Die Berner Matte - Archiv

News und Oldies aus der Berner Matte - dem sympathischen Quartier an der Aare

Matte-Zufahrt und Matte-Poller

Die Polleranlage steht bei der Einmündung der Weihergasse in die Aarstrasse, ungefähr bei der Jugendherberge. Bei der anderen Zufahrt zum Quartier, beim Nydeggstalden / Untertorbrücke stehen keine Poller. Weiterlesen und Plan ansehen hier

Welcome to the Matte

Some few informations and links in English!

Matte Zytige ab 1981

Matte-Zytig Juni 1994

Quartierzeitung aus der Berner Matte

Ausgabe Juni 1994


Inhaltsverzeichnis


Ds Füfibad

Es isch z Bärn sit jehär bekannt, dass d Matteching gueti Schwümmer sy. A de Schwümmexame vo de Schuele hei si geng erschti Pryse gwunne. Si sy haut scho vo chly uf mit em Wasser verbunde, u mänge Mattegieu git schpäter e guete Pönteler.

Aus chlyni Grögle sy mir aube i Chrotteweyer, oder i di "Akademischi Badanschtaut", wi si fürnähm gheisse het, ga schwadere. Di meischte Mätteler hei dert ihri erschte Schwümmversüech gwagt. Das Bedli het d Frou Löiebärger mit ihrer Tochter gfüert. D Mueter het ds Lädeli ghüetet, wo me für nes Füfi e grosse Bitz Brot, es Zuckerchirschi, oder Limenadepulver het chönne chouffe. Drum het me däm Bedli o "Füfibad" gseit. D Tochter het es wachsams Oug gha uf ds Weyerli, het si doch hie u da Eis müesse usezie wo z vieu Wasser gschlückt het.

I ha mänge heisse Summer-Nahmittag i däm "Bassäng" verbrunge. Meischtens mit eme Grüppli Ching us der Matte. Z hingerscht im Weyerli hets es Schprungbrätt gha, wo mir unermüedlech abegumpet sy, bis mer zwätschgeblaui Lippe hei gha u vor luter schnadele schier nümme hei chönne rede.

Wo mer aber scho guet hei chönne schwümme sy mer aube zur hingere Tür, gäge d Marzilibrügg use gschliche, für vo dert e Bitz wyt d Aare dürab z züügle.
Das het d Badmeischtere aber ja nid dörfe gseh, süsch hets e ghöregi Schtrublete gä, u me het sofort müesse ds Bedli verla. Aber grad das het üs greizt es paar Meter i üser liebe Aare, bis zum Mätteli, wo hüt der "Natur-Gott Pan" sys Dänkmal het, z dürab z gondele. Dert het me sech are Schtange chönne häbe u sech ufezie.So sy mer wider einisch amene schuelfreie Namitag üsem Bedli zue gschtüüret, wo mi Fründin meint, mir bruchti doch gar nid i ds Weyerli yne z ga. D Badgostüm heige mer ja scho anne, mir chönnti d Röck i de Schtrücher verschtecke u grad hie i ds Wasser schtyge. U de bruchti mer ersch no kei Angscht z ha vo der giftige Badmeischtere. Klar bi ni mit däm Vorschlag yverschtande gsi, u grad z erscht i ds chüele Nass gumpet. Gmüetlech ha ni mi vo de Wäue rügglige la z dürab schoukle, bis zum Mätteli, wo ni mi gchert ha, für mi ar Schtange ufe z zie, da gseh ni e grossi, feissi Ratte uf em Schtägli hocke, mit eme länge Schwanz, wo im Wasser plampet het. Zwüsche de Taupe het si öppis vertromet u sech nid la schtöre. Jesses, bi ni erchlüpft! Ds Bluet isch mer e Momänt us em Chopf u i ha gschpürt wi mi d Chraft wott verla. "Aber nei, wäge däm Vich wott i doch nid verzäpfle!" Chunnts mer z Sinn, Löiebärgers Käthi cha mi ja hie nid rette! So bi ni tapfer zum nächschte Schtägli wyter gschwumme u dert glücklech zueche cho. Mys Gschpändli isch ganz tuch im Mätteli gschtange, u mir hei beschlosse, lieber nümme hie i der Aare, wo Ratte deheime sy, ga z baye.

