Schulhaus missachtet wird, erfordert ebenfalls zusätzliche Polizeikontrollen (vorgesehen).

Fahrverbot mit Zubringer

wird z. T. weiterhin missachtet - von einem geringen Teil und nicht zunehmend. Hiezu werden auch Durchfahrts-Kontrollen durchgeführt und geahndet, wobei allerdings erst die Bussen-Erhöhungen per 1995 zur besseren Einhaltung dieses Verbots beitragen werden.

Blaue Zone mit Anwohner-Karte

für die Matte ist ebenfalls geplant. Nachdem rund um unser Quartier diese Verordnung realisiert wurde, inkl. Muri - und Aargauerstalden, spitzt sich das Parkproblem in der Matte weiter zu.

Herr Stadtmann konsultiert nun die (gewerblichen) Gegner, um anschliessend die nötige Publikation zu veranlassen. So dürfte die Einführung der Blauen Zone bei uns im Frühjahr 1995 möglich sein.

(Die Verzögerung resultierte durch die arbeitsaufwendige Realisierung der Blauen Zone im Kirchenfeld.)

Dadurch würden unsere allg. Parkplatz-Probleme sicherlich tagsüber gemildert. Nachts, vorallem Freitag/Samstag, wird eine Sperrung der Matte, eingangs Läuferplatz und Rest. Zähringer, unumgänglich (durch Absperr-Gitter und Wachtposten); hiezu wird ein Parkierungs-Verbot an der Aarestrasse publiziert und raschmöglichst bewilligt. Von 22.00 - 04.00 h wäre somit eine Matte-Zufahrt nur noch für Bewohner gestattet, für Besucher und Durchfahrten somit verboten. (Der "Versuch" am Jugend-Festival vom 27./28.8. hat sich bewährt.)

Park-Bussen nachts werden grundsätzlich nur ausgesprochen bei "Gefährdung des Verkehrs" (Blockierung von Einfahrten, Parkieren auf Fussgängerstreifen etc.). oder andere gravierende Vorkommnisse sind telefonisch der Polizei zu melden.

Ich wünsche alle MättlerInnen schöne Festtage.

René Stirnemann

Weihnachtswünsche aus der Matte

Hoffentlich stossen sie auf offene Herzen!

Lift Thomi

Thomi Alfred vom Sänkeltram

"Ä Schoggi längt mir, nume ohni Nüss!"


Imithe Idufre imve Inkelse-Imtre
"Ä Iggische ingtle irme, imene ihnie Issne!"



 

Herr Gränicher, Poschthalter ir Mättu
"Materiell bi ni wunschlos zfride! Aber ä Parkplatz ir Mättu würd i mir scho wünsche."
Irrhe Inichergre, Ischtpeilterhe ire Ittume
"Iteriellme ibe ine inschweisle idezfre! Ibere ä Irkpeitzple ire Ittume irdwe ie irme ische inschewe."



Paul von Kaenel

Poul vo Kaennel

"Äs Glesli Liebi, äs Schachteli Glück, und äs Büchsli Gsundheit."


Ilepe ive Innelke,"Ise Isligle Iebile, ise Ichtelische Ickgle, inde ise Ichslibe Indgseiithe."



 

Benjamin und Julian
"I wünsche mir äs ferngschtürets Outo, wo nid so schnäll kaputt geit."
Injbe "Ie inschewe irme ise irnfeiretsgschte Iutoe, iwe idne ise illsche iputtke iitge".
Julian
"I wünsche mir ds Pirateschiff-Lego".
Ilianje
"Ie inschewe irme ds Iratepeiffsche-Igole".



Fritz Müller

Fritz Müller, Schiffloube 24
"I wünsche mir wenigschtens 1 Beiz, wo ar Wiehnachte offe wär für di Einsame."
Itzfre Illerme, Iffsche-iubele
"Ie inschewe irme inigschtenswe 1 Iizbe, iwe ire Iehweichtene iffOpee irwe irfe ide Iineimese".


