Die Berner Matte - Archiv

News und Oldies aus der Berner Matte - dem sympathischen Quartier an der Aare

Matte-Zufahrt und Matte-Poller

Die Polleranlage steht bei der Einmündung der Weihergasse in die Aarstrasse, ungefähr bei der Jugendherberge. Bei der anderen Zufahrt zum Quartier, beim Nydeggstalden / Untertorbrücke stehen keine Poller. Weiterlesen und Plan ansehen hier

Welcome to the Matte

Some few informations and links in English!

Matte Zytige ab 1981

Matte-Zytig Dezember 1994

Quartierzeitung aus der Berner Matte

Ausgabe Dezember 1994


Inhaltsverzeichnis


Der Äntebrate

Der Gfeuer Ruedi isch e zäie gäderige Mätteler gsi, u het mit Frou u zwöine Ching imene aute Hus, z'oberscht a der Badgass gwohnt, dert wo hüt d'Mattechrippe schteit. Wüu är i de zwänzger-Jahr meischtens arbeitslos isch gsi, het är der ganz Tag Zyt gha ga z'fische.

Tag für Tag isch är am Aeremürli gschtange u het sy Ruete usgworfe. U gwüss, i syr Bränte si geng es paar Förndli umezüglet.

Wos aber gäge d'Wiehnacht gange isch u aus Schtei u Bei gfrore isch gsi, das d'Aareschweue i ne Polarlandschaft si verwandlet worde, het der Ruedi d'Fischerei-Utensylie uf d'Syte ta u sech amene angere Hobby zuegwändet. Aer het sech öppe mau i der Eufenou umetribe u isch uf d'Aentejagd gange. Da derzue het är aber keis Patänt gha, u das isch nid grad erföilech gsi. Di erbüttete Aente het er de a bessergschteuti Mattefroue verchouft, u se ds Gloube gmacht, är heig se amene Puur ir Schoshaude obe abkouft.

Es isch am Tag vor em heilige Aabe gsi, da chunt der Fredy, am Ruedi sy Bueb u my bescht Fründ, schier zum Hüsli us vor Ufregig, zu mir übere z'renne u rüeft scho vo wyttem: "Du, vor üsem Chuchifänschter isch e grossi schöni Aente, juhui, ar Wiehnacht gits bi üs Aentebrate!" Ds Wasser isch däm Bueb scho jitz im Mul zämegloffe, u i ha o grad müesse mitchüschte. I üsene Chöpf hei mir e guudige Brate mit Mässer u Gable im Rügge, wi im Schlaraffeland zwägpüschelet.

Der nächscht Tag isch Samschtig gsi u derzue no heilige Aabe. Es het es Schüümli gschneit gha, u mir Ching hei a der Badere chönne gybele. Grad wo ni bi Gfeuers wott lütte chunt der Fredy wi ne arme Sünder d'Gass uf z'schlargge, lat der Chopf la hange u worget vüre: "Du, di Aente isch de nid für üs, der Vatter het se für d'Frou Gasser bsorget, hinecht geit er se ga lifere." "Was, usgrächnet der Gassere, wo üs geng d'Baue wägnimmt, wemer vor ihrem Garte tüe kantönerle!" Rüefe ni i eir Töibi. "Das darf doch nid wahr sy, ar Wiehnacht ässe Gfeuers Aentebrate, u nid di Gumele!" Yfrig hei mir berate wie me däm Ungfeu chönnt abhäufe, u si nach eme Wyli einig worde, di Aente müess me la verschwinde.

Nach em z'Mittag, wo der Vatter Gfeuer sys Nückli gno het u d'Mueter ir Schtube ds Margottli het müesse gschweigge, isch der Fredy id Chuchi tüüselet, het das Fädervie gschtibitzt u zu mir übere brunge, wo mers im Gartehüsli verstekt hei. ds Margottli het müesse gschweigge

Natürlech het du das bi Gfeuers e riesige Ufruer gä, wo gäge Aabe der Ruedi di Aente wott ga hole u der Fänschtersims läär isch. Es het doch weder kuttet no g ärdbebnet, o kei Chatz het chönne derzue cho. Ja, es isch für di Eutere es Rätsu gsi, wi di Aente het chönne verschwinde. So isch em Ruedi nüt angers übrigblibe aus bi byssiger Cheuti ds Welo us em Schopf z'nä u id Schoshaude z'radle, für dert bi sym Puur, das mau rächtmässig, e Aente z'erwärbe. So isch du d'Frou Gasser schpät am Abe doch no zu ihrer Aente cho.

Am Fredy aber isch es niene wou gsi, u nach em z'Nachtässe isch är hurti i sys Schtübli verschwunde. Ou Gfeuers hei nach däm ufgregte Tag gly Fürabe gmacht. Doch d'Mueter het öppis gschpürt.

Bevor si i ds Huli gange isch, het si no bim Suhn ynegluegt. Dä het ke Schlaf gfunge u sech im Bett umetrölet. Da luegt si ihm fescht id Ouge u seit: "Was isch mit dir los, du bisch e so tuch?" Da hets der Bueb nümmeh usghaute u unger Träne verzeut är di ganzi Aentegschicht. Won är lydeschaftlech rüeft, das är doch o einisch öppis Guets möcht ässe, nid nume geng di angere Lüt, het d'Mueter schtill gnickt.Si isch fei erchlüpft ab däm Pricht, het aber ihre Bueb verschtange. Nume, wi söu si das em Vatter by bringe? Di gueti Frou het i der Nacht nid guet gschlafe. Der Fredy hingäge, wo sy Lascht het chönne uf d'Mueter ablade, isch gly einisch i ds Troumland gschlummeret.

Am Wiehnachtsmorge isch mi Fründ sy Aente us em Gartehüsli cho hole, während sy Mueter e früsche wysse Schurz agleit het u id Chuchi gstouziert isch. Si het scho lang nümm so nes fürnäms Aesse kochet. U we der Vatter sys Pösseli scho chly bim Grännihaar gno het, der Wiehnachtsbrate het aune gschmöckt.

D Gschicht isch vo dä Hedy Blank

"Freie Durchfahrt", könnte man meinen

«Achtung, ...234, ...429, .,. ä rote Oudi - das wär's!» - So und ähnlich verlief in den letzten Wochen an einigen Tagen der Funkverkehr zwischen einigen Mättelern, die sich an der « Fahrzeugdurchfahrtszählung Matte » beteiligten. Organisiert hatte diese Zählung wiederum die Verkehrskommission des Matte-Leistes. Ich selber hatte mich auch zur Verfügung gestellt, da ich es nun einmal 1 :1 wissen wollte, wieviele Durchfahrerinnen die Matte zu verkraften hat. Am Morgen, an dem ich mich um 6.50 Uhr im Schulhaus, zwecks Instruktion und Entgegennahme des Funkgerätes, einzufinden hatte, war es mit dem Wetter nicht gerade blendend bestellt. Regen, Regen in Strömen und saukalt. Ich setzte mich als «Mittelposten» am Mühlenplatz auf einen noch nicht abgeholten Bund Zeitungen, ausgerüstet mit Funkgerät und geschärften linsen. «Achtung - äs chunnte eine, ...234», vernahm ich punkt 7.00 Uhr von der Westeinfahrt her über Funk. Ich hatte zu kontrollieren, ob die besagte «...234» (dies sind die letzten drei Zahlen der Autonummern) in der Matte anliefere, anhalte, wende oder eben, einfach unerlaubterweise durchfahre. Bei einer «Durchfahrt» hatte ich dies dem an der Ausfahrt postierten Zähler zu melden. Und dies tat ich auch. «...234 düre» war die Standardmeldung, denn grösstenteils waren es tatsächlich «Durchfahrende». «Äs chunnt eine, ä Rote, i ha z'Nummero nid chönne läse, äs isch z'schnäll gange. ..» , wurde zwischendurch gemeldet. Dies verursachte natürlich sofort eine Stress - Situation, da der besagte Wagen bereits bei mir vorbeiraste und ich dies entsprechend schnell dem an der Ausfahrt postierten Zähler zu melden hatte. Zwei vorbeiflanierende Polizei - Hostessen bezeugten durch einen Small- Talk (kurzes be- langloses Gespräch) einiges Bedauern mit mir und erklärten, dass sie für Kontrollen bei solchem Wetter auch immer auszurücken hätten, ob sie wollten oder nicht. Wenig getröstet, aber sozusagen amtlich anerkannt, zählte ich weiter Autos, Motorräder, Lastwagen und Lastwägeli, die an mir vorbeipreschten. An dieser Stelle möchte ich noch das Znüni verdanken, das ich um 7.40 Uhr von Frau Krähenbühl erhalten habe, und die anderen unterstützenden Worte von Passanten, die alle zustimmten, dass etwas geschehen müsse. - Um 8.00 Uhr habe ich, wie angewiesen, den Funkverkehr mit meinen zwei Kollegen aus Ost und West abgebrochen. Durchschnittlich waren, sage und schreibe, 2,9 Fahrzeuge pro Minute an mir vorbeigefahren - unerlaubterweise. Das Durchfahrts-Verbotsschild habe ich mir gleichentags nochmals aus der Nähe angesehen - es steht tatsächlich da - im Osten und Westen der Republik! «Wozu?» scheint mir hier als Frage angebracht!

Paul von Kaenel

(Keineswegs gegen Autos und andere Fahrzeuge eingestellt, aber vom «massenweise Übertreten von Verboten» schlicht und einfach «überfahren»!).


Leist-Chronik

Unsere monatlichen Vorstandssitzungen sind immer vollgepfropft mit aktuellen Themen, und obwohl wir bereits um 19.00 h beginnen, wird es jeweils fast Mitternacht.

Die letzten Sitzungen hielten wir bei Leist-Mitgliedern ab; als Gastgeber waren dies Bregenzer's, Peter Probst (auf dem Münsterturm), Lelli & Bürkli (Matte-Elektriker) und bei Contact/Triva mit Ute Stäubli - wir danken nochmals für die jeweils vorzügliche Bewirtung; die entsprechend angenehme Atmosphäre beeinflusste unsere Gehirnzellen sicherlich positiv... Eine Sitzung fand übrigens auch bei Jörg Leuenberger statt (mit Hilfe seiner Partnerin Jeanette Pignolet); er ersetzt unseren bisherigen Kassier Markus Bosshard, welcher aus gesundheitlichen Gründen unerwartet zurücktrat. (Definitive Wahl erfolgt an unserer nächsten Hauptversammlung.)

Das Nydegg-Brügge-Fest vom 3. September war für die Organisatoren erfolgreich - wir hatten auch enorm Glück mit dem Wetter. Als Dankeschön für die Mithilfe einiger Leist-Mitglieder in unserer Matte-Beiz und Dank einem schönen Reingewinn, konnten wir diese am 4. November zu einem Nachtessen einladen. Als Organisatorin amtete Marianne Kaufmann, welche wir erst kürzlich als "Protokoll-Führerin" und Festwirtin in den Vorstand holten.

An jeder Sitzung besprechen wir unser grösstes Problem: Lärm-Emmissionen - vorallem nachts - und die Parkplatz- und Verkehrs-Probleme. Damit könnten wir bald eine ganze Matte-Zytig füllen. Wir diskutieren unsere Anliegen mit Gemeinderat, Stadtpolizei, und natürlich auch mit "Verursachern". Lösungen sind teils dadurch erschwert, weil fast immer 2 Ansichten und Standpunkte zu berücksichtigen sind. Und hiezu hat sich, aufgrund meiner gemachten Erfahrungen, eine Zielsetzung ergeben, welche ich an unserer nächsten Hauptversammlung genau umschreiben werde, verbunden mit der "Vertrauens-Frage". (Es ist mir nämlich nicht möglich, es allen Leuten Recht zu tun.)

Unsere Parkplatz-Kommission hat resigniert. Das Verteilen von "Verwarnungen" nützt nicht viel, wenn schlussendlich die Schuldigen nicht gebüsst werden können. Hierfür müssten wir bei Anzeigen möglicherweise beim Richter als Zeugen auftreten - dieses "Interesse" geht verständlicherweise zu weit. Zudem wollen wir nicht "Polizei" spielen.