Hedi Blank

... und zweitens kommt es anders als man denkt

Bereits im vergangenen Sommer legten wir den Termin für unser MATTE - FESCHT (Open Air) fest - für rechtzeitige Vertrags-Abschlüsse - und zwar für Samstag, 3. September 1994 -.

Ende Jahr kam dann die Idee hinzu, die Feierlichkeiten 150 Jahre Nydegg-Brücke in Zusammenarbeit mit den Leisten Altenberg, Schosshalde und Unteren Stadt, gleichzeitig durchzuführen - diese beiden Anlässe hätten sich bestens ergänzt.

Anfangs Januar platzte insofern eine " Bombe", als wir auf dem "Latrinen-Weg" erfahren mussten, dass am 26. / 27. August ein Jugendfestival in der Altstadt durchgeführt wird, also bloss 8 Tage vorher! Wir, zusammen mit den Altstadt-Leisten, bemühten uns bei der "Stadt" um eine Verschiebung dieses Anlasses. Leider ohne Erfolg.

Einerseits wegen eines möglichen finanziellen Fiaskos (unser Anlass - mit "Züri West" - erfordert einen Eintritts-Preis von Fr. 25.- ; das "Jugendfestival" ist dank Unterstützung unserer Stadt gratis), andererseits aber besonders zur Entlastung weiterer "Lärm-Emissionen" in der Matte haben wir unser Fest mit etwas Wehmut abgesagt! (Dies hindert uns nicht daran, ein MATTE-Fescht für 1995 vorzusehen!)

Das Nydegg-Brügge-Fescht vom Samstag, 3. September findet statt und konzentriert sich örtlich bloss auf die eigentliche Brücke - und wir helfen mitorganisieren - gratis (wie die anderen Leiste). Das viel versprechende Programm werden Sie im Détail aus der Brunne-Zytig (Ende August) entnehmen können.

Wir beteiligen uns vorallem mit einer MATTE-Leist-Beiz oberhalb der Nydegg-Treppe, mit Fisch-Fritures und "Chäs-Platte". Zur Durchführung benötigen wir Matte-Bewohner... haben Sie Lust? Dann melden Sie sich bitte bei: René Stirnemann Tel. 311 28 78. Sie können Ihren Einsatz stundenweise wählen (zwischen 10.00 und 24.00 h).

Wir freuen uns auf dieses Fest.

René Stirnemann, Präs.

Sie können sich auch schriftlich anmelden, sei es als Helfer beim "Brügge-Fescht" oder/und als Mitglied des MATTE-LEIST.!Anmeldetalon auf letzter Seite der Matte-Zytig.
Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit.


I bi der Hene Eschler,

im März früsch i d'Matte a d'Wasserwerkgass 4 züglet. I bi ke Mätteler, aber i ha mitne vor öppe 40 Jahr Sitzfussball gschpielt, i dr Matteturnhalle "Kirchenfeld" gäge "Matteclass".

Ou die änglischi Aalag isch üse Spielplatz gsi, wo me het chönne Indiänerle u ir Höhli die erschte Niele rouche. Ds Aaregrien isch ou immer e Aziehigs - Punkt gsi und mängisch bin - i mit nasse Schueh hei cho.

Wenn i jetz uf em Balkon stah, gsen - i über d'Aare a zänere Ufer, wo i als Gieu mit mim Fründ gfischet ha.
I cha nume eis säge: i füehle mi sou wohl u i spüre ne Matte, wo sech Auti, Jungi u Chind o wou füehle.
We Gwärbler, Lädeli u Beize bi üs blibe, so simer es Quartier wo gläbt wird.
U darum möcht-i em Matte-Leist biträtte.
Es grüesst Euch alli dr

Hene Eschler

Matte-Rock Beiz

Jetzt hat die letzte MATTE-Beiz eine Verjüngungskur hinter sich, Vorhang auf für die Matte-Rock-Beiz!

Viel Trara zur Eröffnung. Neben dem gängigen Szenen - Brei waren auch ein paar Alibi-Normalsterbliche zu sehen. Aber wer dazugehört, oder es wenigstens meint, setzt sich in Szene, er weiss, vielleicht krönt einmal ein Föteli im Berner-Bär den eigenen Lebenslauf!