Toleranz

Brockenhausdefinition: Toleranz lat. tolerare = ertragen die, 1. Ethik: die Duldung abweichender Überzeugungen auf Grund der Auffassung, dass niemand die absolute Wahrheit für sich beanspruchen könne.

Le. Treffender als der grosse Brockhaus kann man den Begriff "Toleranz" wohl kaum formulieren. Toleranz - ein grosses Wort für die kleine Matte? Tagtäglich, ja stündlich wird sie von uns Bewohnern verlangt. Doch akzeptieren wir sie auch? Hand aufs Herz! Wir haben einige Mattenbewohner um ihre Meinungen gefragt. Hier ihre Stellungnahmen:

"Toleranz zeigen heisst für mich, zu dulden dass andere entgegen meiner Gewohnheit später zu Bett gehen und das Matten-Nachtleben in vollen Zügen geniessen möchten."

"Toleranz bedeutet zum Beispiel, zu ertragen, dass gewisse Leute die Nacht zum Schlafen auserwählt haben und dazu Ruhe benötigen"

"Toleranz heisst ganz einfach, zu akzeptieren, dass auf einer Zubringer - Quartierstrasse "Tempo 30" durchaus gerechtfertigt ist"

"Toleranz bedeutet aber auch, als Fussgänger nicht unbedingt und unter allen Umständen an der Gerberngasse das Vortrittsrecht zu erzwingen"

"Toleranz beinhaltet auch, eine abweichende Überzeugung gegenüber der überwältigenden Mehrheit der Mattenbewohner nicht mit sturer, rechthaberischer Haltung zu torpedieren."

"Toleranz heisst für mich, in Kauf zu nehmen, dass auch das alteingesessene Gewerbe den für seine Existenz benötigten Spielraum - sprich Parkraum - zur Verfügung erhält."

"Toleranz heisst zu akzeptieren, dass viele Jugendliche heute motorisiert sind. Sie suchen deshalb die Orte ihrer Verlustbarkeiten abends nicht nur zu Fuss und parkieren dabei auch mal "falsch", aber immer noch an vernünftigen Orten. Die Stadtpolizei ist ein gutes Beispiel: Sie toleriert dies!"

"Toleranz heisst aber im gleichen Atemzug, vernünftig aber "falsch" parkierte Autos (mit dem Matten-Ratte-Kleber) nicht am frühen Morgen mit einem Bussenzettel zu bestrafen, denn vielleicht fand der Besitzer am Abend (siehe oben!) keinen "richtigen" Parkplatz. Die Stadtpolizei ist hier ein schlechtes Beispiel: Sie toleriert dies ganz und gar nicht!"

"Toleranz ist, nicht gleich gegen alles geplante Neue Sturm zu laufen oder Einsprache zu erheben. Vielleicht ist das Neue durchaus eine Bereicherung in der Matten."

"Toleranz ist aber auch, alteingesessene Tugenden und Gewohnheiten der Mätteler zu respektieren."

"Toleranz heisst, auch mal Freude zu zeigen, wenn der Nachbar mit seinen Freunden für einmal gegrilltes Fleisch bis tief in die Nacht im Freien verzehren will. Er wird bestimmt Gegenrecht halten!"

Jörg Leuenberger

Matte-Weihnachtsabend im Wasserwerk

1993 organisierte der Matte-Vorstand mit dem Wasserwerk-Club zusammen einen Matte - Künstlerabend für die Bewohnerinnen und Bewohner der Matte. Und dass die Matte musikalisch etwas zu bieten hat, war nach diesem Abend allen Besucherinnen und Besuchern ganz klar. Bernhard Stirnemann, ein Schlager-Duo, ein Percussioner, Alphorn und Canzoni italiani waren nur einige der Attraktionen dieses gelungenen Abend.