Als Folge daraus sucht unsere Verkehrs-Kommission andere Lösungsmöglichkeiten. Der Vorstand hat sich entschlossen, eine Umfrage an alle Haushalte und Gewerbebetriebe zu lancieren, Resultate werden wir auswerten und an die Behörden weiterleiten. Wichtig ist, dass möglichst ALLE den Fragebogen ausfüllen und abgeben.

Aufgrund unseres Schreibens vom 21. September 1994 an die Stadtpolizei führte ich ein persönliches Gespräch am 19. Oktober mit Herrn E. Stadtmann, Major des Polizeikommandos Bern. Das nachfolgende "Kurzprotokoll" gibt Ihnen am besten meine Bemühungen (und die des Vorstandes) wieder:

Tempo 30

wird von einigen Autofahrern überhaupt nicht beachtet - zudem ist auch die entsprechende Signalisation, vorallem beim Läuferplatz, ungenügend; diese wird verbessert, sichtbarer gemacht.

Zudem werden vermehrt Geschwindigkeits-Kontrollen durchgeführt (erstmals am 21.10.), auch nachts.

Dass dabei sogar die Lichtampel beim Schulhaus missachtet wird, erfordert ebenfalls zusätzliche Polizeikontrollen (vorgesehen).

Fahrverbot mit Zubringer

wird z. T. weiterhin missachtet - von einem geringen Teil und nicht zunehmend. Hiezu werden auch Durchfahrts-Kontrollen durchgeführt und geahndet, wobei allerdings erst die Bussen-Erhöhungen per 1995 zur besseren Einhaltung dieses Verbots beitragen werden.

Blaue Zone mit Anwohner-Karte

für die Matte ist ebenfalls geplant. Nachdem rund um unser Quartier diese Verordnung realisiert wurde, inkl. Muri - und Aargauerstalden, spitzt sich das Parkproblem in der Matte weiter zu.

Herr Stadtmann konsultiert nun die (gewerblichen) Gegner, um anschliessend die nötige Publikation zu veranlassen. So dürfte die Einführung der Blauen Zone bei uns im Frühjahr 1995 möglich sein.

(Die Verzögerung resultierte durch die arbeitsaufwendige Realisierung der Blauen Zone im Kirchenfeld.)

Dadurch würden unsere allg. Parkplatz-Probleme sicherlich tagsüber gemildert. Nachts, vorallem Freitag/Samstag, wird eine Sperrung der Matte, eingangs Läuferplatz und Rest. Zähringer, unumgänglich (durch Absperr-Gitter und Wachtposten); hiezu wird ein Parkierungs-Verbot an der Aarestrasse publiziert und raschmöglichst bewilligt. Von 22.00 - 04.00 h wäre somit eine Matte-Zufahrt nur noch für Bewohner gestattet, für Besucher und Durchfahrten somit verboten. (Der "Versuch" am Jugend-Festival vom 27./28.8. hat sich bewährt.)

Park-Bussen nachts werden grundsätzlich nur ausgesprochen bei "Gefährdung des Verkehrs" (Blockierung von Einfahrten, Parkieren auf Fussgängerstreifen etc.). oder andere gravierende Vorkommnisse sind telefonisch der Polizei zu melden.

Ich wünsche alle MättlerInnen schöne Festtage.

René Stirnemann

Weihnachtswünsche aus der Matte

Hoffentlich stossen sie auf offene Herzen!

Lift Thomi

Thomi Alfred vom Sänkeltram

"Ä Schoggi längt mir, nume ohni Nüss!"


Imithe Idufre imve Inkelse-Imtre
"Ä Iggische ingtle irme, imene ihnie Issne!"



 

Herr Gränicher, Poschthalter ir Mättu
"Materiell bi ni wunschlos zfride! Aber ä Parkplatz ir Mättu würd i mir scho wünsche."
Irrhe Inichergre, Ischtpeilterhe ire Ittume
"Iteriellme ibe ine inschweisle idezfre! Ibere ä Irkpeitzple ire Ittume irdwe ie irme ische inschewe."



Paul von Kaenel

Poul vo Kaennel

"Äs Glesli Liebi, äs Schachteli Glück, und äs Büchsli Gsundheit."


Ilepe ive Innelke,"Ise Isligle Iebile, ise Ichtelische Ickgle, inde ise Ichslibe Indgseiithe."



 

Benjamin und Julian
"I wünsche mir äs ferngschtürets Outo, wo nid so schnäll kaputt geit."
Injbe "Ie inschewe irme ise irnfeiretsgschte Iutoe, iwe idne ise illsche iputtke iitge".
Julian
"I wünsche mir ds Pirateschiff-Lego".
Ilianje
"Ie inschewe irme ds Iratepeiffsche-Igole".



Fritz Müller

Fritz Müller, Schiffloube 24
"I wünsche mir wenigschtens 1 Beiz, wo ar Wiehnachte offe wär für di Einsame."
Itzfre Illerme, Iffsche-iubele
"Ie inschewe irme inigschtenswe 1 Iizbe, iwe ire Iehweichtene iffOpee irwe irfe ide Iineimese".


Toleranz

Brockenhausdefinition: Toleranz lat. tolerare = ertragen die, 1. Ethik: die Duldung abweichender Überzeugungen auf Grund der Auffassung, dass niemand die absolute Wahrheit für sich beanspruchen könne.

Le. Treffender als der grosse Brockhaus kann man den Begriff "Toleranz" wohl kaum formulieren. Toleranz - ein grosses Wort für die kleine Matte? Tagtäglich, ja stündlich wird sie von uns Bewohnern verlangt. Doch akzeptieren wir sie auch? Hand aufs Herz! Wir haben einige Mattenbewohner um ihre Meinungen gefragt. Hier ihre Stellungnahmen:

"Toleranz zeigen heisst für mich, zu dulden dass andere entgegen meiner Gewohnheit später zu Bett gehen und das Matten-Nachtleben in vollen Zügen geniessen möchten."

"Toleranz bedeutet zum Beispiel, zu ertragen, dass gewisse Leute die Nacht zum Schlafen auserwählt haben und dazu Ruhe benötigen"

"Toleranz heisst ganz einfach, zu akzeptieren, dass auf einer Zubringer - Quartierstrasse "Tempo 30" durchaus gerechtfertigt ist"

"Toleranz bedeutet aber auch, als Fussgänger nicht unbedingt und unter allen Umständen an der Gerberngasse das Vortrittsrecht zu erzwingen"

"Toleranz beinhaltet auch, eine abweichende Überzeugung gegenüber der überwältigenden Mehrheit der Mattenbewohner nicht mit sturer, rechthaberischer Haltung zu torpedieren."

"Toleranz heisst für mich, in Kauf zu nehmen, dass auch das alteingesessene Gewerbe den für seine Existenz benötigten Spielraum - sprich Parkraum - zur Verfügung erhält."

"Toleranz heisst zu akzeptieren, dass viele Jugendliche heute motorisiert sind. Sie suchen deshalb die Orte ihrer Verlustbarkeiten abends nicht nur zu Fuss und parkieren dabei auch mal "falsch", aber immer noch an vernünftigen Orten. Die Stadtpolizei ist ein gutes Beispiel: Sie toleriert dies!"

"Toleranz heisst aber im gleichen Atemzug, vernünftig aber "falsch" parkierte Autos (mit dem Matten-Ratte-Kleber) nicht am frühen Morgen mit einem Bussenzettel zu bestrafen, denn vielleicht fand der Besitzer am Abend (siehe oben!) keinen "richtigen" Parkplatz. Die Stadtpolizei ist hier ein schlechtes Beispiel: Sie toleriert dies ganz und gar nicht!"

"Toleranz ist, nicht gleich gegen alles geplante Neue Sturm zu laufen oder Einsprache zu erheben. Vielleicht ist das Neue durchaus eine Bereicherung in der Matten."

"Toleranz ist aber auch, alteingesessene Tugenden und Gewohnheiten der Mätteler zu respektieren."

"Toleranz heisst, auch mal Freude zu zeigen, wenn der Nachbar mit seinen Freunden für einmal gegrilltes Fleisch bis tief in die Nacht im Freien verzehren will. Er wird bestimmt Gegenrecht halten!"

Jörg Leuenberger

Matte-Weihnachtsabend im Wasserwerk

1993 organisierte der Matte-Vorstand mit dem Wasserwerk-Club zusammen einen Matte - Künstlerabend für die Bewohnerinnen und Bewohner der Matte. Und dass die Matte musikalisch etwas zu bieten hat, war nach diesem Abend allen Besucherinnen und Besuchern ganz klar. Bernhard Stirnemann, ein Schlager-Duo, ein Percussioner, Alphorn und Canzoni italiani waren nur einige der Attraktionen dieses gelungenen Abend.

Dank diese Erfolgs wird heuer dieser Matte-Künstlerabend neu aufgelegt. Wir sind überzeugt, dass sich auch dieses Jahr wieder einige musikalische Perlen aktivieren lassen und freuen uns auf:

Donnerstag, 8. Dezember 1994, 20.00 im Wasserwerk

Über das Programm orientieren die Anschläge im Schaukasten beim Matte-Lift und beim Wasserwerk selber!


Steinbock - Menu

Menü für spartanische Steinböcke

In dieser üppigen Zeit hat ein Geselle/eine Gesellin Geburtstag, der/die es simpel und karg mag.
In diesem Geiste versuche ich ein spezielles, aber einfaches Festmenu zusammenzustellen.

Rotkraut-Suppe mit oder ohne "Eierschwümmli"

  • 400 g gekochtes Rotkraut
  • 8 dl Bouillon
  • 5 dl Halbrahm
  • 50 g Butter
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Prisen Lebkuchengewürz
  • etwas Zitronensaft

nach Belieben:

  • 100 g Eierschwämme geviertelt
  • 1 TL Olivenöl
  • Salz
  • 2 EL geschlagener Rahm
  • glatter Peterli

Rotkraut, Bouillon und Rahm zusammen aufkochen und 15 Min. köcheln lassen. Im Mixer oder mit Stabmixer fein pürieren. Wenn Sie Lust haben durch ein Sieb streichen und nochmals aufkochen. Die Butter beigeben und mit Salz, Pfeffer, etwas Lebkuchengewürz und nach Belieben mit Zitronensaft abschmecken. Die Eierschwämme im heissen Olivenöl anbraten und salzen. Die Suppe aufkochen, den geschlagenen Rahm beigeben und unter kräftigem Rühren nochmals aufkochen. Heiss servieren, die Eierschwämme dazugeben und mit einem Blatt Peterli garnieren

Die Toscana bietet nicht nur Spitzenweine an, sondern auch kulinarische Freuden. Einfache, schnörkellose Gerichte, verbunden mit intensiven Gerüchen, werden in Ihnen ferne Erinnerungen wecken. Auf meiner Suche stiess ich auf ein Rezept, das Sie unbedingt ausprobieren sollten. Es lässt sich beliebig mit anderem Wildgeflügel zubereiten.

Perlhuhn in Rotwein geschmort

Faraona al vino rosso

  • ca. 1 1/2 kg Perlhuhn in 8 Stücke zerlegt
    (in der Weihnachtszeit vorbestellen)
  • Olivenöl
  • 1/2 Flasche junger Chianti
  • 3 Knoblauchzehen
  • Lorbeerblatt
  • kleines Stück Peperoncino
  • wenig Fenchelkraut, ein kleiner Zweig frischer Rosmarin
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Tomaten, geviertelt und geschält
  • 200 g Perlzwiebeln frisch und geschält
  • 16 schwarze Oliven, entsteint und halbiert

Olivenöl im Schmor- oder Brattopf erhitzen und die gesalzenen Perlhuhnstücke portionenweise anbraten, bis sie goldbraun sind. Die Stücke in den Topf legen, den Rotwein dazugiessen, den Knoblauch sowie die Gewürze beigeben. Zwiebeln, Oliven und Tomaten obenauf verteilen und unbedeckt in den auf 150 Grad vorgeheizten Ofen stellen (Mitte). Die niedrige Gartemperatur garantiert, dass das Perlhuhn nicht austrocknet! Ungefähr 1 1/4 bis 1 1/2 Stunden im Ofen lassen. Sie können das Gericht auch auf dem Herd zubereiten, auch hier auf eine niedrige Hitze achten! Nach ungefähr 30 Min. die Flüssigkeit probieren und allenfalls nachwürzen, plus 1 - 2 Tropfen Zitronensaft, ja nicht mehr!, beigeben.

