Die Berner Matte - Archiv

News und Oldies aus der Berner Matte - dem sympathischen Quartier an der Aare

Matte-Zufahrt und Matte-Poller

Die Polleranlage steht bei der Einmündung der Weihergasse in die Aarstrasse, ungefähr bei der Jugendherberge. Bei der anderen Zufahrt zum Quartier, beim Nydeggstalden / Untertorbrücke stehen keine Poller. Weiterlesen und Plan ansehen hier

Die Matte twittert

@mattequartier und weitere Twitternde aus dem Quartier und so

Welcome to the Matte

Some few informations and links in English!

Matte-Zytig Juli 1997

Quartierzeitung aus der Berner Matte

Ausgabe Juli 1997

Speziell - Programm Matte-Fest 1997 - Speziell


Inhaltsverzeichnis


Was tut sich im Leist?

Wir stehen kurz vor dem Start des Ratte-Festivals! Auf Grund unserer Erfahrungen vor 2 Jahren, findet dieses Fest während drei Tagen statt; dadurch verteilen sich die Infrastrukturkosten besser. Ein Novum dabei ist die Deckung eines eventuellen Defizits: neben dem Matte-Leist steht das OK mit Fr. 14'000.- (im 2.Rang) gerade! Wenn uns der Wettergott gut gesinnt ist, dürften wir aber mit einem schönen Gewinn rechnen! Das Programm ersehen Sie in "Kurzform" in dieser Ausgabe; Mitte August werden wir Sie im Détail weiter informieren. Wir freuen uns, wenn Sie aktiv oder als Besucher unser Fest mitgeniessen!

Das Tagesgespräch dreht sich momentan primär ums Wöschhüsi! Dank der initiativen Vereins-Kommission, unter dem rührigen Präsidenten Niklaus Huber, rückt die entsprechende Realisation immer näher! Am Ratte-Festival betreut sie die Leist-Beiz mit verschiedenen Angeboten und Attraktionen; sein Reingewinn geht direkt auf's Konto der Wöschhüsi-Sanierung. Sie werden mitte August genauer informiert! Leist-Mitglieder werden speziell belohnt mit Konsumations-Vergünstigungen! (Beachten Sie auch das Interview "Wöschhüsi im Gespräch".)

Rückblickend auf die vergangenen Monate haben wir uns vor allem mit Korrespondenz an Stadtpräsidium und Polizei bemerkbar gemacht. Da die entsprechenden Inhalte in unseren Anschlagkästen ersichtlich waren (und auch in BZ vom 29.4.), beschränke ich mich nachfolgend auf's Wesentliche. Wir sind der Ansicht, dass sich die Stadt um unsere Probleme nicht kümmert! Der (verbotene) Durchgangsverkehr, die Parkplatzprobleme, verbunden mit dem entsprechenden Lärm, sind ungelöst. Nachts (bis in die frühen Morgenstunden) ist dies besonders schlimm - für einige Anwohner fast unerträglich. Ergänzend erwähnten wir verschiedene Ungereimtheiten, Vorschläge etc.

Am 14. Mai fand eine Besprechung bei der Stadtpolizei statt; hierzu bloss auszugsweise einige Gesprächspunkte:

Durchfahrtskontrollen wurden infolge Bauarbeiten 1996/97 keine durchgeführt, bloss Geschwindigkeitskontrollen. Die Möglichkeit, auf den Strassen (Boden) Tempo 30 zu markieren, wird abgeklärt.

Parkplatz-Markierungen und -Anordnungen an der Aarstrasse dürften folgen (blau, ohne Anwohner-Vignette!), wie auch im Bereich Gerberngasse und Mühleplatz werden geprüft (weiss).

Lärm- und Parkprobleme nachts sind auch aus Sicht der Polizei "tatsächlich unhaltbar. Am Wochenende 11./12.4. wurden 44 Widerhandlungen geahndet. In nächster Zeit werden weitere Kontrollen im Rahmen des Möglichen vorgenommen." Allerdings verspricht man sich hierzu keinen grossen Erfolg.

Es wird festgestellt, dass dieses Problem nur durch eine Mattensperre Freitag und Samstag Nacht gelöst werden kann, mit Kontrollorganen der Securitas. Die Kosten betragen pro Nacht ca. Fr. 400.- und müssten vom Matte-Gewerbe übernommen werden (Restaurants, Clubs etc.). Obwohl wir uns dieser Meinung anschliessen, sind wir der Ansicht, dass die Stadt diese Kosten übernehmen müsste: das Parkproblem ist eine Frage der öffentlichen Ordnung und fällt damit in den ausschliesslichen Zuständigkeitsbereich der Stadt. (Die Stadtkasse nimmt über die Billetsteuer aus der Matte jährlich Fr. 100'000.- ein!)

Gastgewerbe trägt Verantwortung für Ruhe und Ordnung seiner Gäste beim Verlassen ihrer Lokale, eventuell über einen speziellen Türsteher. "Bei allfälligem Verstoss gegen diese Regelung kann dem Betreiber die Bewilligung entzogen werden."

Tagesbewilligungen für Parkieren in Blauen Zonen (Votum aus u/HV) à Fr. 8.- sind vor allem für Gäste/Besucher gedacht, und werden nicht von Pendlern benützt. Ein Vorstoss, die Bewilligungen auf Fr. 10.- zu erhöhen, wurde vom Gemeinderat abgelehnt!

Polizeiposten in der Matte sei über den Verkehr nicht begründbar, und "undenkbar, insbesondere weil bis anhin keine Klagen in Sachen Bedrohung eingegangen seien!!!"