Liebe Schicki - Rockies ich muss Euch enttäuschen, die hübsche Fotografin bei der Eröffnungsorgie war aus dem Dunstkreis der Matte - Rock-Beiz und nicht vom Bernerbär! Henu, vielleicht längt es einmal für ein Föteli auf dem Radar, bei einer Geschwindikeitskontrolle an der Aarstrasse.

Sachar

Dauerbrenner:Verkehrsmassnahmen...

Unsere öffentliche Versammlung vom 4. Mai (im Berchtoldshaus) wurde von ca. 60 Matte - Interessierten besucht. Als Referenten beteiligten sich die Herren Dr. Wasserfallen/Polizeidirektor, Major E. Stadtmann/Stadtpolizei und Herr Salvisberg/Verkehrsinspektorat.

Im ersten Teil wurden uns (nochmals) die Massnahmen zu Tempo 30 erklärt. Opposition gab es eigentlich hierzu nie. Zu den Neumarkierungen und Änderungen der Parkplätze konnte den Wünschen der Schifflaube-Bewohner entsprochen werden. Die Lichtsignal-Anlage bei den Schulhäusern ergab am meisten Diskussions-Stoff; vorläufig bleibt diese "Sicherung" jedoch in Betrieb.

Der Leist wird sich bemühen, die verengenden Eingangstore beim Läuferplatz und Restaurant Zähringer mit Bepflanzungen zu verschönern.

Das Anliegen des Polizei-Direktors, die Blaue Zone mit Anwohner-Vignette auch in der Matte einzuführen, stiess bei (11) Gewerbetreibenden der Matte und ACS Schweiz auf (nicht neue) harte Kritik.

Unsere eigene "Ratte-Auto-Vignette" gefällt auch der Polizei-Direktion nicht - führt sie doch zu falschen Erwartungen und zur "Sonderregelung" eines Stadt-Quartiers; sie dient übriges bloss zu eigenen Kontroll-Möglichkeiten bezüglich berechtigtem Matte-Parkierens (und schützt nicht vor Bussen bei Falschparkierens).

Jedenfalls halten sich Pro und Contra, welche ich hier aus Platzgründen nicht aufführen kann, in guten Treuen die Waage. Allerdings gibt es zwei gewichtige Gründe zur Einführung:

  1. In allen uns angrenzenden Quartieren wird Blaue Zone mit Anwohner-Vignette realisiert (auch in "Gewerbe-Zonen"), sodass
  2. die Matte noch intensiver als Gratis-Parkplatz missbraucht werden wird. (Missachtung des "Fahrverbots mit Zubringer", also unberechtigte Parkierer können polizeilich nicht erfasst/gebüsst werden.)

Nachdem an unserer Versammlung wiederum eine Mehrheit sich für die Einführung der Blauen Zone mit Anwohner-Vignette aussprach, stellt sich der Leist nicht mehr gegen eine entsprechende Publikation - immerhin ist die "Einsprache" des ACS Schweiz gewiss! Und so bleiben unsere "Ratte-Vignetten" (und unsere Park-Probleme) wahrscheinlich noch lange aktuell.

René Stirnemann,Präs.

 


Altersausflug MATTE-Leist

bitte reservieren Sie sich heute schon das Datum!

Der diesjährige Ausflug findet statt: Samstag, 20. August 1994, nachmittags von 13 - 18.30 Uhr.

Fahrt mit dem Car ab Altersheim Nydegg und Mühlenplatz durch liebliche Landschaften in den Berner Jura mit einem Zvierihalt in ... zurück geht's mit Aussicht auf zwei, vielleicht sogar drei Jura-Randseen wieder nach Bern.

Alle mindestens 3 x 20 Jahre jungen Damen und Herren aus der Matte sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Bitte Datum jetzt schon vormerken.

Es wird ein bescheidener Unkostenbeitrag erhoben.