Als Beilage eignet sich Polenta oder die sogenannte Torta di Ceci, ein Art Brot, das gar nichts mit einer Torte zu tun hat, sich aber hervorragend zu der Sauce eignet:

  • 150 g Kichererbsenmehl
  • 4 1/2 dl Wasser
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • wenig fein geschnittener Rosmarin

Alles gut vermischen und 1 - 2 Std. ruhen lassen. Auf ein gut geöltes Blech streichen und im vorgeheizten Ofen, 200 Grad, während etwa 30 Min. goldbraun backen. Bereiten Sie dieses "Fladenbrot" vor dem Perlhuhn vor. Wenn es fertig geschmort ist, halten Sie den Schmortopf auf einer Platte warm und stossen das Blech mit der Torta nochmals in den Ofen, heizen diesen aufs Maximum, damit die Torta warm wird. In Stücke schneiden und sofort servieren.

Dazu servieren Sie einen feinen Toscanerwein.

Buono appetitio!

Ihre Kochhexe
Kochhexe
Jacqueline Vuillien

 


Dr läbig "Adväntskaländer" ir Matte u ä Zyt der Begägnig

Ein grosses "Merci" all denen, die diesen "Advents-Kalender" überhaupt ermöglichen. Worum geht es: Ab dem 4. Dezember wird in der Matte das eine oder das andere Fenster ein ganz bestimmtes Aussehen haben. Es wird weihnachtlich dekoriert, beleuchtet sein und eine Zahl beinhalten: Das Tagesdatum. An diesem Tag gibt es eine "offene Tür", dies zwischen 18.00 und 19.00 Uhr. Die MättelerInnen sind in diesem Hause zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. Wann und wo ist der untenstehenden Liste zu entnehmen - in diesem Sinne: Auf Wiedersehen im "Adventskalender-Törli!"

  • Adventskalender- Törli
  • Begegnungen zwischen
    18.00 und 19.00 Uhr

24. Dezember: Der ganzen Matte ein schönes Weihnachtsfest!


Zwei MättelerIn stellen freundlicherweise Ihren "Briefwechsel der Extremen" der Matte-Zytig zur Verfügung: Zum Nachdenken, Anregen und Schmunzeln!

Liebe MATTE Zytig

Die Antwort der lustigen Witwe auf meinen Brief empfinde ich als Zumutung; ich muss schon sagen! Ein seniler, schulpflichtiger Spiesser soll ich sein, gut so! Wenn ehrliche Arbeit und seriöser Lebenswandel verwerflich sein soll, meinetwegen. Aber jemand muss noch Sorge tragen zu unserem schönen Quartier, es gibt nicht nur Nachtschwärmer sondern auch Leute die tagsüber hier leben. Und es gibt Kinder, die hier zu Hause sind und draussen spielen wollen.

Liebe Redaktion, man kennt sie ja wohl, diese luftigen, noch recht attraktiven Witwen, die sich jeden Abend auf der Gasse herumtreiben. Sehr geehrte Frau Witwe, es wirkt bestenfalls lächerlich wenn jemand in Ihrem Alter sich derart bei den Jungen anbiedert - Sie werden nicht jünger davon. Aber wenn Sie schon die Rente Ihres Mannes verjubeln wollen, so machen sie das bitte nicht hier unten in der Matte, besuchen Sie doch einen der schönen Senioren-Kurse, ich empfehle "Wie plane ich mein Alter"!

Liebe Matte-Zytig

Also nein! Dieser P.D.S. aus 3011 muss ja wohl eine herzlose Matte-Ratte sein. Witwen haben es schwer. Sie müssen ihre Trauer um den verstorbenen Ehepartner doch irgendwie loswerden. Das hat nichts zu tun mit Nachtschwärmerei. Dafür aber mit wieder gefundener Lebenslust. Und dazu hat mir das lebendige Matte-Quartier sehr geholfen. Und die liebenswerten Mättelerinnen und Mätteler auch. Keine Angst, P.D.S. Aus 3011; Ich plane mein Alter schon selber. Und auch dabei hilft mir die Matte bestens. Hier finde ich zum Beispiel Kochkurse mit Gleichgesinnten, astrologische Beratungen, preiswerte Coiffeusen, gemütliche Beizen und eben... ein noch funktionierendes Nachtleben. Lieber Clubs als Pillen, um Himmels Willen!

Die lustige Witwe aus 3011 ( Name der Redaktion auch bekannt)



Leserbriefe und Reaktionen aus der Matte!

Lettres d'amour

Liebe Frau oder Herr P.D.S aus 3011

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Auch ich, und viele, die mich zu diesem Thema ansprechen, sind Ihrer Meinung.

Dass man, wenn man wie Sie eine eigene Meinung hat, mit Peter der Schreckliche oder senile Spiesser tituliert wird, ist mir aus eigener Erfahrung nicht fremd. Auch der Rat, aus der Matte zu verschwinden, ist nicht neu. Was ist nur aus unserer schönen Matte geworden?

vor nicht allzulanger Zeit durften wir im Matte-Leist noch anderer Meinung sein als unser Präsident, ohne von ihm gleich in die Schranken verwiesen zu werden. Wir wollen aber nicht den vergangenen Zeiten nachtrauern, sondern gemeinsam versuchen, wieder mehr Lebensqualität in unser Quartier zu bringen. Dazu gehört aber auch, dass wir nicht so manches Wochenende schlaflos verbringen müssen. Die von einigen so hochgespielte "Kultur" in der Matte, bringt uns Anwohnern eigentlich ausser viel mehr Autoverkehr und sonstigem Lärm, gar nichts.

Wenn wir alle uns wieder etwas mehr Mühe geben, den Andern und seine Anliegen auch zu verstehen, werden vielleicht in Zukunft die Leserbriefschreiber mit dem eigenen Namen zum Geschriebenen stehen.

Somit würden aus "P.D.S aus 3011 und lustige Witwe aus 3011 Menschen mit Namen! Ich wünsche allen Mattebewohnern eine ruhige Zeit und frohe Festtage.

 

Heidi Iseli Badgasse 21

 


Eindrücke zu Ein- und Aus(?)blick einer Vorstandssitzung des Matte-Leists

Als Gastgeberin für die Herren des Vorstandes, leider waren an diesem Abend keine Damen anwesend, erlaube ich mir, den Matte-Bewohnern an dieser Stelle meine Eindrücke von dieser Abendsitzung zu schildern. Ausnahmsweise und nicht am Schluss der Sitzung wurde von meinem Arbeitnehmer aus den Triva-Werkstätten ein zünftiges Abendessen kredenzt. Ob es geschmeckt hat? Nun, fragt sie doch einfach persönlich! Jetzt aber zu weit wichtigeren: Ich durfte erleben, wie engagiert man sich für die Angelegenheiten der Matte ein- und auseinandersetzte. Das vielseitige und bunte Bild de Matte spiegelte sich in dieser Runde wieder und hinterliess bei mir den Eindruck einer konstruktiven Zusammenarbeit und dem ernsten Bemühen um das Wohl der Mattebewohner. Quintessenz: Wir sind bei ihnen gut aufgehoben und umgekehrt.

von Ute Nora Stäuble Triva Projekt

 

in eigener Sache

Ich möchte an dieser Stelle noch etwas ergänzen zum Brief von Ute Nora. Ich denke, dass es wichtig ist, dass wir gemeinsam etwas erreichen können. Sei es bei Verkehrsmassnahmen oder sonstige Anliegen im Quartier. Ich möchte vermehrt eure Meinungen und Bedürfnisse hören. Alle haben etwas zu sagen! deshalb möchte ich Euch bitten sagt das was ihr zu sagen habt. Alles was nach aussen geht kann eine Veränderung bewirken. Jeder von uns trägt ein Teil der Verantwortung für dieses Quartier. Auch Du oder Du bist verantwortlich, dass wir zusammen etwas erreichen können. Der Matte-Leist kann nur mit Hilfe der Matte-Bewohner etwas ändern oder tun! also schreib oder sag uns deine Meinung oder ganz einfach das was du zu sagen hast!

Rosmarie Bernasconi

 


Weitere Weihnachtswünsche....

Ernst Kursawe

Ernst Kursawe, Choch im Mühliredli "Dass es allne guet geit und vom Chrischtchindli wünsche ni mir ä Fachma wo zu mir hei chunt der Fernseh nöi cho ischtelle."



Ischiie Irsaweke, Ichche ime Ihlimeidlire "Issde ise illnee ietge iitge inde imve Ischtchreindliche inschewe ine irme ä Ichfeime iwe ize irme iihe intche irde Irnfeihse iine iche ischtellee."

 


Mut zur Wut

Eine Kurzzusammenfassung einer Reportage von Frau Edith Jörg aus annabelle Nr. 22/94. Wir danken für die Genehmigung.

Ich möchte Ihnen eine Zitaten-Zusammenfassung der, für mich, wichtigsten Aussagen dieser äusserst interessanten Reportage geben:

  • Wut ist ein wichtiges Signal für fällige Veränderungen. Sie sollte nicht verdrängt werden. Ihre Energie lässt sich wirksam für positive Ziele einsetzen.
  • Wer hat das nicht schon erlebt:
  • Man kocht vor Wut, ärgert sich grün und blau, oder sieht nur noch rot. Am liebsten möchte man seiner Wut freien Lauf lassen und dem anderen gehörig seine Meinung sagen, tut es aber nicht, weil man den Konflikt scheut oder weil man sich ohnmächtig (ohne Macht) fühlt, etwas zu ändern.
    Wut empfinden wir als etwas Unangenehmes und als eine mächtige Kraft, die sich unserer Kontrolle entzieht.
  • Früher galt es als unanständig, seine Wut zu zeigen. Christa Nienhaus, Psychologin, plädiert dafür, "Wut als Stärke zu erkennen und als Anstoss zu Veränderungen zu nutzen." Deshalb sollte man sich fragen, was einem wütend macht, wo das Problem liegt und wessen Problem es ist. Nienhaus: "Man sollte seine Energie nicht darauf verwenden, den anderen ändern zu wollen. Aendern kann man nur sich selbst."
  • Man kann mit Wut bewusst umgehen und sich für eine Reaktion Zeit lassen. Da hilft manchmal die alte Volksweisheit weiter: "wenn du wütend bist, zähle auf fünf, wenn du sehr wütend bist, zähle auf zehn, bevor du reagierst."
  • Ziel der Wutäusserung sollte das Abklingen der Wut und die Verbesserung der Beziehung sein und nicht, den anderen zu entwerten, ihn zu verletzen. Seine Wut mitzuteilen bringt in der Regel eher eine Veränderung und wirkt beruhigender als Herumbrüllen und verletzende Bemerkungen, die den anderen ziemlich sicher zu einem Gegenangriff oder zur Flucht veranlassen.
  • Christa Nienhaus: "Eine Wutexplosion kann im Moment gut tun und Entlastung bringen, ändert aber keine festgefahrenen Verhaltensmuster." Wichtig ist, den anderen klarzumachen, was sein Verhalten ausgelöst hat. Die Beschreibung des eigenen Zustandes stellt weniger einen Angriff dar und regt eher zur Wiedergutmachung an als verbale Aggression.
  • In unserer auf Rationalität und Effizienz ausgerichteten Gesellschaft gelten Gefühle eher als Störfaktor denn als sinnvolle Botschaft unserer Seele, und der Ausdruck von Gefühlen wird ins Private verbannt.
  • Wut erinnert daran, dass etwas nicht stimmt, dass etwas verändert werden sollte. Anstehende Veränderungen lösen Angst aus, und ausserdem ist es bequemer, alles beim Alten zu belassen, auch wenn die gegenwärtige Situation unbefriedigend ist. Oder man geht Konflikten aus dem Weg, weil man Ablehnung oder gar Vergeltung befürchtet.
  • Wut ist nie berechtigt oder unberechtigt, sie ist da, hat ihre Gründe und sollte wahrgenommen werden.
  • Was Wut auslöst, ist individuell verschieden und hängt von persönlichen Einstellungen und Prägungen ab.
    Eine wichtige Rolle spielen auch gesellschaftliche Normen und Wertvorstellungen. Wut entsteht, wenn persönliche Erwartungen nicht erfüllt werden oder wenn gesellschaftliche Konventionen und Regeln des Zusammenlebens wie Gleichberechtigung, Fairness, Anstand, Gerechtigkeit absichtlich oder unabsichtlich missachtet werden. Man/frau fühlt sich gekränkt, verletzt, gedemütigt, ungerecht behandelt, blossgestellt oder nicht beachtet. Aber auch Gefühle wie Frustration, Neid, Eifersucht und Scham lösen Wut aus.
  • Wenn es einem gelingt, konstruktiv mit Wut umzugehen und ihre Energie bewusst für seine Ziele und Bedürfnisse einzusetzen,ist es eine positive Kraft

"Mut zur Wut - aber gewusst wie!"