Bis Redaktionsschluss haben wir leider vom Stadtpräsidium noch keine Stellungnahme erhalten - solche sind auch erst seit 14. November 1996 ausstehend!

Im Rahmen des geplanten Jahresprogramms fand am 2. Mai das Frühjahrs-Apéro im Kochstudio statt, wobei sich vermehrt Anwohner verwöhnen liessen. Wir danken Jacqueline Vuillien und ihrer Equipe bestens für die umsichtige Durchführung.

Am 4. Juli erfolgte die Einweihung der Mattebach-Sanierung, im Beisein des Baudirektors Adrian Guggisberg; er wurde mit einer originellen Urkunde geehrt! Wir freuen uns sehr über die fein empfundenen Verschönerungen (mit Pflästerungen, geöffnetem Bach im Bereich der Schulhäuser, etc. - fehlende Bäume werden erst im Herbst gepflanzt!) und sind gespannt, wann uns die ersten Fische im Bach begrüssen! Wir danken allen Beteiligten nochmals für Ihre Bemühungen, die Matte noch schöner und attraktiver zu gestalten.

Anschliessend genossen wir den traditionellen Sommernachts-Grill-Plousch, trotz unfreundlicher Witterung... in einem Festzelt!

Der 1. August beschert uns zum zweiten Mal mit dem Aarelüüchte - und mit der gemütlichen Matte-Beiz beim kleinen Schulhaus. Ihr Besuch wird sich lohnen! (Bei Redaktionsschluss war nicht bekannt, ob die Wetterlage die Durchführung dieses Anlasses erlaubt!)

Vom 29. bis zum 31. August findet das Matte-Fest mit vielen Attraktionen und mit unserer Wöschhüsi-Beiz statt.

Das Jahresprogramm wird mit der beliebten Aktion der lebendigen Adventsfenster schliessen. Entsprechende Vorarbeiten übernimmt in verdankenswerter Weise wiederum Jacqueline Vuillien (Tel. 312 34 57) und sie erwartet gerne spontane Anmeldungen. Wir danken im voraus allen interessierten Kreisen - die Daten werden in der nächsten MATTE-ZYTIG publiziert.

Gleichzeitig sehen wir vor, die allgemeine Weihnachts-Dekoration, zusätzlich zu unseren Weihnachtsbäumen, zu fördern und werden uns mit entsprechenden Ideen noch melden.

Wir freuen uns über die gemeinsamen Interessen, die Förderung der gegenseitigen Kontaktnahmen, verbunden mit Verständnis für den "Anderen".

Wir freuen uns auch, dass die "Altstadt-Leiste" uns mit ihrer Brunne-Zytig gratis beliefern und Sie dadurch auch einen Einblick in die Tätigkeit der "Stadt-Leiste" erhalten, welche naturgemäss sich von der unsrigen abhebt.

René Stirnemann, Präs.

Matte- Vision (Teil 5)

Die Fortsetzungsgeschichte aus dem Berner Matte-Quartier

Ludwig Lustfeld recherchierte was das Zeug hielt. Zuerst konnte er die Zusammenhänge nur schwer erkennen. Danach setzte er die einzelnen Ermittlungen wie ein Puzzle zusammen und fand heraus, was er schon immer vermutet hatte; mit dem "Projekt Parkanlage Matte" wollte die berüchtigte Wagenpark GmbH alles andere als eine Parkanlage im Grünen erwirken. Im Gegenteil: Unter dem hinterhältigen Titel beabsichtigten die im Mattequartier ansässigen Autofanatiker den Bau eines Parkhauses, und zwar mitten auf bzw. unter dem Mühleplatz. Die Baubewilligung hatte ihnen die Stadt erteilt und die Baupublikation war so unauffällig wie möglich veröffentlicht worden. Ludwig Lustfeld war zudem auf dem besten Weg, neben der drahtziehenden Wagenpark GmbH auch die finanzkräftigen Hintermänner ausfindig zu machen. Er war den "Tätern" ganz dicht auf der Spur. Wenn er beweisen konnte, wer alles hinter der Finanzierung steckte, dann sollten einige Leute ziemlich kalte Füsse bekommen. Und zwar hauptsächlich, weil sie selbst in der Matte ansässig waren! Ein Kleinkrieg oder zumindest eine grössere Auseinandersetzung zeichnete sich ab, falls Lustfeld die Namen und Absichten dieser Mattebewohner in seinem Blatt veröffentlichen sollte. Lustfeld wurde zudem bewusst, dass die Sache immer heisser wurde. Er selbst befand sich mittlerweile in einer heiklen Situation, aus der es, wollte er seine Recherchen publizieren, kein Zurück mehr gab. Der Redaktor wandte sich deshalb nochmals an seine Freunde in der Matte (denen er 100 %ig vertraute) und sicherte sich intern, das heisst innerhalb der "Baumkrone"-Redaktion, ab.