Krebs-Menu

Wenn Sie das Gefühl hatten, die Krebs-Frau oder der Krebs-Mann seien mit Einsiedlerkrebsen ähnlich zu setzen, da irren Sie sich gründlich! Einem typischen Krebsen machen Sie eine besonders grosse Freude, wenn Sie ihn einladen und mit ihm seine Freunde und seine Familie! Ein richtig langer, grosser Tisch voller fröhlicher Menschen erfreuen das Herz des Krebsen. Ein gemütliches Zusammensein mit mehreren Personen verlangt zwar etwas Vorbereitung, aber dann sollte auch der Gastgeber am Tisch sitzen und mitfeiern! Ich habe für Sie eine Reihe von Vorschlägen für ein italienisches Buffet zusammengestellt. Für mich passen fröhliches Beieinandersitzen und italienische Küche gut zusammen:

Antipasti (für 6 Pers.)

Crostini, eine italienische Variante der belegten Brötchen

Grundrezept Crostini

  • 4 - 6 Löffel gutes Olivenöl
  • 2 - 3 Knoblauchzehen
  • 12 Scheiben Parisette (oder Frischback-Parisette oder einfach dunkles Brot)

Den Backofen auf 220° vorheizen. Das Olivenöl mit dem durchgepressten Knoblauch mischen und die Brotscheiben damit bestreichen. Hellbraun werden lassen und noch warm mit einem Crostini-Aufstrich bergartig belegen.

Einige Crostini-Beilage je 6 Pers.

Oliven-Crostini

  • 250g entsteinte und in Streifen geschnittene schwarze Oliven und Thymian, Rosmarin (frisch) und
  • 2 - 3 Sardellenfilets, in den Mixer geben und gut mixen
  • 3 - 4 Löffel Olivenöl beigeben
  • 4 Esslöffel gehackter Peterli untermischen mit Pfeffer, ev. Salz und etwas Zitronensaft abschmecken.

Thon-Crostini

  • 180 g Thon gut abgetropft und mit einer Gabel fein zerzupft
  • 1 mittlere Zwiebel, 1 Knoblauchzehen und 1 Bund Peterli fein gehackt
  • 2 Esslöffel Kapern
  • 4 Esslöffel Mayonnaise
  • Alles mit dem Thon vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auberginen-Tomaten-Crostini

  • 1 mittlere Aubergine in kleine Würfel schneiden und in Olivenöl weich braten.
  • 300 g feste Tomaten schälen und entkernen, ebenfalls klein würfeln.
  • Zu den Auberginen geben.
  • 10 - 12 grosse Basilikumblätter grob hacken.
  • Alle Zutaten mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mmmee ein kleines Crostinifestival! Daneben könnte man noch Diverses mehr aufs Antipastabuffet stellen. Lassen Sie sich von ihrer Fantasie leiten.

Als Hauptgang schlage ich ein Teigwarenbuffet mit diversen Saucen vor:

Hausgemachte Basilikum-Paste / Pasto alla genovese

4 - 5 Portionen
Bei vielem Basilikum im Kräutergarten empfehlenswert:

  • 200 g frisches Basilikum
  • 3 - 4 Knoblauchzehen
  • 3 Esslöffel Pinienkerne
  • 6 Esslöffel geriebener Parmesan
  • 1 dl Olivenöl
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Die Basilikumblätter grob schneiden und zusammen mit dem geschälten Knoblauchzehen und den Pinienkernen im Mixer (Stabmixer) fein hacken. Dies ist die schnelle Art, Sie können den Pesto auch im Mörser zubereiten: Basilikum sehr fein gehackt mit den fein geschnittenen Knoblauch vermischen, dann mit den Pinienkernen zu einer Paste stossen.

Den Parmesan zur Paste mischen. Dann nach und nach unter Rühren das Öl dazugiessen. Mit Salz und frischem Pfeffer würzen.

Sie können die Paste in ein sauberes Einmachglas füllen und mit Öl zudecken. Das gut verschlossene Gefäss können Sie bis zwei Monate im Kühlschrank halten. Bei Gebrauch immer gut darauf achten, dass die Paste mit Öl bedeckt wird.

Steinpilz-Sauce (4 Personen)

  • 40 g getrocknete Steinpilze nach Vorschrift quellen lassen
    oder frische
  • 1 kl Zwiebel, 1 EL Butter oder Margarine, 6 EL Weisswein
  • 2,5 dl Halbrahm, Salz und Pfeffer
  • 200 g Austernpilze (oder Champignon oder ev. sogar Broccoli)
  • 2 EL Crême fraîche
  • 1 Bund Peterli

Die feingehackte Zwiebel, ich gebe auch noch immer eine Knoblauchzehe dazu, in der heissen Butter andünsten. Den Weisswein dazugiessen und um die Hälfte einkochen lassen.