So drücken Sie Ihre Wut wirksam aus:

  1. Ursachen erforschen
    "Warum bin ich wütend? Wo liegt das Problem? Wessen Problem ist es?"
  2. Ziel definieren
    "Was will ich mit meiner Wut erreichen, was will ich verändern?"
  3. Konsequenzen bedenken
    "Wie will ich meine Wut ausdrücken, um mein Ziel zu erreichen? was könnte im schlimmsten bzw. im besten Fall passieren, wenn ich meine Wut auf diese Weise ausdrücke?"
  4. Wut ausdrücken
    "Die Reaktion soll situationsbezogen und angemessen sein und Veränderungen erleichtern, nicht blockieren."
  5. Entschlossen sein
    "Man sollte seine Wut nicht ausdrücken ohne die Absicht, die anstehenden Konsequenzen zu ziehen."
  6. Entschuldigungen akzeptieren
    "wenn eine glaubhafte Entschuldigung ausgesprochen oder die Wiedergutmachung des Schadens angeboten wird, sollte die Wut enden."

Äs schöns nöis Jahr mit viu Gfühl wünsch ig Euch

Jacqueline Vuillien

 


Heinz Inderbitzi "I wünsche mir ä schöni Uslandreis für ds nächschte Jahr, entweder Afrika oder Südamerika."

Inehe Indereitzibe "Ie inschewe irme ä inische Iseindleiisre irfe ds ichschtene Ihrje inteiderwe Ifrikae idere Idseimerikae."


Merci, Danke, Gracie, Da....

An den Präsi, Vorstand und MitstreiterInnen für ihren Einsatz. An alle Mitglieder, Neumitglieder und solche, die es werden wollen für die Unterstützung. An alle SponsorInnen und WohltäterInnen für die Liebe zur Matte und an alle, die in irgend einer Weise zur Gemeinsamkeit beigetragen haben.

Merci viumau!

Wir wünschen allen eine wunderschöne Weihnachtszeit und ein warmes und ruhiges 1995.

Jacqueline und Rosmarie

 


Konzert in der Nydeggkirche, Bern
Samstag, 17. Dezember 1994 20.00 Uhr

Ruth Margot, Gesang
Hans Peter Graf, Kirchenorgel und E-Piano
Bänz Margot, Schlagzeug
Res Margot, Bluesharp und Kontrabass
Leitung: Pfarrer M. Suter
Eintritt frei, Kollekte

M-Gospel will nach den letzten Weihnachtskonzerten auch dieses Jahr den Zuhörern wieder eine Stunde Freude, Entspannung und Erholung bieten. Es wird für die Besucher wie auch für die Musiker ein schönes Erlebnis sein, den Gesang und die Instrumente in der wohlklingende Kirche zu geniessend. Die Gruppe hat das Programm von verschiedenen Musikern übernommen und arrangiert, wie Lieder von Ray Charles, Dollar Brand, Mahalia Jackson. Dazu gesellen sich auch einige eigene Lieder.

M-Gospel hat besondere Freude, wenn möglichst viele Mätteler und Altstadtbewohner am Konzert teilnehmen. Sicher spricht diese Musik neben der älteren Bevölkerung auch Kinder und Jugendliche an!

Res Margot

 


Plattentaufe im Wasserwer

Mittwoch, 7. Dezember 1994, Zeit 21.00

Ueli Müller schlägt zu

Dass die Matte das "quartier latin" von Bern ist, wissen alle, die hier nicht nur durchfahren, sondern sich etwas Zeit nehmen und in den Lauben und Gassen an der Aare herumhören.

Ueli Müller, Komponist, Bandleader und Schlagzeuger aus der Matte hat sich mit seiner Band an eine Platte gewagt. Um es gleich vorwegzunehmen, es ist eine Platte für Jazzliebhaber. Entsprechend eigenwillig sind auch die Kompositionen auf der Platte. Das Konzept heisst "free pulse", die Platte "blue moods". Es ist ein vielfältiger Querschnitt durch das Schaffen der profilierten Jazz-Musiker, eher eine Werkschau als ein in sich geschlossenes Gesamtwerk. Der Wunsch der drei Musiker, offen zu sein in alle Richtungen ist angenehm deutlich spürbar, etwa in "oriental night".

achdenkliche, langsamere Stücke mit schaurig schönen Bläsern regen zum Nachdenken und Träumen an. So richtig auf Touren kommt die Band bei den fetzigeren Stücken. Besonders zu begeistern vermögen die gefühlvoll unterlegten südamerikanischen Rhythmen. Alles in allem, ein gelungener Start, die MATTE-Zytig gratuliert den Künstlern zu ihrem Werk und wünscht ihnen viel Erfolg.


Impressionen 4

Beziehungen

was bedeuten Beziehungen? was sind Beziehungen in unserer heutigen Welt noch Wert? Ist es die Liebesbeziehung? Die Arbeitsbeziehung? Die geschäftliche Beziehung? Oder ganz einfach die Beziehung zwischen Menschen:die zwischenmenschliche Beziehung. In der heutigen Zeit haben wir viel zu wenig Zeit um unsere Beziehungen zu pflegen. Wie schön ist es, mit lieben Menschen an einem Tisch zu sitzen und zu reden. Wie angenehm ist es, mit dem Nachbar oder der Nachbarin einige Worte zu wechseln. Wie schön ist es, auf der Strasse wildfremden Menschen ein Lächeln zu schenken. Wie wunderschön ist es,auch, von einem Menschen umarmt zu werden.

Wir haben jederzeit die Möglichkeit Beziehungen einzugehen. Wie wichtig ist es dabei, andern Menschen mit offenem Herzen zu begegnen. Wie viel menschlicher, wird das Leben wenn ich die Wärme eines andern spüren kann. Wie wenig brauche ich zu tun, um auf andere Menschen zuzugehen. Ich denke, dass vorallem in dieser Zeit es ganz besonders wichtig ist, das Herz offen zu halten, auch wenn der andere das Herz gegenüber sich selber geschlossen hat. Kannst Du Dir vorstellen jeden Tag einem wildfremden Menschen ein Lächeln zu schenken? Vielleicht wird es eines Tages erwidert, und Du spürst die Nähe und die Beziehung zu diesem Menschen auch, wenn er Dir fremd ist! Ich wünsche Dir eine beziehungsreiche - und schöne Zeit.

Rosmarie Bernasconi

 

Matte-Zytig September 1994

Quartierzeitung aus der Berner Matte

Ausgabe September 1994


Inhaltsverzeichnis


Chegele

Der Summer heizt nümme so mächtig i. D Nächt wärde scho chüeler und lenger. I de Gärte zwüsche der Matte und der Junkere wirds ändlich rueiger am Abe. Es pressiert, für no die letschte Feschtli vorusse z fiire. D'Sitzplätz wärde grumet und d Terrassebrätler versorge ihres Grillzüg. I de Beizli überleit me sech, obs rentieri, no einisch usezschtuele. Ds Liecht am Morge und am Abe isch heller, bi üs schint d'Sunne iz am Abe bis i hinger Egge vor Stube. Uf der Aare tribe öppe es paar Blettli, i gschpüre wie d' Natur verschnuufet, e Pause macht bevors em Herbscht zue geit.

U de chunnt dä ganz speziell Momänt won i die erschti Chegele gseh am Bode lige, dobe uf der Plattform. I muess se üfläse, se aaluge. So öppis schöns, em liebschte möchtig allne eini schänke. Für mi isch das immer ds Zeiche: iz isch dr Herbscht da, d Chegele si nache.

«D Chegele si nache» het dr Rüedu vor Gass us unge ufe grueffe. Druf abe hets bi üs afa rumore u so ziemlich alli wo Redli oder emel Füess hei gha si uuszoge. Go Chegele sammle.

I dene Herbschte, wo wyt ewäg schiine, em einte chli meh, em angere chli weniger, hei mir Giele e angeri Beziehig zu Chegele gha weder hüt. Weniger romantisch, meh praktisch. Im Tierpark hets nämlich pro Kilo gsammleti Chegele es Zäni gä. D Reh im Tierpark fröii sich a üsne Chegele zum frässe. U mir fröie üs a däm Zustupf zum Sackgeld. Ds Sackgeld-Barometer isch haut immer uf 'Tief' gstande.

Ds meischte Sachgeld het einewäg mit allerlei längwilige Arbeite müesse erchrampfet wärde: em Vater ds Outo wäsche, d Loube fäge, jäte oder anger Ämtli, wo süsch niemer het wölle mache. Das isch e wichtigi Vorbereitig uf z Läbe, hei d Eltere geseit. Uusbütig, hets üs gschunne. Mir hei scho gfunge es sig Leischtig gnue, dr ganz Tag ir Schuel z hocke und ersch no vergäbis.

Drum si mir der Natur u vor allem em Tieparkdiräkter dankbar gsi, das mer mit Chegele sammle gäbig e chli Gäld verdient hei. Dr spannedscht Momänt isch gsi, we dr Vater us em Azeiger vorgläse het, wie u wenn u zu welem Priis me im Dählhölzli cha go Chegele abgä.

Wenis hüt so aaluge, hets eigetlich scho denn alli mögliche Gschäftsbeziehige gä: die einte hei sech zsämme ta und gemeisam bärgewies Chegele gsammlet u am Schluss de teilt, dr anger het säuber Chegele zsämmekouft u numme ghandlet. Die meischt hei, so wien ig ou, alleni gsammlet und alleini ikassiert.

D Matte isch es schöns Quartier. Leider hets aber hie unge viel zwenig Bäum, vorallem z wenig Chegeleböim für alli. Drum si mir zwunge gsi, us'z zie, i frömdi Quartier uf Roubzug z ga. De hei sich de gärn es paari zsämme ta. Allne vora dä wo gwüsst het, wos die schönschte und gröschte Böim het. Für so ne Exkursion hets de nume no es Leiterwägeli, e Sack u es paar richtigi Bänggle brucht um e schöni Ärnte heizbringe.

Schnäll het alles müesse ga. Eigetlich hätt me numme dörfe vom Bode uufläse. Aber mängisch muess me der Natur echli nachehälfe. D Bänggle hets bruucht, um se i Boum ufe z schiesse u je nach Preichi si entweder e Huufe Chegele oder nume Bletter oben abe cho. Die Sammeltechnik isch verbote gsi, si tüeg de Böim nid guet. Aber es isch sowieso fasch alles verbote gsi, wo mer hei wölle mache. U das wo erloubt isch gsi, het nis nid speziell interessiert.