Wie abgemacht meldete sich Madeleine Loosli bei ihren neuen Bekannten. Da ihr die Zeit davonlief, wollte sie Heinz Gfeller und Roland Bohnenblust so rasch als möglich treffen. Und weil sie das alte Sandsteinhaus an der Wasserwerkgasse bisher nur von aussen gesehen hatte, schlug sie vor, dass sie sich noch am selben Abend in Roland's Wohnung treffen sollten. Kam dazu, dass sie Gärtner Roland auf Anhieb sympathisch fand und sie so gerade einen Blick in sein Heim werfen konnte. Als sie gegen halb Sieben klingelte, war sich doppelt nervös. Sie hatte ungewöhnlich lange vor dem Spiegel gestanden und das Herz klopfte ihr bis zum Hals, als Roland die Haustür öffnetet. "Hallo Madeleine, komm doch rein", nahm er sie freudig in Empfang und drückte ihr spontan drei Willkommensmüntschis auf die Wange. Erleichtert setzte sie sich und erkundigte sich nach Heinz Gfeller. "Der kommt etwas später." Als dieser etwa eine Stunde später eintraf, wusste Madeleine Loosli bereits, dass sie mit ihren beiden neuen Kumpannen zusammenspannen wollte. Heinz Gfeller schlug vor, dass die Architektin so lange als möglich "im Geschäft" bleiben sollte. Und das hiess nichts anderes, als dass sie ab sofort ein Doppelspiel betreiben musste. Nur so konnte sie an möglichst viele Informationen über den geplanten Umbau herankommen und an die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner weiterleiten. Und wenn einmal genügend Hinweise über die hinterhältigen Methoden der Bauherren auf dem Tisch lagen, konnte sie im letzten Moment noch immer aussteigen. Wie das alles funktionieren sollte, wusste zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Und nicht zuletzt ging Madeleine Loosli dabei auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Ihr Engagement auf zwei Ebenen konnte sie letztendlich gar ihren Job und ihren guten Ruf kosten. Irgend ein Gefühl sagte ihr aber, dass sie sich auf dem richtigen Weg befand. Und da waren ja noch ihre Gefühle für einen Herrn namens Roland Bohnenblust..

Kommissar Adrian Nussbaum reiste zusammen mit Assistent Glatzmann nach Sonceboz, um dem Hotelier Joe Le Sentier auf den Zahn zu fühlen. Es entfachte sich gerade ein strahlend schöner Frühlingstag, als sie von Biel durch die engen Schluchten in den Jura fuhren. Das Hotel de la Couronne befand sich auf einer kleinen Anhöhe über dem Dörfchen Sonceboz. Der Anfahrtsweg war seit Jahren nicht mehr asphaltiert worden und das uralte Haus hätte auch wieder mal einen Anstrich nötig gehabt. Als die beiden Polizisten die Empfangshalle betraten, kam ihnen ein gepflegter Mitfünfziger entgegen. Er begrüsste sie auf französisch, stellte aber sofort um, als er die holprigen französischen Brocken von Kommissar Nussfeld bemerkte. "Guten Tag meine Herren, was wünschen Sie." Nussbaum stellte sich und seinen Assistenten vor und kam wie immer sofort zur Sache. Glatzmann schwieg standesgemäss. "Sind Sie Joe Le Sentier, Besitzer dieses Hotels und Sektionsführer der Wagenparkt GmbH Jura?" Le Sentier nickte nur stumm. "Haben Sie vor etwa 2 Wochen einen Gast namens Alfred X. Gilgen beherbergt?" Wiederum nickte Le Sentier. Sein Gesichtsausdruck wies keine verdächtige Spuren auf. Der Hotelier blieb seelenruhig. "Dann erzählen Sie mal von ihrem Gast; was hat er den ganzen Tag gemacht, wie hat er sich verhalten, hatte er eine hohe Telefonrechnung?" Le Sentier holte cool ein Dossier aus dem Schrank und überreichte es den beiden verblüfften Polizisten. "Führen Sie eigentlich über jeden Gast ein eigenes Register", fragte Glatzmann. "Nein, nur wenn sich jemand auffällig benimmt", war die trockene Antwort Le Sentier's. Während der nächsten Stunde prüften die beiden Beamte das "Dossier Gilgen" und staunten über die detailgetreue Aufzeichnung sämtlicher mehr oder weniger verdächtiger Handlungen, die der ehrgeizige Le Sentier notiert hatte. Warum in aller Welt hatte ein scheinbar so unauffälliger Hotelier ein solch genaues Dossier erstellt. Und was wusste der heimtückische Jurassier mehr als Nussbaum und Glatzmann. Mit der Einwillung Le Sentiers nahmen sie sämtliche Akten mit nach Bern und verabschiedeten sich vom Jurassier. Der nickte nur freundlich. Oder hatte Kommissar gar ein hinterhältiges Lächeln auf den Stockzähnen bemerkt?!?

"Die Baumkrone" war zwar nicht die meistgelesene Zeitung Berns, wurde aber doch von einem ansehnlichen Teil der alternativen Stadtbevölkerung gelesen. Aber auch Politiker und ein nicht zu unterschätzender Anteil sogenannter Schwarzleser (die niemals zugeben würden, dass sie eine solch linkslastige Zeitung lesen würden!) gehörten zu den regelmäsigen Konsumenten dieses Wochenblattes. Der ehrgeizige Redaktor Ludwig Lustfeld konnte sich nicht verkneifen, bereits im Vorfeld zum geplanten Artikel einige Andeutungen zu den geplanten Enthüllungen zu plazieren. In der Vorschau der letzten Woche hatte er "eine spezielle Geschichte aus dem Berner Mattequartier" angekündigt. Die Exklusiv-Story über die Aufdeckung der verdeckten "Wagenpark"-Pläne lag nun fix-fertig und druckbereit auf dem Tisch. Bevor er aber die Einwilligung zur Publizierung dieser Geschichte gab, sprach er nochmals mit seinem Kollegen Alfred Balsthaler. Dieser riet ihm, behutsam vorzugehen, vage Vermutungen (noch) nicht zu publizieren und lieber in der nächsten Ausgabe nochmals nachzuhaken. Lustfeld indessen hielt sich nur bedingt an die Tips seines schlagzeugspielenden Kollegen. Der Bericht in der "Baumkrone" war laut, klar und deutlich. In Lustfelds an gleicher Stelle publizierten Kommentar verlangte der Redaktor zudem den sofortigen Stopp dieses Projektes und eine Untersuchung gegen die Wagenpark GmbH. Und wie wenn das noch nicht genug wäre, liess er noch der Vermutung freien Lauf, "dass man dieser in der Matte ansässigen Firma so oder so einmal genauer auf den Zahl fühlen sollte." Für Aufruhr war ab sofort gesorgt...