Die Pilze je nach Grösse zerkleinern und zu den Zwiebeln geben. Das Einweichwasser (ca. 1,5 dl) absieben und dazugeben. Den Rahm beifügen und würzen. Bei milder Hitze 20 Min. köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Austernpilze putzen, in breite Streifen schneiden und im heissen Fett gar braten.

Die Crême fraîche unter sie Sauce rühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Die Austernpilze zugeben und mit fein gehacktem Peterli überstreuen.

Lammfleischsauce mit Mascarpone (4 Personen)

(Wer Lammfleisch nicht mag kann es beliebig ersetzen) 

  • 400 g Lammfleisch (aus der Keule)
  • 150 g Tomaten
  • 1 Zwiebel, 1 Knoblauch, 3 El Öl
  • trockener Rotwein, Salz
  • je 1 El getrockneter Thymian, Oregano, Rosmarin oder Doppelte Menge frisch!
  • 250 gr Mascarpone; etwas Zitronensaft und abgeriebene Zitronenschale; Cayennepfeffer
  • 1 Bund Basilikum

Das Lammfleisch in kleine Stücke schneiden und die Tomaten häuten und sie vierteln.

Das Oel in einer grossen Pfanne erhitzen und zuerst das Lammfleisch portionenweise scharf anbraten. Dann Zwiebeln und Knoblauch in dem Bratfett weichdünsten. Das Lammfleisch wieder zufügen und den Rotwein hineingiessen (gönnen Sie sich ruhig auch einen Schluck!). Leicht salzen und ungefähr 5 Min. köcheln lassen. Alles Gewürz beifügen und weitere 5 Min. schmoren lassen, zusammen mit den Tomaten. Den Mascarpone unter das Lammragout rühren. Bei kleiner Hitze noch 3 - 4 Min. köcheln lassen und mit Salz, Zitronensaft und -schale abschmecken. Das Basilikum hacken und ganz am Schluss unter die Sauce rühren.

So fertig jetzt! Ich könnte noch viele Saucenrezepte aufführen mit Lachs oder Meeresfrüchten oder... Aber Sie haben sicher selber diverse Lieblingssaucen! So ein Spaghetti-Buffet kann man gut vorbereiten.

Bitten Sie Ihre Gäste eventuell noch Warmhalteplatten oder Rechauds mitzubringen. Kurz vor dem Servieren wärmen Sie die Saucen nochmals vorsichtig auf und dann bedient sich jeder selber, so kann man stundenlang gemütlich immer wieder zugreifen.

Noch ein Tip für die Nudeln oder Spaghetti damit sie heiss bleiben und nicht kleben: Nur al dente kochen. Zum Abgiessen nur den Topfdeckel auflegen und das Wasser langsam aus dem Topf laufen lassen. Dabei ein wenig Wasser im Topf zurücklassen. Genügend Butter oder Margarine daruntermischen und zugedeckt auf eine Wärmeplatte stellen.

Frischer Parmesan rundet das Essen ab wie natürlich ein feiner Chianti!

Ich mit meinem Dessertknacks würde meine Freunde bitten ein Dessert fürs Buffet mitzubringen, aber Ihnen gebe ich das Tirami Su-Rezept meiner Schwester weiter. Kenner behaupten, sie mache eines der besten. Nicht faul probierte ich es auch aus. Mir ist es nicht so gut gelungen aber vielleicht Ihnen!

Tirami Su = Stell mich auf!

  • 2 Eigelb
  • 50 g Zucker hell rühren
  • 200 g (eher mehr) Mascarpone
  • 1/2 Zitronenrinde vermischen und zu
  • 1/2 Orangenschale Zuckereigelb rühren
  • 2 Eiweiss steif schlagen und vorsichtig unter die obere Masse ziehen.
  • 150 g Löffelbiscuits
  • ca. 1/2 dl starker Kaffee + 1 - 2 EL Cafélikör oder Cognac
  • Schoggipulver

in Gratinform 1/2 der Löffelbisquits legen. Mit der 1/2 des Kaffeegemischs beträufeln. 1/2 der Masse darüberstreichen. Dann wieder 1/2 der Löffelbiscuits darüberschichten und das gleiche wie zuvor, mit der Masse abschliessen. Mindestens 1 Std. im Kühlschrank kühlen lassen. Kurz vor dem Servieren das Schoggipulver darüberstreuen.