Wenn öppe Strassewüscher oder e Hobbygärtner gseh het, welewäg mer abgläse hei, het's numme eis gä: abtechle, was gisch was hesch. Ke liechti Sach mit emene Leiterwägeli voll Chegele. Aber mir si geng die tifigere gsi. Derzue hei mer no müesse ufpasse wie ne Häftlimacher, dass nis nid d Quartiergiele verwütscht hei. Die heis nämlich gar nid gärn gseh, we mer ihri Böim usplünderet hei.

De hets de sch öppe zu Strasseschlachte chönne choo, zersch mündlich und nächhär schnäll und verruckt. Die beliebtischte Waffe si Steischleudere mit Holzöpfel gsi, und natürlich Persilchneble. Mir tuets hür no am einte oder angere Ort weh, weni a d Persilchneble dänke. Us ere offene Wöschchuchi hei mir die Stünggle für d Wösch iizweiche zsämegstibizt. Persil isch uf de Chneble gstange, si si guet ir Hang glägge u me meh chönne iiweiche als numme dräckigi Wösch.

Aber nid immer isches so strub zu und her gange, meischtens si mer mit üsere Waar friedlich abzottlet. D Chegele hei mir im Chäller iiglageret bis zum Abrächnigstag. Ame settige Mittwuch Nami isch aube e ganzi Karawane iz Dählhölzli abezoge. Denn het me müesse aaschtah; jede het gluegt, öb dr anger meh heigi. Met het sini Chegele la wääge und isch mit em Gäld wider dervo. A dene Tage muess dr Kiosk dört unge Rekordumsätz gmacht haa, wahrschinlich het er im Herbscht numme für dä Tag offegha.

Aber no isches nid ganz so wit: Ei Tag bini mir der Mueter der Aara nah gloffe, bim Marzili vore düre. Mer si amene Hüüsli verbi cho, nid wyt vor Wänteleburg. Dernäbe isch e Chegeleboum gstande, gross und platschvoll. Der Raase isch voll vo abegheite Chegele gsi. So mues ds Land Kanaan usgseh ha, wie mer ir Sunntigsschuel ghört hei. Hie ligt alles parat am Bode, wiit und breit keini Quartiergiele, ke Mönscheseel wo chönnt driirede. We numme de Zuun nid wär.

I bi bliibe schtah, d Mueter het wölle wüsse was sig. I hare die komplzierte Gschicht rund um d Chegele verzellt. Das mit der offene Wöschchuchi u de Persilchneble hani usglahh, i bi ja nid blöd. I mues no säge, mit mire Mueter het me jedi Chalberei chönne mache, we numme d Schueluufgabe gmacht si gsi. Das isch der Vorteil wo me mit ere junge Mueter het. U wie sechs so preicht hani a däm Tag d'Gäbsche zuefälligerwiis scho hinger mir gha.

«Chumm, die Chegele hole mer», heit si gmeint, «wäre ja schad, hie verfule si numme.»

U scho isch si hopp hopp über Zuun gchlätteret gsi und het mi hingenachglüpft.

Mir sinis ällwäg scho bewusst gsi, dass das nid so stubrein isch, was mer gmacht hei. Haus über Chopf hei mer dr Mueter iri Kommissionetäsche mit Chegele gfüllt. Mir si scho fasch fertig gsi, de chunnt wie dr Gugugg us dr Uhr es chlises feisses Mannli us em Hüüsli z schiesse: «Was fallt öich i, das isch mi Garte i rüefe dr Polizei» het er gfuteret. D Mueter un ig si so rassig zrügg übere Zuun wie mer si cho. Ds Mannli het no wyter gschumpfe und isch im Garte umegumpet. Mir beidi, ir Sicherheit hingerem Zuun hei numme chönne lache.

«Tüet doch nid eso, wäge dene paar Chegele» het d Mueter versuecht z beschwichtige. Ds Mannli het nid naaglah u d Mueter verhornet: «Übehoupt söttisch du als elteri Schwöschter dim Brüetsch nid settig dumms Züg vormache!». Mir hei uufgä, u si dervozoge, mit sicher drü Kilo Chegele im Sack!

Aber no hütt, mängs Jahr speter, bsinne mir üs a dä Mittwuch Namittag. We mir üs im Tea-Room hingereme Vermicelles vis-a-vis sitze, u d Sörgeli u Nöt verzelle, de erinnerere mir üs dra, das mer einisch so jung si gsi, das me üs für Gschwüschteri ghalte het.

Ds Liecht am Morge und am Abe isch wisser, bi üs ir Stube hinge ma itz ou d'Sunne häre. Uf der Aare tribe farbigi Bletter, d Natur macht e Pouse bis zum nächscht Jahr. Und überall schmöckts nach heisse Maroni.

D Gschicht isch vom Peter Maibach

I dr Matte isch öppis los

LEBENDIGE ASTROLOGIE UND GLAS

TAG DER OFFENEN TÜR
Glasatelier, Therese Siffert, Schifflaube 38, Bern


Freitag, 14. Oktober 1994 15.00 - 18.30
Samstag, 15. Oktober 9.00 - 15.00

(an diesem Samstag ist Flohmärit auf dem Mühlenplatz,
benützen Sie deshalb die öffentlichen Verkehrsmittel)

Lebendige Astrologie

Rosmarie Bernasconi und Christina Luginbühl, zwei erfahrene Berufsastrologinnen, geben Ihnen Auskunft über die Astrologie.
Für Fr. 15.-- können Sie Ihre persönliche Horoskopzeichnung in Farbe mitnehmen. Dazu brauchen wir Ihren Geburtsort und die genaue Geburtszeit.

Wochenendseminar 22. + 23. Oktober 1994, Bern Astrologie erleben und erfahren!

Ferienkurs vom 26. März - 1. April 1995 im wunderschönen Buggiano.

Was Buggiano? Lebendige Astrologie und Buggiano? Neugierig? Wollen Sie mehr darüber wissen? Etwas verraten wir Ihnen: Der Geniesser und Koch aus Leidenschaft aus der Matte wird uns in Buggiano kulinarisch verwöhnen!

Besuchen Sie uns in der Matte - im schönsten Quartier von Bern!

Glas und Astrologie

Glasobjekte und Schmuck von Therese Siffert. Therese hat die Symbolsprache der Astrologie benutzt, um wunderschöne Glasobjekte herzustellen. Gerne zeigt sie Ihnen ihre Kunstwerke. "Zum Anschauen, Anfassen und natürlich auch zum Kaufen".

Ihre Produkte finden Sie übrigens auch am Münsigenmärit vom 22. Oktober und am Weihnachtsmärit im Dezember auf dem Münsterplatz.


Bagolino

Bagiolino

Die Entdeckung des Repertoires dieser Instrumentalmusik ist vor noch nicht so langer Zeit gemacht worden, nämlich erst im Jahre 1972. Vorher ist zu dieser Musik sehr wenig überliefert gewesen, sozusagen nichts, es gibt keine Noten und auch keine Beschriebe. Sicher hat es auch in dieser Gegend Leute gehabt, die ethnologische Untersuchungen gemacht haben, aber dort ist relativ wenig über diese Tänze geschrieben worden.

Das Repertoire der Musik von Bagolino besteht aus ungefähr 15 -20 verschiedenen Tänzen. Diese Tänze werden wirklich nur in dieser Gegend gespielt, in andern Gegenden von Norditalien gibt es mit Sicherheit kein ähnliches Repertoire von solcher Musik und solchen Tänzen.
Ebenso sind die Namen dieser Stücke ein grosses Rätsel, man kann auch aufgrund der Namen keine Herkunft ableiten. So ist man z.B. am Überlegen, ob Ariosa von rosa kommen könnte, in Venedig sagt man riosa für Rose. Der Begriff Landerina könnte von Ländler abstammen.

Die Instrumentierung ist eigentlich sehr traditionell geblieben. Das heisst, so geblieben, wie sich die Ältesten des Dorfes im Jahre 1972 noch besinnen konnten, nämlich Geige, Bass und Gitarre - während Mandoline später noch dazukam und ursprünglich nicht dazugehörte. Bassgeige wird in erster Linie gestrichen und als Rhythmusinstrument gespielt.
Schauen wir den Tanzschritt der Tänzer von Bagolino an, so ist auch da kein Zusammenhang zu finden mit den andern italienischen Tänzen von Norditalien. Laut Beschreibungen scheint dieser Tanzschritt viel älter zu sein als die andern Tänze, die früher und heute noch in der Gegend getanzt werden.
Die Art und Weise, wie die Geige gespielt wird, lässt auch nicht speziell auf die Herkunft dieser Stücke schliessen. Man kann sagen, dass die E- und A-Saiten immer gespielt werden, D-Saite ab und zu und die Vierte-, die G-Saite nie.
Ebenso kann man aus der Musik von Bagolino keine Ableitungen von älteren Instrumenten machen, z.B. von Dudelsack, derja sehr viel in der Alpengegend von Brescia gespielt worden ist.
Alle Tänze, mit Ausnahme vom ersten Teil von Pas in amur haben einen ähnlichen Rhythmus, nämlich normalerweise 12/8 oder 6/8 im Bussulu.
Die meisten Stücke werden in Dur-Tonarten gespielt mit Ausnahme von Bussulu, dort geht es in Moll und ebenso Mascherina hat einen Mollteil. Von grösster Bedeutung für die Fasnacht von Bagolino ist die Tatsache, dass eine Gruppe von Musiker diese speziellen Tänze spielt, und die von Tänzern in ihren Kostümen begleitet werden. Diese Art von Fasnacht, von Musik und von Tänzen ist etwas absolut einzigartiges. Eine Besonderheit ist auch, dass die Musiker und Tänzer sich einen Monat vor der Fasnacht treffen und ihr Repertoire spielen, das einzig und allein für die Fasnacht gedacht ist. Dieses Repertoire wird das ganze Jahr sonst nie gespielt. Die entsprechenden Musiker spielen gelegentlich an Hochzeiten aber dort spielen sie im allgemeinen Walzer, Marsch, Ländler usw. Das Repertoire mit diesen Bagolinotänzen wird nur am letzten Montag und Dienstag der Fasnacht gespielt.
Die Musiker sind zusammengesetzt aus 2 Geigen, 2 Gitarren und 1 Kontrabass, hin und wieder 1 Mandoline.
Einzige Ähnlichkeit wurde in der Kleidung der Tänzer gefunden. Man hat festgestellt, dass eine ähnliche Kleidung von Tänzern im französischen Baskenland beschrieben worden ist.
Es gibt eine Interpretation von einem Ethnologen, Giuliano Fusi, der sagt, dass in diesem Carnevale di Bagolino unter den Masken die Bergbevölkerung, die sehr unterdrückt wurde von der Obrigkeit und von den Gutsherren, sich an der Fasnacht Luft machten, indem sie in Methaphern gegen die Obrigkeit ausgedrückten. Die Bedeutung davon ist auch, diesen Herren, dieser Obrigkeit zu zeigen, dass auch die armen Leute einen gewissen Reichtum haben, und dieser wird auf den Hüten der Tänzer gezeigt.
Andere Interpretationen deuten eher auf das Erotische, auf das Sexuelle hin. Von diesen Tänzen, von denen es teilweise Texte gibt, wären die Texte eher auf diese Interpretation zu schliessen.

Die Texte und Auszüge stammen vom Buch Mondo popolare in Lombardia, Brescia e il suo territorio, Text von Italo Sardi und Roberto Leidi , Christina Pederia.