Am Erscheinungstag sorgte der Artikel noch für verhältnismässig wenig Aufsehen. Erst, als sich die Enthüllungen wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreiteten, war plötzlich der Teufel los. Radio, Fernsehen und eine beachtliche Anzahl Printmedienvertreter interessierten sich für die Story. Wieder war es das Matte-Quartier, das betroffen war. Dessen Bevölkerung reagierte bestürzt auf die Enthüllungen. Der Haupteingang der Wagenpark GmbH wurde verwüstet, die Fassade beschmiert und einige Autos mit Wagenparkaufklebern demoliert. Viele Bürger der Stadt Bern solidarisierten sich mit der Matte-Bevölkerung und verlangten einen sofortigen Stopp des geplanten Baus. Bei der Wagenpark GmbH wurde der Artikel mit Bestürztheit aufgenommen. Geschäftsführerin Gudrun Nöthigenfels berief eine Notgeschäftsleitungssitzung ein, wo man einen Medienboykott beschloss. Auch Kommissar Nussbaum und seine Crew lasen den Artikel und beschlossen, mit Ludwig Lustfeld in Kontakt zu treten. Auf dem Weg zu seiner Wohnung wurden Adrian Nussbaum und sein Glatzmann jäh aufgehalten. Eine Meldung über den Polizeifunk liess die beiden Beamten rechtsumkehr machen. "Kommissar Nussbaum, fahren Sie doch ins Inselspital. Der "Baumkrone"-Redaktor Ludwig Lustfeld wurde vor wenigen Minuten beim Öffnen eines Paketes verletzt. Jemand hat ihm eine Briefbombe geschickt.

In der Microp-Zentrale in Zollikofen kam es derweil zu einem entscheidenden Treffen betreffend Umbau des alten Sandsteinhauses an der Wasserwerkgasse. Eine Monstersitzung bahnte sich an. Doch sie dauerte gerade mal 10 Minuten! Der grimmig dreinschauende Microp-Manager Georg Lang wirkte entschlossen und übernahm sofort die Initiative. "Frau Loosli, meine Herren, kommen wir zur Sache! Ab morgen gilt's ernst. Wir haben von oberster Stelle die Genehmigung zur Weiterverfolgung unseres Umbaus erhalten." Lang verteilte ein detailliertes Konzept inkl. Termin- und Budgetplan. Die anwesenden Sitzungsteilnehmer konnten es kaum fassen, als sie nach so kurzer Zeit ihre Zusammenkunft beendet war. Doch jetzt sollten den Worten Taten folgen. Geredet habe man genug, bekräftigte Georg Lang. Zitternd vor Angst verliess Architektin Madeleine Loosli das Glasgebäude. Sie wusste nicht mehr, wo ihr der Kopf stand und sass jetzt definitiv tief im Schlamassel. Als sie das Microp-Gebäude verliess wurde die Architektin von einer inneren Leer erfasst. Sie musste jetzt sofort zu Roland Bohnenblust. Er war der einzige, der ihr zu diesem Zeitpunkt noch weiterhelfen konnte. Zuhause angekommen leerte sie als erstes ihren Briefkasten. Und was sie da vorfand verschlug ihr endgültig den Atem. In einem Brief der Wagenpark GmbH wurde sie angefragt, ob sie den Auftrag der geplanten Parkanlage auf dem Mühleplatz annehmen wolle. Sie schluckte dreimal tief, griff zum Telefonhörer und 10 Minuten später lag sie schluchzend in den Armen Roland Bohnenblust's, der sich auf dem schnellsten Weg von seinem Arbeitsort zu Madeleines Wohnung gemacht hatte.

Ludwig Lustfeld hatte Glück gehabt. Nur dank einem Reflex in allerletzter Sekunde entging er dem sicheren Tod oder zumindest schwereren Verletzungen. So plagte sich der frischeingelieferte Journalist "nur" mit einigen leichten Verbrennungen und Schürfungen herum. Doch der Schock sass tief. Kommissar Nussbaum und sein Assistent Glatzmann konnten dem Briefbombenopfer nur kurz einige Fragen stellen und ordneten nun eine 24-stündige Bewachung seines Spitalzimmers an. Währenddessen machten sich die gesamten Deutschschweizer Medien auf die Suche nach den Details aller in den letzten turbulenten Wochen ereigneten Tatsachen. Der Fall Gilgen wurde neu aufgerollt, ebenfalls der geplante Umbau des alten Sandsteinhauses an der Wasserwerkgasse. Aber auch das Dossier "Parkanlage Matte" wurde genauer studiert. Und da war ja noch der heimtückische Briefbombenanschlag auf den "Baumkrone"-Redaktor Ludwig Lustfeld. Dabei überboten sich die recherchierenden Journalisten gegenseitig mit Thesen, möglichen Tätern und Motiven. Eine findige Journalistin wagte sogar die Vermutung, dass zwischen allen Ereignissen ein Zusammenhang bestehen könnte. Die Lokalkorrespondentin war niemand anders als Nora Hürlimann, ihres Zeichens Mitbewohnerin des alten Sandsteinhauses an der Wasserwerkgasse. Und Nachbarin von Roland Bohnenblust...