Dank diese Erfolgs wird heuer dieser Matte-Künstlerabend neu aufgelegt. Wir sind überzeugt, dass sich auch dieses Jahr wieder einige musikalische Perlen aktivieren lassen und freuen uns auf:

Donnerstag, 8. Dezember 1994, 20.00 im Wasserwerk

Über das Programm orientieren die Anschläge im Schaukasten beim Matte-Lift und beim Wasserwerk selber!


Steinbock - Menu

Menü für spartanische Steinböcke

In dieser üppigen Zeit hat ein Geselle/eine Gesellin Geburtstag, der/die es simpel und karg mag.
In diesem Geiste versuche ich ein spezielles, aber einfaches Festmenu zusammenzustellen.

Rotkraut-Suppe mit oder ohne "Eierschwümmli"

  • 400 g gekochtes Rotkraut
  • 8 dl Bouillon
  • 5 dl Halbrahm
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Prisen Lebkuchengewürz
  • etwas Zitronensaft

nach Belieben:

  • 100 g Eierschwämme geviertelt
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz
  • 2 EL geschlagener Rahm
  • glatter Peterli

Rotkraut, Bouillon und Rahm zusammen aufkochen und 15 Min. köcheln lassen. Im Mixer oder mit Stabmixer fein pürieren. Wenn Sie Lust haben durch ein Sieb streichen und nochmals aufkochen. Die Butter beigeben und mit Salz, Pfeffer, etwas Lebkuchengewürz und nach Belieben mit Zitronensaft abschmecken. Die Eierschwämme im heissen Olivenöl anbraten und salzen. Die Suppe aufkochen, den geschlagenen Rahm beigeben und unter kräftigem Rühren nochmals aufkochen. Heiss servieren, die Eierschwämme dazugeben und mit einem Blatt Peterli garnieren

Die Toscana bietet nicht nur Spitzenweine an, sondern auch kulinarische Freuden. Einfache, schnörkellose Gerichte, verbunden mit intensiven Gerüchen, werden in Ihnen ferne Erinnerungen wecken. Auf meiner Suche stiess ich auf ein Rezept, das Sie unbedingt ausprobieren sollten. Es lässt sich beliebig mit anderem Wildgeflügel zubereiten.

Perlhuhn in Rotwein geschmort

Faraona al vino rosso

  • ca. 1 1/2 kg Perlhuhn in 8 Stücke zerlegt
    (in der Weihnachtszeit vorbestellen)
  • Olivenöl
  • 1/2 Flasche junger Chianti
  • 3 Knoblauchzehen
  • Lorbeerblatt
  • kleines Stück Peperoncino
  • wenig Fenchelkraut, ein kleiner Zweig frischer Rosmarin
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Tomaten, geviertelt und geschält
  • 200 g Perlzwiebeln frisch und geschält
  • 16 schwarze Oliven, entsteint und halbiert

Olivenöl im Schmor- oder Brattopf erhitzen und die gesalzenen Perlhuhnstücke portionenweise anbraten, bis sie goldbraun sind. Die Stücke in den Topf legen, den Rotwein dazugiessen, den Knoblauch sowie die Gewürze beigeben. Zwiebeln, Oliven und Tomaten obenauf verteilen und unbedeckt in den auf 150 Grad vorgeheizten Ofen stellen (Mitte). Die niedrige Gartemperatur garantiert, dass das Perlhuhn nicht austrocknet! Ungefähr 1 1/4 bis 1 1/2 Stunden im Ofen lassen. Sie können das Gericht auch auf dem Herd zubereiten, auch hier auf eine niedrige Hitze achten! Nach ungefähr 30 Min. die Flüssigkeit probieren und allenfalls nachwürzen, plus 1 - 2 Tropfen Zitronensaft, ja nicht mehr!, beigeben.