Und jetzt noch aus dem Buch I Giorni del carnavale von Sergio Re.
Nach ihm muss die Fasnacht Wurzeln haben, die älter sind als 1515 d.h. älter als die Schriften vom Gemeinderat von Bagolino selber. Möglicherweise kommt der Name Bagolino vom römischen Dörfchen = Pagus. Die könnte ein Zeichen einer vorrömischen Siedlung sein.
Zur Geschichte von Bagolino weiss man aus Schriften aus dem 17. Jahrhundert, dass Bagolino selber, weil es ein Bergdorf war, immer sehr schmal durch musste und immer sehr viel Armut kannte. Eine Welt von Älplern und Förstern, (Masken) die sich immer von der Umwelt abgeschlossen hat und autark war.
Zur Musik von Bagolino und zu den Tänzen schreibt Sergio Re, dass die Herkunft dieser Musik mit grosser Wahrscheinlichkeit von der andern Seite der Alpen kommt, nämlich von den nördlichen Ländern. Aber es ist nicht bewiesen. Auch die Art und Weise wie die Geige gespielt wird, lässt auf Länder nördlich der Alpen schliessen.
Weil Bagolino zu einer bestimmten Zeit zu Trento und nicht zu Breschia gehört hat, ist die Hypothese naheliegend, dass gelegentlich Musiker aus dem Tirol in Bagolino vorbeikamen. Das würde natürlich die Einzigartigkeit von diesem Repertoire erklären. Bagolino hätte demzufolge ein Repertoire geerbt, das nicht aus der Gegend stammt.

Übersetzung: Silvio Balinari; Überarbeitet: R.+R. Margot

Verein der Freunde des Berner Münsters

Trutzig stolz blickt das Berner Münster auf die Matte herab.
Trotzig stolz blicken die Mätteler auf das Münster hinauf.

Wir sind Freunde. Wenn ein Freund in Gefahr ist, steht man/frau ihm bei, das lernt man/frau von Kindesbeinen an. Das Berner Münster braucht Hilfe von uns. Sonst wird in ferner Zukunft kein stolzer Freund, sondern ein verlottertes Wrack unser Nachbar sein. Damit das Münster den kommenden Generationen erhalten bleibt muss der stetige Unterhalt gewährleistet sein.

Helfen auch Sie mit. Die Berner Münster Broschüre liegt der Zeitung bei.

Die Redaktion

LESERBRIEFE

Liebe MATTE-Zeitung

Ich schreibe sonst eigentlich keine Leserbriefe, aber was zur Zeit in der Matte geschieht muss einmal gesagt werden!

Unser schönes Altstadtquartier verkommt leider immer mehr zu einer Festhütte nach Zürcher Vorbild. Kaum ist der Verkehr einigermassen beruhigt, kaum ist die Tanzdiele geschlossen, nisten sich unzählige Nachtclubs in der Mühle ein. Mit Schliessungszeiten spät nach Mitternacht bewirken sie, dass in der Nacht mehr Leute in die Matte kommen als am Tag. Lautes Gegröhle verhindern die Nachtruhe der arbeitenden Bevölkerung. Versudelte Lauben und Abfallberge sind unerfreulich, die wenigen Gärten werden als Pissoir gebraucht.

Fehlt nicht viel und wir haben auch noch die Drögeler bei uns unten, wie es am Letten in Zürich ist, hören wir ja täglich!

Und was tut eigentlich der MATTE-Leist? Man hört nicht viel von ihm zu diesem Thema, aber es muss doch auch Leute in der Matte geben, die früh ins Bett gehen und früh aufstehen müssen, oder bin ich der einzige?

P.D.S aus 3011 (Name der Redaktion bekannt)



Liebe MATTE-Zeitung

Ich habe Ihren Leserbrief von "Peter dem Schrecklichen" gelesen und kann nur sagen: Oh Schreck!

Was dieser senile Spiesser gegen das fröhliche und doch eigentlich ziemlich displizinierte Nachtleben in der Matte schreibt, entspringt einzig und allein dem Neid. Wahrscheinlich muss dieser P.D.S. aus 3011 jeden Abend nach dem Nachtessen ins Bett, wie etwa ein noch nicht schulpflichtiges Kind. Er soll doch nach Hinterfultigen umziehen, da hat er dann seine vielgepriesene Nachtruhe. In der Matte geht es nicht lauter zu und her in der Nacht, als sonstwo auf der Aarehalbinsel. Ich jedenfalls bin froh, dass bei uns drunten endlich auch etwas los ist und man des nachts nicht mutterseelenallein herumwandeln muss. Man weiss ja längst: Stille, tote Quartiere sind nach elf Uhr nachts gefährlich. Besonders für eine attraktive, mittelalterliche Frau wie ich es bin. Darum: Matte-Clubs, macht nur weiter so!

Die lustige Witwe aus 3011 (Name der Redaktion bekannt)

Ein kühler Kopf und heisse Badehosen!

Susie und Martin

Dieser Sommer war heiss und schön wie schon lange nicht mehr. Kein Wunder, dass es den einen oder anderen Mätteler ins Wasser trieb. Wozu ins Marzili pilgern, wenn man die Aare vor der Türe hat? fragte sich das Wasserwesen Martin.

Und so wird die Matte wahrscheinlich schon bald ein begehrtes Reiseziel - für Badeferien.


Die heissen Zahlen

4-5-6-11-12-13-14-15-18-19-20-25-26-27-28

Nein liebe Mättelerin, lieber Mätteler, das ist nicht der neue Tototip der Matte-Zytig. Es ist auch nicht die Telefonnummer vom Präsidenten des MATTE-Leistes und siner Frou. Auch die Masse der Miss Matte sind es nicht. Dennoch versprechen diese Zahlen eine gute Zeit. Es sind die persönlichen Glückszahlen für viele Mattebewohnerinnen und Bewohner. Nein, nein, nicht vom nächsten Pontonier-Lotto. Es ist auch kein neuer Wettbewerb vom Leist.

Es sind Tage im September, die Ruhe verheissen und Stille. Nein, leider sind es keine verkehrsfreien Tage in der Matte. Es sind diejenigen Tage im September, an denen im Wasserwerk nichts los ist. Ja, richtig, an diesen Abenden können viele Mättelerinnen und Mätteler damit rechnen, eine Nacht lang ungestört zu schlafen. Am anderen Morgen können wir uns auf eine saubere Laube freuen und auf Häuserfronten und Gartenzäune, die nicht verbrünzelt sind. Schnaps-, Bier-, Wein- und Wasserwerk wir danken dir für das schöne Geschenk!

Sachar

Ruth - Eine aussergewöhnliche Frau

Foto: Urs Hänsenberger, Bern

Die Verkehrsprobleme in der Matte sind Ruth nicht gleichgültig. Von ihr aus könnte man die Matte verkehrsfrei machen. Sie ärgere sich sowieso über den Durchgangsverkehr, vor allem um die Mittagszeit oder am Abend. Manchmal begreife sie nicht, dass die Polizei lieber Parkbussen verteile, als sich mehr Zeit dazu zu nehmen, den Durchgangsverkehr zu kontrollieren. Wenn sie die Entwicklung der Matte in den letzten 13 Jahren anschaue, sagt sie, mache es ihr richtig Angst. Viele alte MättelerInnen verschwinden. Billiger Wohnraum in der Matte weicht teuren Luxuswohnungen. Echte Mattenoriginale wie die Frau, die regelmässig alle zwei Wochen ihren Zopf neu frisiert haben wollte, verschwinden. Sie bedauert, dass die Matte immer mehr zu einem Vergnügungsviertel wird.

Ruth braucht viel Freiheit und Unabhängigkeit, deshalb wohnt sie nicht in der Matte. Die Matte sei ihr zu eng und habe fast schon wieder zu viel Dorfcharakter. Sie brauche ihre Ruhe am Abend und möchte abschalten können. Wenn sie im Quartier wohnen würde, wäre es für sie noch schwieriger sich abzugrenzen. Das Mattequartier als Arbeitsort sei für sie sehr schön. Manchmal trifft man Ruth vor der Arbeit bei Sonnenschein im Fischerstübli im Gärtli oder nach Feierabend mit Doris im Restaurant Zähringer. Eine gute Beziehung zu Doris ist ihr wichtig um gemeinsam arbeiten zu können.

Wenn ich an Ruth denke, stelle ich mir eine mächtige und starke Frau vor. Eine Frau die weiss, was sie will und die mit beiden Beinen im Leben steht. Weiss was das Leben zu bieten hat, und was sie vom Leben erwarten kann. Ruth Y. Meyer entspricht äusserlich gar nicht diesem Bild. Wenn ich Ruth ansehe, macht sie mir den Eindruck einer zerbrechlichen, verletzlichen und gspürigen Frau. Je länger ich mit Ruth spreche, kommt die kräftige Ruth zum Vorschein. Die Ruth, die ich mir eben unter dem Namen Ruth tatsächlich vorstelle die Powerfrau Ruth. Manchmal eine Rebellin, eine Frau, die sich nicht in Normen pressen lässt. Eine Individualisitin!

Ruth arbeitet seit 13 Jahren in der Matte. Am 13. August 1994 feierte sie mit ihrer Geschäftspartnerin Doris Stucky das 13 jährige bestehen "Coiffure Schifflaube" an der Schifflaube 26. Sie hat im Moment nicht im Sinn, sich beruflich zu verändern, also heisst es für uns, dass wir Ruth weiterhin in der Matte antreffen werden. Bereits mit 23 Jahren wurde sie Mitinhaberin und baute mit Doris zusammen dieses Geschäft auf, welches sie von Gilbert gemeinsam übernahmen. Am Anfang spürte sie Misstrauen aus der Bevölkerung so ungefähr wie "was wollen die zwei Frauen hier in der Matte?" Das Mattenvolk sei eben schon speziell, am Anfang hatten sie es gar nicht so einfach angenommen zu werden. Im Laufe der Zeit kamen aber immer mehr "Mattegrindä" zum Haareschneiden oder zu einem kurzen Schwatz. Manchmal kamen auch MättelerInnen schnell zu einem Kaffee, weil es in ihren Wohungen einfach zu kalt war. Sie sagt nicht ohne Stolz, dass sie und Doris trotz des Lädelisterben es geschafft haben mit ihrem Coiffuresalon in der Matte zu überleben und immer noch genug Arbeit hätten. Ohne Voranmeldung geht normalerweise nichts, ausser man ist hartnäckig genug wie der alte Herr, der in der Matte aufgewachsen ist. Dieser alte Herr wollte seine Frau mit einer neuen Frisur überraschen. Leider sagt Ruth, hatte ich wirklich keine Zeit mehr. Am andern Morgen stand er wieder vor der Tür und statt in Ruhe Kaffee trinken zu können, verpasste sie ihm, der in der Matte aufgewachsen ist, wie er nochmals betonte, einen neuen Haarschnitt.

Ruth arbeitet im Coiffuresalon mit den grossen Fenstern, wo alle jederzeit hereinschauen können! Eher ungewöhnlich, da wir uns in der heutigen Zeit immer mehr wieder hinter Mauern und Gitter zurückziehen. Niemand darf sehen, wie gut wir arbeiten oder eben nicht! Alte Sessel und viele Pflanzen verzieren das Geschäft. Wenig Luxus und Chichi, so lebt auch die private Ruth Y. Meyer. Sie arbeitet drei Tage in der Woche und sagt dabei, dass sie nicht mehr brauche zum Leben. Sie nimmt sich ein bescheidenes Gehalt aus diesem Geschäft, damit sie genug zu einem einfachen Leben hat. Sie braucht kein Zweit-Auto, und ein Erst-Auto hat sie sowieso nicht! Sie kommt mit dem Velo oder mit den öffentlichen Vermitteln ins Geschäft. Ruth setzt sich immer wieder mit ihrem Beruf auseinander. Hören wir Ruth zu, wie sie sich über Haare Gedanken macht: Haare sind nicht einfach Haare. Kulturhistorisch gibt es viele Sagen, Märchen, Bilder über Haare.

Haare haben immer zur Geschichte der Menschheit gehört. "Viele Geschichten werden heute noch an den Haaren herbeigezogen!" Nicht jeder hat Freude am Haar in der Suppe!