Madeleine Loosli hatte sich beruhigt. Roland Bohnenblust hatte sich feinfühlig um sie gekümmert. Sie empfand ein wohliges Gefühl in der Nähe von Roland und ihm ging es keinesfalls anders. Der Gärtner bewahrte jetzt kühlen Kopf. Er schlug vor, dass sich alle Beteiligten zu einer Zusammenkunft an der Wasserwerkgasse treffen sollten. Rasch trommelte er alle Mitbewohner zusammen und wenige Stunden später traf sich das ganze Haus mit Madeleine Loosli. Später wurde auch der verletzt im Spital liegende Ludwig Lustfeld mittels Telefonlautsprecheranlage zugeschaltet. Alle Fakten kamen jetzt auf den Tisch. Man diskutierte, wägte ab und stellte mögliche und unmögliche Thesen auf. Es entstand ein sogenanntes Verbrecher-Brainstorming. Madeleine Loosli wurde jetzt wieder nervös. Sie war der ganzen Geschichte je längers je weniger gewachsen. Als sie ihre letzte Zigarette fertiggeraucht hatte, machte sie sich auf den Weg, um im nahegelegenen Restaurant Fischerstübli für Glimmstengel-Nachschub zu sorgen. Die verbliebenen "Detektive" suchten weiter nach möglichen Lösungen, kamen aber vorerst nicht weiter. Als Madeleine Loosli nach einer halben Stunde nicht zurückkam, machte sich Roland Bohnenblust bereits erste Gedanken um den Verbleib seiner neuen Freundin. Unbemerkt vom Rest schlich er sich aus dem Haus, um Madeleine zu suchen. Er fand sie aber weder im Fischerstübli, noch irgend in einem anderen Restaurant in der Matte. Als er wieder zur versammelten Meute stiess, sprachen diese über alles andere, als über die verzwickte Situation, in der sie alle steckten. Die Luft war draussen, die Stimmung war gelöst und gut. Als sie Roland ohne Madeleine entdeckten, ahnten sie bereits Böses. "Wir müssen die Polizei benachrichtigen, Madeleine ist spurlos verschwunden." Roland Bohnenblust war müde, gefrustet und traurig.

Lesen Sie in der nächsten Matte-Zeitung den letzten Teil der Matte-Vision. Wer sind die fiesen Geldgeber, die sich hinter der Finanzierung der Parkanlage Matte verstecken? Wird der Umbau der Microp-Filiale doch noch in Angriff genommen und nicht zuletzt: Wer ist der Mörder von Alfred X. Gilgen, wer hat das Attentat auf Ludwig Lustfeld verübt und was ist mit Madeleine Loosli passiert?

© Matthias Mattenbichler

Wöschhüsi im Gespräch

Die beiden Redaktorinnen der Mattezytig, Andrea Denier und Pia Burkhalter, hatten Gelegenheit, mit dem Präsidenten der Arbeitsgruppe Wöschhüsi des Matte-Leists, Nick Huber, ein Gespräch zu führen. In diesem hat Nick zu einigen brennenden Fragen im Zusammenhang mit der Sanierung des Matte-Wöschhüsi aus dem 18. Jahrhundert Stellung genommen:

Andrea: Nick, vielen Dank für Deine Bereitschaft, zu einigen Fragen aus der Matte-Bevölkerung zum Wöschhüsi Stellung zu nehmen. Als Erstes: Wie soll das Gebäude in Zukunft genutzt werden?

Nick: Vielen Dank für die Möglichkeit, auf diesem Wege Fragen beantworten zu können und so einige Dinge zu klären.

Das Wöschhüsi stammt aus dem 18. Jahrhundert und steht mitten in unserem Quartier. Heute ist es sehr baufällig und eher ein Schandfleck als eine Zierde. Die Gründe, warum dies so ist, sind vielfältig. Der Hauptgrund dürfte darin liegen, dass sich die Eigentümer, die Erbengemeinschaft Stirnemann, nicht einstimmig über den Umfang der notwendigen Sanierung und die spätere Verwendung einigen konnten und deshalb nicht handlungsfähig waren. Heute besteht soweit Einigkeit, dass das Gebäude der Öffentlichkeit zur Nutzung (ohne Lärmbelastung für das Quartier) zur Verfügung gestellt werden soll. Die Erbengemeinschaft hat deshalb das Gebäude dem Matte-Leist zur Miete angeboten. Dieser will daraus ein Lokal gestalten, in dem sich die verschiedenen Vereine der Matte treffen können, das aber auch an Private und Firmen für gesellige Anlässe vermietet werden kann. Zudem bestehen Pläne für Ausstellungen, periodische Quartierfeste und es sind andere allgemeine Anlässe geplant.

Pia: So wie das Gebäude dasteht, kann es aber nicht für den vom Matte-Leist vorgesehenen Zweck verwendet werden. Was ist hier geplant?

Nick: Das ist richtig. Als erstes muss das Gebäude aussen und innen soweit instand gestellt werden, dass es nicht mehr weiter zerfällt. Auch fehlt heute ein Stromanschluss, eine Heizung und geeignetes Mobiliar. Diese Dinge sollen als Erstes in Ordnung gebracht werden.