Als Beilage eignet sich Polenta oder die sogenannte Torta di Ceci, ein Art Brot, das gar nichts mit einer Torte zu tun hat, sich aber hervorragend zu der Sauce eignet:

  • 150 g Kichererbsenmehl
  • 4 1/2 dl Wasser
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • wenig fein geschnittener Rosmarin

Alles gut vermischen und 1 - 2 Std. ruhen lassen. Auf ein gut geöltes Blech streichen und im vorgeheizten Ofen, 200 Grad, während etwa 30 Min. goldbraun backen. Bereiten Sie dieses "Fladenbrot" vor dem Perlhuhn vor. Wenn es fertig geschmort ist, halten Sie den Schmortopf auf einer Platte warm und stossen das Blech mit der Torta nochmals in den Ofen, heizen diesen aufs Maximum, damit die Torta warm wird. In Stücke schneiden und sofort servieren.

Dazu servieren Sie einen feinen Toscanerwein.

Buono appetitio!

Ihre Kochhexe
Kochhexe
Jacqueline Vuillien

 


Dr läbig "Adväntskaländer" ir Matte u ä Zyt der Begägnig

Ein grosses "Merci" all denen, die diesen "Advents-Kalender" überhaupt ermöglichen. Worum geht es: Ab dem 4. Dezember wird in der Matte das eine oder das andere Fenster ein ganz bestimmtes Aussehen haben. Es wird weihnachtlich dekoriert, beleuchtet sein und eine Zahl beinhalten: Das Tagesdatum. An diesem Tag gibt es eine "offene Tür", dies zwischen 18.00 und 19.00 Uhr. Die MättelerInnen sind in diesem Hause zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Wann und wo ist der untenstehenden Liste zu entnehmen - in diesem Sinne: Auf Wiedersehen im "Adventskalender-Törli!"

  • Adventskalender- Törli
  • Begegnungen zwischen
    18.00 und 19.00 Uhr

24. Dezember: Der ganzen Matte ein schönes Weihnachtsfest!


Zwei MättelerIn stellen freundlicherweise Ihren "Briefwechsel der Extremen" der Matte-Zytig zur Verfügung: Zum Nachdenken, Anregen und Schmunzeln!

Liebe MATTE Zytig

Die Antwort der lustigen Witwe auf meinen Brief empfinde ich als Zumutung; ich muss schon sagen! Ein seniler, schulpflichtiger Spiesser soll ich sein, gut so! Wenn ehrliche Arbeit und seriöser Lebenswandel verwerflich sein soll, meinetwegen. Aber jemand muss noch Sorge tragen zu unserem schönen Quartier, es gibt nicht nur Nachtschwärmer sondern auch Leute die tagsüber hier leben. Und es gibt Kinder, die hier zu Hause sind und draussen spielen wollen.

Liebe Redaktion, man kennt sie ja wohl, diese luftigen, noch recht attraktiven Witwen, die sich jeden Abend auf der Gasse herumtreiben. Sehr geehrte Frau Witwe, es wirkt bestenfalls lächerlich wenn jemand in Ihrem Alter sich derart bei den Jungen anbiedert - Sie werden nicht jünger davon. Aber wenn Sie schon die Rente Ihres Mannes verjubeln wollen, so machen sie das bitte nicht hier unten in der Matte, besuchen Sie doch einen der schönen Senioren-Kurse, ich empfehle "Wie plane ich mein Alter"!

Liebe Matte-Zytig

Also nein! Dieser P.D.S. aus 3011 muss ja wohl eine herzlose Matte-Ratte sein. Witwen haben es schwer. Sie müssen ihre Trauer um den verstorbenen Ehepartner doch irgendwie loswerden. Das hat nichts zu tun mit Nachtschwärmerei. Dafür aber mit wieder gefundener Lebenslust. Und dazu hat mir das lebendige Matte-Quartier sehr geholfen. Und die liebenswerten Mättelerinnen und Mätteler auch. Keine Angst, P.D.S. Aus 3011; Ich plane mein Alter schon selber. Und auch dabei hilft mir die Matte bestens. Hier finde ich zum Beispiel Kochkurse mit Gleichgesinnten, astrologische Beratungen, preiswerte Coiffeusen, gemütliche Beizen und eben... ein noch funktionierendes Nachtleben. Lieber Clubs als Pillen, um Himmels Willen!