Wir pflegen, formen, verzieren die Haare, seit der Entwicklung ältester Kulturen. Eine Frisurenstilkunde, in welcher wir eine zeitbedingte Lebensart entnehmen können, ist mit einer Zeitepoche wie z.B. in der Malerei, Musik, Dichtung und Baukunst zu vergleichen. Schon im mittleren Reich der alten Ägypten, bei den Frisuren von Prinzessin Kavit oder Ramoses spielten Haare eine wichtige Rolle. Im griechischen Sagenkreis gab es Haaropfer für die Götter. Alle kennen wir die goldenen Haare der Loreley, wie Rapunzel ihre Haare einsetzt. Auch kennen wir die Engelshaare, Hexenhaare, Glatzendämmerung, Barthaare, Zopfabschneider, Simson, Liebes- und Haarzauber. Und was mit dem ungehorsamen Struwelpeter geschehen ist, wissen wir auch!

Politisch gesehen wurde im 19. Jahrhundert Haare schneiden oft gleichgesetzt mit sozialer Kontrolle. Deshalb hatten Revolutionäre meist lange Haare. Ist es doch heute noch so, dass Langhaarige in der Gesellschaft auffallen und als Revoluzzer bezeichnet werden! Die Schere wurde zum Symbol der Zensur für die Jugend. Allgemeine, angepasste kurz geschnittene Frisuren waren Mode und passen auch heute noch in unsere Gesellschaftsformen! politisch möchte sie nicht mehr sagen, als dass sie politische Haarspaltereien zum Haarausreissen und haarsträubend finde.

Für sie persönlich sind Haare immer wieder eine schöne und spannende Materie. Sie kann pflegen, formen, schneiden, verzieren und es ist ihr wichtig, mit Haar und Haut in Berührung zu kommen! Die Haare der Menschen haben ihre eigene Sprache. Haare gehören zu unserer ersten Haut (Kleider sind die zweite Haut, Wohnraum und Möbel die dritte!).

Die Arbeit als Haarschneiderin macht ihr Spass. Ruth ist nicht nur einfach Coiffeuse. Sie ist Seelsorgerin, Zuhörerin und sie betont, dass eine Coiffeuse, genauso wie eine Kioskfrau oder Servierfrau vielmehr eine soziale Aufgabe habe als manch anderer Beruf. Leider wird dies in unserer Gesellschaft noch viel zuwenig geschätzt. Für Ruth ist es wichtig, dass sich ihre KundInnen entspannen können. Wenn Sie sich wohl fühlen kann eine Beziehung entstehen. Sie erzählen ihre Geschichten und Ruth hört zu. Bei StammkundInnen erzählt sie, "Hier kann ich meine Gedanken zum und vom Leben einbringen". Sie schneidet Haare - nicht zu wenig und nicht zuviel, so dass der Kunde nicht unbedingt die Frisur nach der neusten Mode hat, sondern die Frisur welche der momentanen Verfassung des Kunden entspricht. Gehen wir noch ein bisschen zur privaten Ruth.

Was macht Ruth in ihrer Freizeit, will ich wissen. Sie gehe gerne in den Wald, am liebsten querfeldein oder streife mit dem Velo durch die Natur. Ein regelmässiger Saunabesuch sei ihr ebenso wichtig wie ein gutes Essen mit FreundInnen. Sie braucht den Austausch und die Beziehungen nicht nur im Geschäft. Und wenn sie genügend Freiraum hat, malt sie! Form und Farben sind ihr wichtig. Sie könne in ihren Bildern mit Farben spielen, sich verlieren, Neues entdecken. Genauso wie in ihrem Leben, sucht sie beim Malen die Pastelltöne, auch dunkle und bunte Farben. Für Ruth gibt es eben nicht nur schwarz und weiss! Manchmal malt sie die ganze Nacht, wenn sie etwas zu verarbeiten hat. Sie interessiert sich für vieles im Leben und setzt sich auch mit vielem auseinander. Malen sei für sie deshalb ein Ventil, um all ihre inneren Bilder umsetzten zu können. Farben bedeuten für sie Energie und Leben. Sie kommt ins Schwärmen wenn sie mir ihre Bilder zeigt.

"Siehst du meine Geschichten in diesen Bildern?" fragt sie mich. Natürlich sehe ich die Gesichter, die Formen, die Farben. Die Vielfalt und Buntheit. Manchmal sehe ich Licht und Dunkelheit in ihren Bildern. Tränen, Freude, Wut, all ihre Gefühle kommen zum Ausdruck. Ruth möchte einmal ihre Bilder ausstellen. Wo, das weiss sie noch nicht genau, vielleicht in der Matte. Wer weiss? Wir von der Matte-Zytig werden Sie rechtzeitig darüber informieren.
Als ich sie frage: "was würdest Du auf die berühmte Insel mitnehmen?" sagt sie ganz spontan "nur d Ruth!" Dann also viel Spass und merci vielmal für das "hölleguetä" Gspräch!

Rosmarie Bernasconi

Waage-Menü

Kreieren Sie ein "Fest der Sinne"!

Die Waage ist ein schöngeistiger Mensch, der mit offenen Augen und wachen Sinnen durchs Leben träumt. Wenn es möglich ist, laden Sie die Waage zu einem "tête-à-tête-Dîner" ein und nehmen Sie sich viel Zeit zur Vorbereitung! Eine Kerze hier, ein paar Blumen dort und ein wunderschön gedeckter Tisch - die Waage wird es Ihnen verdanken. Aufmerksam und charmant bemerkt sie die kleinen Mühen und Sie werden eingehüllt in Wärme und erleben ein Feuerwerk von echt gemeinten Komplimenten.

Ein Gourmet-Menu ist gerade gut genug, begleitet von erlesenen Weinen. Mit viel Liebe vorbereitete kleine Plättchen erfreuen den Waage-Gaumen und kreativ ausgerichtet das Waage-Auge.

Ein üppiges Menu für eine Waage könnte z. B. wie folgt aussehen:

Schlemmer-Menu für die Waage

  • Lachs-Tatare mit Olivenöl
  • ein kleines Kürbissüppli
  • ein kleiner Tomatensalat mit Mozzarella und viel Basilikum
  • ein kleines Stückchen Lachsfilet auf Basilikumcrème
  • ein Grapefruitsorbet mit Campari
  • Lammgigot mit Gorgonzolasauce und Kartoffelgratin
  • Tiramisu

Ausgiebig nicht war?! Wichtig sind vorallem die kleinen Portionen und die Liebe, mit der das Essen vorbereitet wird. Wählen Sie einen Menugang, der auch Ihnen selber Freude bereitet, dann kann nichts schief gehen.

Lachs-Tatare mit Olivenöl

  • Estragonsauce
  • 1 dl Doppelrahm
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL frischer Estragon fein gehackt
  • Saft von 1/4 Zitrone

Die Zutaten mischen. Im Kühlschrank 30 Min. anziehen lassen.

  • Meersalz und schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Zitronensaft
  • 3 EL Olivenöl (gutes!)

Meersalz und Pfeffer im Zitronensaft verrühren, bis das Salz gut aufgelöst ist. Olivenöl beimischen.

  • 100 g roher Salm, gehäutet und entgrätet (bitte ganz frisch!!)

Den Salm von Hand in feine Streifen, dann in Würfel schneiden und mit dem grossen Messer fein hacken. Mit zwei Drittel der Olivenölsauce mischen.

  • 4 gelbe Kopfsalatblätter

Die Salatblätter mit der restlichen Salatsauce bepinseln. Auf Teller auslegen, den Salm zu kleinen Tatares formen und auf das Salatblatt legen.

  • Cherrytomaten Zweiglein Estragon und Estragonblätter

Mit je einer Cherrytomate und dem Estragon garnieren. Die Estragonsauce mit heissem Kaffeelöffel ausstechen, dazu anrichten.

Tip: Für die Estragonsauce pasteurisierten Rahm verwenden, sonst wird die Sauce nicht fest!

Kürbisschaumsuppe mit Pouletleber

  • 800 g Kürbis klein geschnitten
  • 1 Zwiebel gehackt
  • 1 Rüebli klein geschnitten
  • 1/4 Lauch klein geschnitten
  • Butter

Alle Zutaten ausser dem Kürbis im Butter andünsten. Das Kürbisfleisch dazugeben und 15 Min. mitdünsten.

  • 5 dl Hühnerbouillon
  • 2 dl Milch

Flüssigkeit dazugiessen und auf kleinem Feuer 1 1/2 Stunden kochen.

  • Salz
  • wenig Muskatnuss
  • 1 dl Rahm geschlagen

Suppe mit dem Mixer fein pürieren. Mit dem Salz und wenig frisch geriebenem Muskat würzen. Aufkochen, den geschlagen Rahm beigeben und unter kräftigem Rühren wieder aufkochen.

  • 10 g Butter
  • 1/2 TL Schalotten fein gehackt
  • 120 g Pouletleber oder Kalbsleberli
  • 2 EL Madeira
  • Salz, Pfeffer

Schalotten in heisser Butter andünsten. Die Leber beigeben, anbraten und mit Madeira übergiessen. Die Leberchen würzen und rosa braten.

Die Kürbissuppe in tiefe Teller füllen und die heissen Leberli hineinlegen. Mit einem Kerbelzweig und einem Tupf geschlagenem Rahm garnieren.

Lachsfilet auf Basilikum

  • 2 Bund Basilikum
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 EL Senf
  • Salz, Pfeffer

Den Basilikum mit dem Zitronensaft, Zucker, Senf, Salz und Pfeffer pürieren.

  • 150 g Crême fraîche oder halb Sauerrahm, halb Doppelrahm

Die Crême fraîche unterrühren.

  • 1 Lachsfilet enthäutet

Über dem Dampf garziehen lassen. Den Fisch halbieren und auf der Basilikumcrème anrichten.

Grapefruitsorbet mit Campari

Nein keine Angst, das muss man nicht selber machen. Migros machts möglich! Ein Sorbet zwischendurch hilft verteilen.

Grapefruitsorbet mit etwas Campari übergossen sieht farbig sehr schön aus. Garnieren Sie das Sorbetkügelchen noch mit einem Münzenblatt, das passt geschmacklich gut dazu.

Ob der Tomatensalat wirklich nötig ist und welches Fleisch mit welcher Sauce Sie wählen, sei Ihnen überlassen. Ob zur Krönung noch ein Tiramisu (Rezept im Sommerheft Nr. 2) Platz hat, weiss ich nicht. Ich weiss aber, dass Waagen sehr süss sind und Dessertbuffets lieben!

Ich wünsche Ihnen viel Liebe

Jacqueline Kochhexe Vuillien

Itteme Inglische

Vor einigen Tagen klebte am Brunnen auf dem Mühlenplatz ein kleiner Zettel von einem Postenlauf durch das Mattedorf. Darauf stand die Frage geschrieben: "Welche Sprache wird in der Matte gesprochen?"
Wir wissen es: das Mattenenglisch!
Der Lehrgang 1 für Mattenenglisch (ME) in der letzten Ausgabe der Matte Zytig hat einige gute Reaktionen ausgelöst. Allgemein findet man, dass es schwierig ist, ME zu lesen. Durch Zuhören ist es viel leichter, den Inhalt zu verstehen. Beim Schreiben ist auch die Betonung der Silben nicht ersichtlich. Res Margot wäre bereit, mit Hilfe von andern ME-Kundigen, bei grösserem Interesse, ein Demobändli herzustellen.

Der Mattenenglischclub machte aufmerksam, dass das Wort ja /ije besser mit ieu, jem, jess /ieuhe,ieue übersetzt werde. Weitere kleinere Fehler rutschten durch das Schriftsetzen in die Zeitung.

Im Weitern haben etliche Auswärtige wie auch eine grosse Tageszeitung Interesse am ME angemeldet.

Was könnte man tun, damit das ME wieder mehr gesprochen wird?