Eine Früchteschale, Kaffee, Grappa zum Verdauen - und perfekt ist ein kleineres Familien- und Freundes-Fest.

Viel Spass

Jacqueline Kochhexe Vuillien

 


Hundeklo, Hundeklo macht die Matte froh!

Die MATTE-Zytig, die Zytig, die sich um jeden Dreck kümmert, greift ein heisses Thema auf:

in der Matte leben etwa 80 Hunde. Die MATTE-Zytig, der Leist und der Vorstand freuen sich, dass auch die besten Freunde der Menschen es in der Aarerepublik schön haben. Wuff.

Leider passiert den lieben Hundeli aber manchmal etwas Menschliches. Und das verziert dann die Trottoirs und Lauben. Noch schöner wäre es allerdings, wenn die Hundehalter und Hundehalterinnen den Kot ihrer Liebling hinterher ins grüne Säckchen schaufeln und ins grüne Kästchen werfen würden.

Leider fehlen aber bei uns drunten die grünen Robidog Kästchen.

Liebe Stadtmütter und Stadtväter, ihr habt uns so feine Abfallkübel beschert, habt ihr vielleicht auch noch ein paar Robidog am Lager? Ihr erspart uns damit den täglichen Slalom um die Hundekegel. Wuff, wuff. Denn die MATTE-Hunde produzieren pro Jahr 2,8 Tonnen Kacke, Ferien und Militärdienst abgerechnet! Wau!

Sachar

 


Mülirad

Kitchen-Kings

Die neuen Könige haben Einzug gehalten: Rolf Klopfenstein und Jürg Wülser fühlen sich in ihrem Reich schon ganz heimisch. Mit funkelnden Augen erzählen sie von ihren Plänen und Visionen. Schon vieles haben die zwei angepackt und verwirklicht, weitere tolle Phantasien stehen ihnen und uns noch bevor.

Rolf und Jürg richten ihr Augenmerk auf schlichte Schönheit, gute Lichtverhältnisse verknüpft mit Gemütlichkeit. Eine Sehenswürdigkeit ist ihr gewagtes, freches Geschirr auf dem vom einfachen bis zum raffiniertesten Gericht nicht nur der Gaumen seine Freude findet.

Mühlirad's Engel! Sonja, Helen und Iris verwöhnen die Gäste von morgen früh bis abends spät. Mit Iris geht im Redli die Sonne auf, und Sonja lässt den Mond erstrahlen. Die Sterne Sri und Ernst wirken im Hintergrund.

Von Chäshörnli bis zum Lammcarrée, vom Bier zu auserlesenen Weinen alles findet Platz im Mühlirad. Die Alteingesessenen finden sich am Stammtisch wieder und überblicken das muntere Treiben. Jürg und Rolf freuen sich auf ständig wiederkehrenden Besuch der Mätteler und Mättelerinnen.

 


Itteme-Inglische

Auf der ganzen Welt wird seit Jahren fieberhaft an Sprachübersetzungsprogrammen auf Computern gearbeitet. Viele Schüler träumen davon, dass ihr Computer einen deutschen Text ins Französisch oder ins Englisch übersetzt. Heute gibt es solche Programme, sie sind aber sehr teuer und haben grosse Mühe sinngemäss und ohne Rechtschreibfehler zu übersetzen.

Dem Mätteler Res Margot ist es in den letzten Weihnachtsferien geglückt, ein Superübersetzungsprogramm zu entwickeln. Es arbeitet fast 100 prozentig und übersetzt Berndeutsch ins Englisch. Der Musiker und Informatiker Res Margot könnte heute Millionär sein, leider übersetzt sein Programm ins falsche Englisch, nämlich ins Matteänglisch und das können leider nur noch wenige Leute lesen und sprechen (immtsschte Iggule?).