Die lustige Witwe aus 3011 ( Name der Redaktion auch bekannt)



Leserbriefe und Reaktionen aus der Matte!

Lettres d'amour

Liebe Frau oder Herr P.D.S aus 3011

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Auch ich, und viele, die mich zu diesem Thema ansprechen, sind Ihrer Meinung.

Dass man, wenn man wie Sie eine eigene Meinung hat, mit Peter der Schreckliche oder senile Spiesser tituliert wird, ist mir aus eigener Erfahrung nicht fremd. Auch der Rat, aus der Matte zu verschwinden, ist nicht neu. Was ist nur aus unserer schönen Matte geworden?

vor nicht allzulanger Zeit durften wir im Matte-Leist noch anderer Meinung sein als unser Präsident, ohne von ihm gleich in die Schranken verwiesen zu werden. Wir wollen aber nicht den vergangenen Zeiten nachtrauern, sondern gemeinsam versuchen, wieder mehr Lebensqualität in unser Quartier zu bringen. Dazu gehört aber auch, dass wir nicht so manches Wochenende schlaflos verbringen müssen. Die von einigen so hochgespielte "Kultur" in der Matte, bringt uns Anwohnern eigentlich ausser viel mehr Autoverkehr und sonstigem Lärm, gar nichts.

Wenn wir alle uns wieder etwas mehr Mühe geben, den Andern und seine Anliegen auch zu verstehen, werden vielleicht in Zukunft die Leserbriefschreiber mit dem eigenen Namen zum Geschriebenen stehen.

Somit würden aus "P.D.S aus 3011 und lustige Witwe aus 3011 Menschen mit Namen! Ich wünsche allen Mattebewohnern eine ruhige Zeit und frohe Festtage.

 

Heidi Iseli Badgasse 21

 


Eindrücke zu Ein- und Aus(?)blick einer Vorstandssitzung des Matte-Leists

Als Gastgeberin für die Herren des Vorstandes, leider waren an diesem Abend keine Damen anwesend, erlaube ich mir, den Matte-Bewohnern an dieser Stelle meine Eindrücke von dieser Abendsitzung zu schildern. Ausnahmsweise und nicht am Schluss der Sitzung wurde von meinem Arbeitnehmer aus den Triva-Werkstätten ein zünftiges Abendessen kredenzt. Ob es geschmeckt hat? Nun, fragt sie doch einfach persönlich! Jetzt aber zu weit wichtigeren: Ich durfte erleben, wie engagiert man sich für die Angelegenheiten der Matte ein- und auseinandersetzte. Das vielseitige und bunte Bild de Matte spiegelte sich in dieser Runde wieder und hinterliess bei mir den Eindruck einer konstruktiven Zusammenarbeit und dem ernsten Bemühen um das Wohl der Mattebewohner. Quintessenz: Wir sind bei ihnen gut aufgehoben und umgekehrt.

von Ute Nora Stäuble Triva Projekt

 

in eigener Sache

Ich möchte an dieser Stelle noch etwas ergänzen zum Brief von Ute Nora. Ich denke, dass es wichtig ist, dass wir gemeinsam etwas erreichen können. Sei es bei Verkehrsmassnahmen oder sonstige Anliegen im Quartier. Ich möchte vermehrt eure Meinungen und Bedürfnisse hören. Alle haben etwas zu sagen! deshalb möchte ich Euch bitten sagt das was ihr zu sagen habt. Alles was nach aussen geht kann eine Veränderung bewirken. Jeder von uns trägt ein Teil der Verantwortung für dieses Quartier. Auch Du oder Du bist verantwortlich, dass wir zusammen etwas erreichen können. Der Matte-Leist kann nur mit Hilfe der Matte-Bewohner etwas ändern oder tun! also schreib oder sag uns deine Meinung oder ganz einfach das was du zu sagen hast!