Pia: Wie sieht es denn mit Wasser und Toilette aus?

Nick: Die Abklärungen des Architekten, Fritz Gilgen, haben ergeben, dass für diese "Annehmlichkeiten" ein Betrag von mehreren zehntausend Franken aufgewendet werden müsste. Dieser Betrag liegt bei den verfügbaren Mitteln nicht drin und würde die Benutzung übermässig verteuern. Es steht aber in unmittelbarer Nähe eine frei zugängliche Toilettenanlage zur Verfügung. Wir glauben deshalb, dass eigene Toiletten nicht zwingend sind.

Andrea: Und was kostet die ganze Sanierung?

Nick: Das Projekt von Fritz Gilgen rechnet mit totalen Kosten von 60'000 Franken.

Andrea: Das ist viel Geld. Woher kommt das?

Nick: Aus den Zeiten der Tanzdiele steht ein Betrag, das sogenannte "Tschäppät-Legat" in der Grössenordnung von 30'000 Franken zur Verfügung. Dieses wird vom Matte-Leist treuhänderisch verwaltet. In der Zweckbestimmung des Legates wurde festgehalten, dass es "den Matte-Vereinen" zugute kommen soll. Die zusätzlichen Mittel erhoffen wir uns von Gönnern, von Unternehmungen, die Arbeiten für uns günstiger ausführen und aus dem Ertrag verschiedener Aktionen.

Andrea: Gibt es tatsächlich Gönner, die das Projekt unterstützen?

Nick: Oh ja, sehr viele. Wir haben am Wöschhüsi ein "Spendenbarometer" angebracht, auf dem ersichtlich ist, wie viele Zusagen wir bereits haben. Auch ist an einer Anschlagtafel am Wöschhüsi zu sehen, wer zu den Gönnern und Unterstützern gehört.

Pia: Das Wöschhüsi gehört doch der Erbengemeinschaft Stirnemann. Warum macht denn diese nicht die Sanierung selbst?

Nick: Wir haben dieses Problem innerhalb der Arbeitsgruppe und mit der Erbengemeinschaft ausgiebig diskutiert. Wenn die Erbengemeinschaft die Sanierung durchführt, muss sie die Kosten irgendwie amortisieren und schlägt den entsprechenden Betrag auf die Miete. Diese würde dann so hoch, dass das Projekt scheitern würde.

Pia: Dann ist es also so, dass das Wöschhüsi von Gönnern saniert wird und die Erbengemeinschaft profitiert indem sie sowohl Miete als auch noch ein saniertes Gebäude erhält?

Nick: Ich glaube nicht, dass man das so sehen darf. Die Erbengemeinschaft vermietet das Wöschhüsi während 15 Jahren zu einem festen Mietzins von 333 Franken im Monat ohne irgendwelche Teuerungsbedingungen. Die Trägerschaft des Wöschhüsi (ein noch zu gründender Verein) bezahlt diese Miete am Anfang auf einmal indem sie die Sanierung im Werte von 60'000 Franken bezahlt.

Die übliche Abschreibung der Sanierung beträgt etwa 350 Franken im Monat und entspricht dem vereinbarten Mietzins. Die Erbengemeinschaft erhält somit während 15 Jahren keinen Barzins, der die laufende Rechnung des Wöschhüsis belasten würde. Zudem kann der Trägerverein einen Teil der Kosten durch Eigenleistungen (Spenden, Fronarbeit etc.) erbringen. Die gefundene Lösung ist deshalb für beide gleichermassen von Vorteil.

Andrea: Kauf bricht Miete. Was passiert, wenn die Erbengemeinschaft das Wöschhüse verkauft? Dann wird doch der Mietvertrag hinfällig und die Erbengemeinschaft hat trotzdem profitiert!

Nick: Wir haben hier im Mietvertrag vorgesorgt. Wird seitens der Erbengemeinschaft der Mietvertrag aus wichtigen Gründen aufgehoben (Wie Du gesagt hast: Kauf bricht Miete), dann muss die Erbengemeinschaft die Kosten für die Sanierung entsprechend der Verkürzung des Mietverhältnisses an die Trägerschaft ausbezahlen. Diese hat damit Mittel, um ein neues Projekt anzugehen.

Andrea: Und am Ende der Mietzeit, nach fünfzehn Jahren? Sind dann die jetzt eingesetzten Mittel futsch und die Stirnemänner profitieren trotzdem?

Nick: Ich glaube nicht, dass dem so sein wird. Erstens sind, unter vernünftigen kommerziellen Aspekten, diese Mittel amortisiert und abgeschrieben. Zudem enthält der Mietvertrag einen Passus, der ein "Vormietrecht" und nach den fünfzehn Jahren eine Bar-Miete vorsieht, die die heutige Natural-Miete (mit Teuerungsanpassung) nicht überschreiten darf. Dann ist also nicht einfach "Ende der Stange" und es gibt kein Wöschhüsi mehr.

Pia: Was passiert mit dem "Tschäppät-Legat"? Nach der Sanierung ist ja das Geld aufgebraucht und weg. Wie sollen es dann die Nutzniesser, die "Matte-Vereine" noch nutzen können?