So wird's gemacht! Animation von Res Margot. Das bekannte Matteänglisch- Übersetzungsprogramm von Res Margot übersetzt von Berner Mundart ins Matteänglisch. Läuft nur unter MS-DOS)
(ohne Gewähr, alle Rechte und Pflichten beim Autoren © Res Margot)

Programm (21K) jetzt herunterladen

 

Damit sich die Mätteler noch besser miteinander verständigen können, hat sich Res Margot bereit erklärt, einen kleinen Sprachführer in mehreren Folgen zusammenzustellen. Darin finden der Leser die wichtigsten Redewendungen.

Es gibt verschiedene Dialekte vom Mattenenglisch. Res Margot bezieht sich hauptsächlich auf das Buch Mattenänglisch, Geschichte der Matte-Dialekt und Geheimsprache, Bargezzi Bern. Das Buch ist gegenwärtig vergriffen, soll jedoch nach Angabe von René Stirnimann nächstens wieder aufgelegt werden. Mattenänglisch ist wie jede Sprache Veränderungen unterworfen. Im Computerzeitalter kommen neue Ausdrücke, alte verschwinden. Früher sagte man zum Beispiel: Ibisne, ie iesseme Isschpre irve-inete / Nein, ich muss Holz zerkleinern. Heute: Ime Irde-Iskde igletne (Igletne=naglet) / Meine Computer-Harddisk sucht lange. Mattenänglisch ist auch hauptsächlich eine gesprochene Sprache, lesen und schreiben ist eher schwierig. Res Margot versucht, seinen Lehrgang auf diese Gegebenheiten anzupassen.

  • Lehrgang 1
  • Ihrle-Ingge 1
  • Ja
  • Ije
  • Nei
  • Iine
  • Nobis
  • Ibisne
  • Grüess
  • Issegre
  • Guete Tag
  • Ietege Igte
  • Tschou
  • Iutsche
  • Sälü
  • Ilüse
  • Moin
  • Iinme
  • Guete Morge
  • Ietege Irgeme
  • Guete Abe
  • Ietege Ibe-e
  • Hallo
  • Illohe
  • Herr/Frou
  • Irrhe/Iufre
  • Vorstelle
  • Irve-illeste
  • Mi Name isch/I heisse...
  • Ime Imene ische/Ie iissehe...
  • I chume us...
  • Ie imeche ise...
  • Wie isch öie Name?
  • Iewe ische iie-e Imene?
  • Gäh und Näh
  • Ige u Ihne
  • I möcht bitte...
  • Ie ichtme ittebe...
  • Ich hätti gärn...
  • Ie itthie irnge
  • Bitte gäbet mir.
  • Ittebe ibetge irme...
  • Ja bitte
  • Ije ittebe
  • Nei danke
  • Iine inkede
  • Danke
  • Inkede
  • Gärn gscheh
  • Irnge ihgsche

 

Chunnsch mittmer cho nes Bier trinke im Mülirad?
Inschche itme irme iche isne Ierlibe inketre im Ihlime-Idre?

Summer
Chunsch ou ä Bädu cho zwicke ir Aare? Wie warm isch z Wasser? Chunnsch mittmer cho nes Bier trinke? Meitschi, ä Schtange! I möcht zahle! Gömer ids Fischer-Schtübli? Isch d' Matte-Rock-Beiz offe? Ässe mir im Mühli-Rad? Ou im Zähringer cha me dusse hocke! Ir mättu isch es schön!

Immerse
Inschche iue ä Idube iche ickezwe ire Ire-e? Iewe irmwe ische z Isserwe? Inschche itme irme iche isne Ierlibe inketre? Iitschime, ä Ingeschte! Ie ichtme ihleze! Imerge idse Ischerfe-iblischte? Ische d Itteme-Ickre-Iizbe iffe-e? Isse-e irme ime Ihlime-Idre? Iue ime Ihringerze iche ime issede Ickehe! Ire Ittume ische ise insche!


Filmlegende Marlene Dietrich in der Matte?