Rosmarie Bernasconi

 


Weitere Weihnachtswünsche....

Ernst Kursawe

Ernst Kursawe, Choch im Mühliredli "Dass es allne guet geit und vom Chrischtchindli wünsche ni mir ä Fachma wo zu mir hei chunt der Fernseh nöi cho ischtelle."



Ischiie Irsaweke, Ichche ime Ihlimeidlire "Issde ise illnee ietge iitge inde imve Ischtchreindliche inschewe ine irme ä Ichfeime iwe ize irme iihe intche irde Irnfeihse iine iche ischtellee."

 


Mut zur Wut

Eine Kurzzusammenfassung einer Reportage von Frau Edith Jörg aus annabelle Nr. 22/94. Wir danken für die Genehmigung.

Ich möchte Ihnen eine Zitaten-Zusammenfassung der, für mich, wichtigsten Aussagen dieser äusserst interessanten Reportage geben:

  • Wut ist ein wichtiges Signal für fällige Veränderungen. Sie sollte nicht verdrängt werden. Ihre Energie lässt sich wirksam für positive Ziele einsetzen.
  • Wer hat das nicht schon erlebt:
  • Man kocht vor Wut, ärgert sich grün und blau, oder sieht nur noch rot. Am liebsten möchte man seiner Wut freien Lauf lassen und dem anderen gehörig seine Meinung sagen, tut es aber nicht, weil man den Konflikt scheut oder weil man sich ohnmächtig (ohne Macht) fühlt, etwas zu ändern.
    Wut empfinden wir als etwas Unangenehmes und als eine mächtige Kraft, die sich unserer Kontrolle entzieht.
  • Früher galt es als unanständig, seine Wut zu zeigen. Christa Nienhaus, Psychologin, plädiert dafür, "Wut als Stärke zu erkennen und als Anstoss zu Veränderungen zu nutzen." Deshalb sollte man sich fragen, was einem wütend macht, wo das Problem liegt und wessen Problem es ist. Nienhaus: "Man sollte seine Energie nicht darauf verwenden, den anderen ändern zu wollen. Aendern kann man nur sich selbst."
  • Man kann mit Wut bewusst umgehen und sich für eine Reaktion Zeit lassen. Da hilft manchmal die alte Volksweisheit weiter: "wenn du wütend bist, zähle auf fünf, wenn du sehr wütend bist, zähle auf zehn, bevor du reagierst."
  • Ziel der Wutäusserung sollte das Abklingen der Wut und die Verbesserung der Beziehung sein und nicht, den anderen zu entwerten, ihn zu verletzen. Seine Wut mitzuteilen bringt in der Regel eher eine Veränderung und wirkt beruhigender als Herumbrüllen und verletzende Bemerkungen, die den anderen ziemlich sicher zu einem Gegenangriff oder zur Flucht veranlassen.
  • Christa Nienhaus: "Eine Wutexplosion kann im Moment gut tun und Entlastung bringen, ändert aber keine festgefahrenen Verhaltensmuster." Wichtig ist, den anderen klarzumachen, was sein Verhalten ausgelöst hat. Die Beschreibung des eigenen Zustandes stellt weniger einen Angriff dar und regt eher zur Wiedergutmachung an als verbale Aggression.
  • In unserer auf Rationalität und Effizienz ausgerichteten Gesellschaft gelten Gefühle eher als Störfaktor denn als sinnvolle Botschaft unserer Seele, und der Ausdruck von Gefühlen wird ins Private verbannt.
  • Wut erinnert daran, dass etwas nicht stimmt, dass etwas verändert werden sollte. Anstehende Veränderungen lösen Angst aus, und ausserdem ist es bequemer, alles beim Alten zu belassen, auch wenn die gegenwärtige Situation unbefriedigend ist. Oder man geht Konflikten aus dem Weg, weil man Ablehnung oder gar Vergeltung befürchtet.
  • Wut ist nie berechtigt oder unberechtigt, sie ist da, hat ihre Gründe und sollte wahrgenommen werden.
  • Was Wut auslöst, ist individuell verschieden und hängt von persönlichen Einstellungen und Prägungen ab.
    Eine wichtige Rolle spielen auch gesellschaftliche Normen und Wertvorstellungen. Wut entsteht, wenn persönliche Erwartungen nicht erfüllt werden oder wenn gesellschaftliche Konventionen und Regeln des Zusammenlebens wie Gleichberechtigung, Fairness, Anstand, Gerechtigkeit absichtlich oder unabsichtlich missachtet werden. Man/frau fühlt sich gekränkt, verletzt, gedemütigt, ungerecht behandelt, blossgestellt oder nicht beachtet. Aber auch Gefühle wie Frustration, Neid, Eifersucht und Scham lösen Wut aus.
  • Wenn es einem gelingt, konstruktiv mit Wut umzugehen und ihre Energie bewusst für seine Ziele und Bedürfnisse einzusetzen,ist es eine positive Kraft