Nick: Diese Frage ist sehr wichtig und hat uns lange beschäftigt. Das Wöschhüsi steht den nutzniessenden Vereinen jederzeit zu Selbstkosten zur Verfügung. Sie können somit das Legat tatsächlich nutzen und haben nicht nur die Gewissheit, irgend auf einer Bank noch etwas Geld zu haben das Zinsen trägt. Zudem wollen wir das Wöschhüsi an Dritte (Private und Firmen) mit einem kleinen Gewinn vermieten. Dieser Gewinn wird dazu verwendet, das Konto des Legates im Laufe der Zeit wieder aufzustocken. Nach unseren vorsichtigen Schätzungen sollte der gesamte Betrag spätestens nach 15 Jahren wieder verfügbar sein. Die Mätteler können uns da natürlich viel helfen, wenn sie das Wöschhüsi möglichst oft nutzen.

Andrea: Du sprichst davon, dass Ihr Hilfe braucht. Wie stellt Ihr euch diese Hilfe vor?

Nick: Nun, wir brauchen natürlich vorab die möglichst breite Abstützung unseres Projektes in der Mattebevölkerung. Da hoffen wir natürlich auf möglichst viele Beitritte in den zu gründenden Trägerverein, aber auch auf grosse und kleine Spenden. Wir haben zudem einige Aktionen vorgesehen, bei denen wir Mithilfe brauchen.

Pia: Ich bin gespannt. Um was für Aktionen handelt es sich da? Gehören etwa die vielen kleinen Wöschhüsi, die man in allen Läden und Restaurants sieht, auch dazu?

Nick: Genau. Wir suchen ja nicht nur Spender mit dem grossen Portemonnaie, sondern auch viele kleine Spenden. Alle, die unser Projekt mit mindestens zwanzig Franken unterstützen wollen, können sich dort, wo die Wöschhüsi ausgestellt sind, einen Bastelbogen kaufen und ihre Solidarität mit dem Basteln und bemalen eines Wöschhüsi zeigen. Die originellsten Konstruktionen werden wir dann während des Mattefestes prämiieren.

Pia: Und weitere Aktionen?

Nick: Also da steht ganz zu vorderst die grosse Matte-Leist - Wöschhüsi - Beiz am Mattefest Ende August. Wir werden im Wöschhüsi eine Kaffeestube und westlich daneben ein grosses Fischrestaurant einrichten. Wir wünschen uns natürlich, hier möglichst viele Mätteler und Zugewandte bewirten zu können. Wir haben da aber zur Zeit noch ein kleines Problem. Wir brauchen dringend eine ganze Reihe von Helferinnen und Helfern, die mit uns diese Betriebe führen. Ich hoffe, dass sich noch möglichst viele bei uns melden.

Neben diesen Restaurants werden wir auch noch einige Dinge verkaufen und nicht zuletzt unseren Geldwaschautomaten aufstellen. Was tun den in den Augen vieler die Schweizer heute in ihren Waschhäusern anderes als Geld waschen. Jedenfalls habe ich die Entwürfe für die Mattenbachblüten gesehen und das wird wirklich etwas Spannendes!

Andrea: Verstehst Du unter Blüten Falschgeld? Ist denn das erlaubt?

Nick: Ich habe mich hier wohl etwas voreilig verschwatzt. Aber von Falschgeld habe ich nichts gesagt...

Pia und Andrea: Nick, vielen Dank, dass Du uns hier so ausführliche Antworten auf unsere Fragen gegeben hast. Wir wissen, dass diese viele unserer Mitbewohner beschäftigen. Deine Antworten haben sicher sehr viel geklärt.

Nick: Mein dank gilt Euch. Indem Ihr mir diese Fragen vorgelegt habt und ich sie beantworten durfte, hoffe ich, dass sich viele Missverständnisse klären.

Pia Burkhalter und Andrea Denier

Mattenenglisch ist nicht "E Ligu Lehm"

oder Erfolgreicher Abschluss eines Mattenenglisch - Kurses

Während 10 Abendkursen hat Res Margot und einige "alte Mätteler" eine enthusiastische Gruppe von über 15 Mättelern und Matte-Liebhabern in die Grundkenntnisse des Mattenenglischen eingeführt. Damit leisteten sie einen sehr wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Kultur aus unserem Quartier. Heute hört man schon wieder an einigen Ecken, wie sich zwei mit "Iutsche Isuhe" und "Ilüse Isyre" begrüssen. Auch wurden halb vergessene Worte wie "Spruss", "Picher" und "doofs Moosseli" wieder ausgegraben.

Der Kurs wurde ergänzt durch Vorlesungen und Einführungen in die Geschichte der Matte. Zudem durften wir zwei informative und unterhaltende Führungen durch das Hoheitsgebiet der Matte-Republik und angrenzendes "Ausland" unter der kundigen Leitung des Präsidenten des Mattenenglisch-Clubs, Albin Peter erleben.

Die "Ittume Inglische Iggetsche" (Mattenenglisch-Schule) fand in der Öffentlichkeit so grosses Interesse, dass das DRS Regionaljournal eine Reportage mit Live-Aufnahmen brachte und die BZ einen längeren Artikel publizierte. Sogar das Schweizer Fernsehen hat Aufnahmen für eine Sendung in Schweiz aktuell gemacht, die nächstens ausgestrahlt werden soll. Leider haben sich Peter Arnett oder Larry King von CNN bis jetzt keine Zeit nehmen wollen.

Wir danken dem Lehrer und seinen Assistenten für ihre grosse Arbeit mit uns Anfängern und hoffen, dass dieser Kurs noch für viele weitere Interessierte wiederholt wird.

Die Kursteilnehmer

Don't killing me softly

Bin gern in Bern
als Ratte in der Matte
und diesem Reiche nicht entweiche
weil ich die Königin der Ratten bin

im Rudel und mit Jubel
flitzen wir durch Ritzen
dröhnen in den Röhren

nagen und belagern
Balken bis sie wanken
dann an der Aare
bekommt uns auch ein Bade

gut ernähren wir uns hier
und beschweren uns auch nicht als Tier.