  • Die Speisekarten der Matte-Beizen könnte man auch in ME abfassen. Vorbildlich ist die Karte vom Mühlirad! z.B. Wienerschnitzu u Pommfrit / Ienerweitzuschne u Immpeitfre
  • Die Strassenschilder könnte man in ME ergänzen, wie andere zweisprachige Orte:z.B. Gerberngasse / Irberegeissge
  • Einer der 1000 neuen Kanäle des Drahtfernsehen könnte man für ME-Sendungen bereitstellen, Itteme-TV (ITV)
  • Die Amtssprache könnte ME sein (gäu, René / iuge, Inere)
  • Die Matteschule könnte im ersten Schuljahr das Fach "ME mündlich / Itteme Inglische indlichme" einführen. Die Lehrerschaft würde hauptsächlich auf eine urchige, farbige Aussprache und Wortschatz achten.
  • Der Pfarrer der Matte könnte gelegentlich seine Predigt in ME halten. Dies würde den einen oder andern Mätteler in die Nydeggkirche locken. z.B. Liebe Gott / Iebele Ittge

Res Margot

Wer weiss, vielleicht kann man das eine oder andere verwirklichen? Sicher haben Anwohner weitere Ideen, um unsere originelle Sprache zu pflegen. Wär weiss / irwe isswe?

Res Margot / Isre Irgotme

 


Eindrücke vom Nydeggbrückenfescht

De Lüt ids Muu gleit!!! Ide Itle idse Ime iitgle!!!

Mätteler erläbe, erfeschte u gniesse z Nydeggbrüggefescht. Ittelerme ireibele, ireischtefe u iessegne z Ideggneiggebreischtfe.

(Über ds Nydeggbrüggefescht im allgemeine heit dir die aktuelli Tagespress chönne läse). (Ibere ds Ideggneiggebreischtfe ime illeigeiineme iithe irde iede iktuellie Igesteisspre inneche isele).

Dr Zach cha lache

Öb ächt dä Nachschueb Bier längt für di nächschti Schtund? (Jüre, dr zuekünftig nöj Kassier). Ibe ichte ide Ichneiebsche Ierbe ingtle irfe ide ichschtine Indschte? (Ireje, dr iezeinftigke ijene Issierke).

Hap-schnapp zum Zuebiisse guet (Markus). Iphe-ippschne imze Iezeissebe ietge (Irkusme).

Dr Zach cha lache wiu Kasse stimmt! Dr Ichze iche ichele iuwe Isseke immtste!

Housi, wo isch dis Örgeli? Iusihe, iwe ische isde irgelie?

Eh, lueg ou da, äs het no angeri Lüt näb de Mätteler da! (Rene u Marianne Stirnemann). Ihe, iegle iue ide, ise ithe ine ingerie Itle ibne ide Ittelerme ide! (Inere u Irianneme Irnesteinnme).

 

Spiegu, Spiegu a dr Wand, wär isch dr Schönschti im ganze Land? (Kees) (Amerkig Redaktion: Ig finge är isch dr Liebschti u Heissischti!). Ieguspe, Ieguspe a dr Indwe, irwe ische dr Inschtische ime inzege Indle? (Iske) (Imerkige Idaktionre: Ige ingefe ire ische dr Iebschtile u Iissischtihe!).


Neue Grundkurse in psychologischer Astrologie

Willst du mehr über Astrologie und deren Symbolsprache erfahren? Willst du dich besser kennen lernen? In diesem AnfängerInnenkurs brauchst du keine Vorkenntnisse. Wir werden nicht nur theoretisieren. Wir arbeiten mit dem eigenen Horoskop. Astrologie erleben und erfahren!

jeweils Dienstagnachmittag: Zeit: 14.00 - 16.15
11.10./18.10./25. Oktober 1994
1.11./8.11./15.11./22.11./29. November 1994
Kurskosten Fr. 300.-

jeweils Montagabend: Zeit 19.45 - 22.00
7.11./14.11./21.11./ 28. November 1994
5.12. + 12. Dezember 1994
Kurskosten Fr. 240.-

Alle Kurse finden an der Schifflaube 26, statt.

Weitere Infos Rosmarie Bernasconi, Tel. 311 01 08
Weitere Kurse auf Anfrage.


Zu vermieten per 1.11.94

Weihergasse 7, 3005 Bern
helle, repräsentative Büroräume
aufgeteilt: ca: 25 m2/ 49 m2/ 12 m2
mit Archivraum und Kochnische und Toilette

geeignet für Architektur, Grafik, Kurslokal

Mietpreis mtl. 2800.-- inkl. Nebenkosten, Parkplatzmiete möglich.
Auskunft: Ruth Gygax 791 16 24 abends


Gücks-Egge

Die Rubrik Glücks-Egge: Die Rubrik, in welcher Sie etwas zum Kaufen, Tauschen oder Verschenken anbieten können. Vielleicht hat jemand Geburtstag dem Sie gratulieren möchten. Vielleicht hat jemand eine Prüfung bestanden. Vielleicht heiratet jemand. Vielleicht hat jefrau ein Kind erhalten! Sie haben viele Möglichkeiten ihre ganz persönliche Nachricht über die Matte-Zytig mitzuteilen. Schreiben Sie uns und wir drucken für Sie! Richten Sie Ihren Zeilen an: Matte-Leist, z.Hd.. Matte-Zytig, Postfach 79, 3000 Bern 13.

  • Lieber Peter, Lieber Kees es tut uns leid, dass ihr Kopfweh hattet, nach dieser Nacht! Es tut uns wirklich leid! Leid tuts uns auch, dass ihr schon wieder ein Jahr älter werdet.
    Kees feiert am 29. September noch einen ungeraden Geburi und Peter feiert am 8. Oktober wieder einen ungeraden! Die zwei Hexen der Redaktion wünschen diesen zwei süssen Waage-Männern zum Vernaschen alles Liebe.
  • Endlich: Rosmarie vierzig geworden!
    Schon sind es ein paar Tage her, seit dem 1. September. Längst ist nach dem Festli alles wieder schön aufgeräumt. Ein neues, spannendes Lebensjahr hat begonnen. Es fehlt eigentlich nur noch der Glückwunsch der MATTE-Zytig: Liebe Rosmarie Bernasconi aus der Schifflaube, wir alle wünschen Dir, dass alles gute und schöne im neuen Jahr nicht nur in den Sternen steht sondern auch geschieht. Deine MATTE-Zytig.
  • Noch eine Herbstgeborene von der Redaktion! Auch Jacqueline ist nicht gefeit vorm älter werden. Am 25. November rückt sie mit riesen Schritten dem vierzigsten in die Nähe. In 5 Jahren ist es dann soweit! Ich wünsche ihr noch viele kreative Schübe und freue mich weiter mit Jaqcueline die Matte-Zytig zu gestalten.
  • Liebe Susanne, es tut uns leid, dass wir Dir gratulieren müssen zu Deinem neuen Nebenjöbli bei der Brunne-Zytig. Wir wünschen Dir starke Nerven und einen goldenen Humor dazu. Gerne gratulieren wir Dir jedoch zu deinem Geburi am 17. September und freuen uns, noch viele Nächte mit Dir "durchzuzechen"!

Leni Hersberger ist nicht mehr

Erinnern Sie sich noch, liebe Leserin, lieber Leser, an unser Porträt von Leni Hersberger in der Matte-Zytig vom März 1993? Die am 30. April 1911 in unserem Quartier geborene Witwe ist am 31. Juli dieses Jahres zu ihrem langjährigen Ehepartner Heinrich in die Ewigkeit zurückgekehrt. Am 5. August fand in der Nydeggkirche die Trauerfeier statt. Pfarrer Matthias Suter tröstete die Söhne, Grosskinder, den Bruder und viele Freunde der Verstorbenen mit dem Andenken an Lenis Freundlichkeit, Bescheidenheit und Tapferkeit. Mit ihr ist eine echte Mättelerin mehr verschwunden, eine Persönlichkeit, die ringsum auf grosse Gegenliebe traf. Wir wünschen Leni die verdiente grosse Ruhe und ein Wiedersehen mit ihrem geliebten Ehemann.

Fritz Kobi

 


Es weihnachtet sehr!

Stop - halt - Stop - halt - nicht weiterblättern!

Nein wir haben uns nicht in der Ausgabe geirrt. Aber als "weitsichtiger und organisationstalentierter" Vorstand diskutieren wir schon seit langem unsere Dezember-Weihnachtsaktivitäten. Wir möchten einen Dezember der Begegnung, der Lust statt Frust gestalten und brauchen natürlich Sie, Sie und Sie alle liebe MättelerInnen dazu.

Weihnachtsidee Nr. 1:

Weihnachts-Verkaufs-Ausstellung mit HobbykünstlerInnen aus der Matte.


Die Matte beherbergt nicht nur talentierte MusikerInnen, sondern auch viele kreative, ideenreiche Menschen. Also wer hobbymässig malt, töpfert oder sonstiges Kunsthandwerk herstellt und Lust zur Begegnung und einer Ausstellung hat, soll sich bei Georgette Bätscher Tel. 311 05 68 melden. Die Ausstellung findet vom 29. November bis 6. Dezember im Bärchtoldshaus statt.

Ou du machsch mit am Wiehnachtsamatörmattemärit (WAMM) (Georgette Bätscher). Iue ide ichschme itme ime Iehweichtsneimaeirteittemeiritme (WAMM) (Irschetsche Itscherbe).

Weihnachtsidee Nr. 2:

Lebendiger Fenster-Advents-Kalender


Wir suchen 24 Fenster und/oder Häuser, die als Adventskalender-Fenstertörli die Matte weihnächtlich mitgestalten und Begegnungen möglich machen.

Grundidee: Ein Fenster oder Haus wird weihnächtlich oder einfach kreativ verziert, bemalt, mit der Einbeziehung des Tagesdatums. Am jeweiligen Tag wird das Fenster ab ungefähr 17.00 beleuchtet und dies dann bis zum 24. Dezember jeden Abend.

Wir fantasieren noch von Begegnungen usw. aber wir schlagen ein Treffen mit Interessierten vor, damit alles genau besprochen werden kann.

Kontaktpersonen ab 17. Oktober erreichbar:
Jacqueline Vuillien Matte-Leist, Postfach 29, 3000 Bern 13
oder Paul von Kaenel, Schifflaube 40, Tel. 318 09 11
In der Weihnachtsausgabe werden Sie genaustens über die Weihnachtsaktivitäten in der Matte informiert. Wir freuen uns nach dem heissen Sommer auf einen warmen Dezember!


Abstimmungswochenende vom 25. September

Für mich und dich brauchst du nicht perfekt zu sein.
Hab dich und die Menschen gern, so wie du und sie sind. Andere gibt es nämlich nicht.

Gehen auch Sie stimmen!


Die Kulturmatte

Diese Rubrik beleuchtet das aktuelle Kulturgeschehen und den Galeriebetrieb in der Matte. In der Matte geschieht sehr viel an Kultur nur leider vergessen die Kulturtäter, KünstlerInnen und LebenskünstlerInnen der Matte mir die kreativen News mitzuteilen. Schade!

Galeriekalender

c/o Suti Galerie, Gerberngasse 15, 3011 Bern

Giro Annen Zeichnungen
Ausstellung: 8. September bis 2. Oktober

Stadtmühle Galerie, Mühlenplatz 15, 3011 Bern
Rosmarie Thurneysen Malerei
Elsbeth Röthlisberger Skulptur
Ausstellung 2. September bis 15. Oktober

Galerie Nydegg, Mattenenge 7, 3011 Bern
Roberto Bort Maler
Ausstellung 14. September bis 2. Oktober

Bitte Infos an Rosmarie Bernasconi, Postfach 263, 3011 Bern.


Impressionen 3

Mit offenen Augen durch die Welt spazieren.
Die Zeit vergessen.
Mit Blick und Seele den treibenden Wolken folgen-
Sie gleiten so ruhig und gelassen.
Der Atem wird tief.
Die Zeit vergessen.
Farbige Blätter tanzen im Wind-
atemberaubend spannend und viel zu schnell vorbei.
Die Zeit vergessen.
Wilde Herbststürme fegen in die hintersten Ecken-
es riecht nach Abenteuer.
Wirf dein Herz ins Spiel der Lüfte.
Zeit hat nur, wer sich erlaubt, sie zu vergessen.

Jacqueline Vuillien