"Mut zur Wut - aber gewusst wie!"

So drücken Sie Ihre Wut wirksam aus:

  1. Ursachen erforschen
    "Warum bin ich wütend? Wo liegt das Problem? Wessen Problem ist es?"
  2. Ziel definieren
    "Was will ich mit meiner Wut erreichen, was will ich verändern?"
  3. Konsequenzen bedenken
    "Wie will ich meine Wut ausdrücken, um mein Ziel zu erreichen? was könnte im schlimmsten bzw. im besten Fall passieren, wenn ich meine Wut auf diese Weise ausdrücke?"
  4. Wut ausdrücken
    "Die Reaktion soll situationsbezogen und angemessen sein und Veränderungen erleichtern, nicht blockieren."
  5. Entschlossen sein
    "Man sollte seine Wut nicht ausdrücken ohne die Absicht, die anstehenden Konsequenzen zu ziehen."
  6. Entschuldigungen akzeptieren
    "wenn eine glaubhafte Entschuldigung ausgesprochen oder die Wiedergutmachung des Schadens angeboten wird, sollte die Wut enden."

Äs schöns nöis Jahr mit viu Gfühl wünsch ig Euch

Jacqueline Vuillien

 


Heinz Inderbitzi "I wünsche mir ä schöni Uslandreis für ds nächschte Jahr, entweder Afrika oder Südamerika."

Inehe Indereitzibe "Ie inschewe irme ä inische Iseindleiisre irfe ds ichschtene Ihrje inteiderwe Ifrikae idere Idseimerikae."


Merci, Danke, Gracie, Da....

An den Präsi, Vorstand und MitstreiterInnen für ihren Einsatz. An alle Mitglieder, Neumitglieder und solche, die es werden wollen für die Unterstützung. An alle SponsorInnen und WohltäterInnen für die Liebe zur Matte und an alle, die in irgend einer Weise zur Gemeinsamkeit beigetragen haben.

Merci viumau!

Wir wünschen allen eine wunderschöne Weihnachtszeit und ein warmes und ruhiges 1995.

Jacqueline und Rosmarie

 


Konzert in der Nydeggkirche, Bern
Samstag, 17. Dezember 1994 20.00 Uhr

Ruth Margot, Gesang
Hans Peter Graf, Kirchenorgel und E-Piano
Bänz Margot, Schlagzeug
Res Margot, Bluesharp und Kontrabass
Leitung: Pfarrer M. Suter
Eintritt frei, Kollekte

M-Gospel will nach den letzten Weihnachtskonzerten auch dieses Jahr den Zuhörern wieder eine Stunde Freude, Entspannung und Erholung bieten. Es wird für die Besucher wie auch für die Musiker ein schönes Erlebnis sein, den Gesang und die Instrumente in der wohlklingende Kirche zu geniessend. Die Gruppe hat das Programm von verschiedenen Musikern übernommen und arrangiert, wie Lieder von Ray Charles, Dollar Brand, Mahalia Jackson. Dazu gesellen sich auch einige eigene Lieder.