Ruth Margot

Limericks

Die nachfolgenden Limericks wurden anlässlich des Abschlusses des Mattenenglisch-Kurses den Hauptakteuren Res Margot (Lehrer), Albin Peter (Führer auf den Matte-Exkursionen) und den "alten Mättelern" (Felsenburgkeller) gewidmet. Es dürften weltweit die ersten Limericks in Mattenenglisch sein!

Ise itge, inime Iebele ive ihe u ive irnfeine
ippise, isde i-ihe irme iehe illihe inzge irnge.
ise ische d'Iggetsche imve Isre
iwe ime ihrtle ive Isseme u Is-che
u ingerse ime Inglische irve Itteme ibe Irnbe.

Es git, mini Liebe vo hie u vo färn
o öppis, das hei mir hie alli ganz gärn.
Es isch d'Tschaagge vom Res
wo me lehrt vo Mooss u Chis
u angers im Änglisch vor Matte bi Bärn.

Ime Ife-inge i-ischwe iene, interche ietze idere iterspe.
Ide ichtme itme ise Ielersche Iehrigfe, ide iterge
Ife z'Indle u i d'Iberschte
i d'Iubele u irde d'Igetsche
id'Itteme. Irde innetke ine, s'ische dr Inube Iterpe.

Am Afang weisch nie, chunter jetz oder speter.
Dä macht mit üs Schüeler Füehrige, da geiter
Uf z'Land u i d'Stibere
i d'Loube u dür d'Stäge
i d'Matte. Dir kennet ne, s'isch dr Binu Peter.

Ire Ilsefe-Irgbe ine Irnbe a dr'Ire-he
ischche ingsme ins-sche ige ire-ihref-he.
Ise itge Ichtegsche, ime iiniste
u illite Isigme, inzge yffiste
u d'Iggetsche ime Itteme Inglische ive Isur-he.

Ir Felseburg in Bärn a dr'Aare
Chasch mängs schöns ga erfahre.
Es git Gschichte, me stuuni
u tolli Musig, ganz styfi
u d'Tschagge im Mattenänglisch vom Resu.


Matte-Fescht 1997, Beiz der Matte-Vereine

Sind Sie dabei?

Ende August findet wiederum unser Ratte-Festival statt; diesmal festen wir während fast drei Tagen, damit sich die nötigen Infrastruktur-Kosten besser verteilen und dadurch eher ein vernünftiger Gewinn erzielt werden kann. Gleichzeitig setzen wir uns zum Ziel, über die Wöschhüsi-Kommission zu Gunsten der anstehenden Sanierung des Wöschhüsi zusätzliche Einnahmen verbuchen zu können. Im Wöschhüsi und auf dem östlichen, neu gepflästerten Platz, bewirtschaften wir eine Matte-Beiz mit verschiedenen Angeboten und Aktivitäten. Hierzu benötigen wir Ihre Hilfe und wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich für einige Stunden zur Verfügung stellen könnten. Wir bitten Sie, sich bei Nick Huber, Schifflaube 16, 3000 Bern 13, Postfach, Tel 312 13 11 (G) oder 311 63 56 (P) zu melden. Ihre Anmeldung betrachten wir als provisorisch, - dadurch stehen Ihnen noch Abänderungs-Wünsche offen - und werden Sie jedenfalls definitiv 14 Tage vor dem Fest persönlich kontaktieren.

Nochmals vielen Dank im Voraus.

Matte-Leist

Mattezytig und Internet

Die Mattezytig ist jetzt seit 7 Monaten im Internet verfügbar und wird rege benutzt. Bis Mitte Juni wurde insgesamt über 650 mal in unserer Zeitung "geschneugget". Die Liste der Länder, aus denen die Zeitung besucht wird ist unterdessen so lang, dass sie den Rahmen der Mattezytig sprengen würde. Hier einige der für uns am exotischsten: USA (14), Schweden (14), Kanada (4), Australien (3), Finland (3), Tschechien (1), Ungarn (1), Mexiko (1), Neuseeland (1), Peru (1), Cypern (1). Aus Zypern haben wir auch einen Leserbrief erhalten, den wir nächstens publizieren werden.

Die Mattezytig wird erstaunlicherweise hauptsächlich an Wochentagen gelesen, am Wochenende sind die Surfer offensichtlich anderswo. Hier die Statistik nach Wochentagen:

WochentagAnzahl Besuche
Montag 82
Dienstag 109
Mittwoch 120
Donnerstag 92
Freitag 110
Samstag 69
Sonntag 70

 

Auf die einzelnen Ausgaben der Mattezytig verteilt sieht die Sache so aus:

AusgabeAnzahl Besucher
April 96 149
Juli 96 111
Dezember 96 188
Adventskalender 96 35
März 97 75
Mattenenglisch-Programm 12

 


Mattebach-Sanierung

Grillplausch" vom 4. Juli 1997

Von Sommer konnte leider keine Rede sein; Wasser soweit das Auge reicht: im Bach (endlich), vom Himmel (noch immer), in den Schuhen (mit der Zeit) .... Die gute Laune liessen sich dadurch jedoch weder die zahlreich erschienenen Gäste noch Planungs- und Baudirektor Adrian Guggisberg verderben. Zum Glück stand uns zum Schutz gegen jeglichen Wetterunbill ein Zelt zur Verfügung!