M-Gospel hat besondere Freude, wenn möglichst viele Mätteler und Altstadtbewohner am Konzert teilnehmen. Sicher spricht diese Musik neben der älteren Bevölkerung auch Kinder und Jugendliche an!

Res Margot

 


Plattentaufe im Wasserwer

Mittwoch, 7. Dezember 1994, Zeit 21.00

Ueli Müller schlägt zu

Dass die Matte das "quartier latin" von Bern ist, wissen alle, die hier nicht nur durchfahren, sondern sich etwas Zeit nehmen und in den Lauben und Gassen an der Aare herumhören.

Ueli Müller, Komponist, Bandleader und Schlagzeuger aus der Matte hat sich mit seiner Band an eine Platte gewagt. Um es gleich vorwegzunehmen, es ist eine Platte für Jazzliebhaber. Entsprechend eigenwillig sind auch die Kompositionen auf der Platte. Das Konzept heisst "free pulse", die Platte "blue moods". Es ist ein vielfältiger Querschnitt durch das Schaffen der profilierten Jazz-Musiker, eher eine Werkschau als ein in sich geschlossenes Gesamtwerk. Der Wunsch der drei Musiker, offen zu sein in alle Richtungen ist angenehm deutlich spürbar, etwa in "oriental night".

achdenkliche, langsamere Stücke mit schaurig schönen Bläsern regen zum Nachdenken und Träumen an. So richtig auf Touren kommt die Band bei den fetzigeren Stücken. Besonders zu begeistern vermögen die gefühlvoll unterlegten südamerikanischen Rhythmen. Alles in allem, ein gelungener Start, die MATTE-Zytig gratuliert den Künstlern zu ihrem Werk und wünscht ihnen viel Erfolg.


Impressionen 4

Beziehungen

was bedeuten Beziehungen? was sind Beziehungen in unserer heutigen Welt noch Wert? Ist es die Liebesbeziehung? Die Arbeitsbeziehung? Die geschäftliche Beziehung? Oder ganz einfach die Beziehung zwischen Menschen:die zwischenmenschliche Beziehung. In der heutigen Zeit haben wir viel zu wenig Zeit um unsere Beziehungen zu pflegen. Wie schön ist es, mit lieben Menschen an einem Tisch zu sitzen und zu reden. Wie angenehm ist es, mit dem Nachbar oder der Nachbarin einige Worte zu wechseln. Wie schön ist es, auf der Strasse wildfremden Menschen ein Lächeln zu schenken. Wie wunderschön ist es,auch, von einem Menschen umarmt zu werden.

Wir haben jederzeit die Möglichkeit Beziehungen einzugehen. Wie wichtig ist es dabei, andern Menschen mit offenem Herzen zu begegnen. Wie viel menschlicher, wird das Leben wenn ich die Wärme eines andern spüren kann. Wie wenig brauche ich zu tun, um auf andere Menschen zuzugehen. Ich denke, dass vorallem in dieser Zeit es ganz besonders wichtig ist, das Herz offen zu halten, auch wenn der andere das Herz gegenüber sich selber geschlossen hat. Kannst Du Dir vorstellen jeden Tag einem wildfremden Menschen ein Lächeln zu schenken? Vielleicht wird es eines Tages erwidert, und Du spürst die Nähe und die Beziehung zu diesem Menschen auch, wenn er Dir fremd ist! Ich wünsche Dir eine beziehungsreiche - und schöne Zeit.

Rosmarie Bernasconi