Nach Informationen aussergewöhnlich gut unterrichteter Kreise, soll der Filmstar Marlene Dietrich demnächst in der Aare Republik Matte absteigen. Wir sind diesem Gerücht nachgegangen: Tatsächlich werden filminteressierte MattebewohnerInnen nicht nur diese Diva bewundern können, sondern auch Stars wie Marilyn Monroe, Orson Welles, Woody Allen und viele andere. Allerdings nicht "live", sondern nur (aber immerhin) in ihren grossen Filmen. An der Wasserwerkgasse 7 soll das Filmbistro cinématte entstehen, und es ist uns ein Anliegen, Sie über dieses Projekt schon vor der Baueingabe aus erster Hand zu informieren.

Die cinématte will sich nicht dem Kinokommerz verschreiben, sondern die alte Tradition der Lichtspieltheater wieder aufleben lassen. Es ist kein Grossbetrieb geplant, der neue Unruhe und Verkehrsprobleme in die Matte bringt, sondern ein Kinobistro mit ca. 90 Sitzplätzen als Diskussionsforum und Treffpunkt für Filmfreunde aller Generationen.

Klappt alles wie geplant, so wird die cinématte im Dezember 1994 den Betrieb wieder aufnehmen und täglich ab ca. 16.00 Uhr bis Wirteschluss geöffnet sein. Zusätzlich steht am Sonntag eine Kulturfilmmatinée auf dem Programm.

Verantwortlich für den Betrieb ist eine Aktiengesellschaft. Die Idee wird aber von einem breiten Gönnerkreis getragen, ohne den die Finanzierung dieses Kulturprojekts undenkbar wäre.

Weitere Informationen zur cinématte können Sie in diesen Tagen der Presse entnehmen oder bei den Initianten anfordern: D. Waser & S. Pfister, Greyerzstrasse 42, 3013 Bern, tel/fax 031 332 59 51.

(Gönnerkonto cinématte Bern: PC 30-90043-1)


Pas in Amur (Schritt in Liebe)
La "grande festa" die Bagolino

Pas in amur nennt sich eine Volksmusikgruppe aus der Berner Unterstadt. In der Gruppe spielen 2 bis 12 Musiker auf Geige, kleinem Örgeli, Tambourin, Stimme, Gitarre und Kontrabass. Die Musik kommt ursprünglich aus dem Norditalienischen Dorf Bagolino und wird dort von verschiedenen Gruppen an der Fasnacht gespielt.

Pas in amur spielt:
- auf der Strasse - tanzbare Musik - auch ohne Strom - Konzerte - an Vernissagen - an Familienfesten - an Volksfesten - Fasnacht und Karneval - an Tanzanlässen

Pas in Amur

Christine Bütikofer, Geige Susann Hofmann, Örgeli Iris Kohler, Geige; Christine Lauterburg, Geige Szolt Marffy, Geige, Kontrabass Bänz Margot, Gitarre; Ruth Margot, Tambourin, Sitmme und Gitarre; Res Margot, Geige; Beatrix Nicolai-Hostettler, Örgeli; Bänz Wyss, Gitarre Gast: Sivio Balinari, Gesang und Charango

Kontaktadressen:
Res Margot Gerberngasse 21 3011 Bern Tel. 031/312 02 08

Beatrix Nicolai-Hostettler Altenbergstr. 46 3013 Bern Tel. 031/332 82 19

 

Geschichte von Pas in amur
Die Musikgruppe wurde vor ungefähr 4 Jahren von Beatrix Nicolai und Res Margot gegründet. Sie suchten eine Volksmusik, die ohne Strom und ohne komerzielle Zwänge vor allem im Quartier gespielt werden kann. Auch eine Musik, die nicht von langweiligen Etüden sondern vom freudigen, gemeinsamen Spielen lebt.

Die ersten Stücke kamen aus dem Emmenthal und wurden auf Langnauerli und kleinem Italienerörgeli gespielt. Silvio Balinari und Giancarlo Nicolai brachten die Musik aus Bagolino, die sich bestens für dieses Musizieren eignet. Carlo Lischetti schenkte der Gruppe zwei Stücke, spielt aber leider nicht mit, weil er nicht üben will (Üben führe zu geistiger Verblödung).

Rasch vergrösserte sich die Gruppe und taucht nun bald hier bald dort auf. Sie spielt manchmal in kleiner Formation, oft sind gegen ein Dutzend Musiker zusammen. Regelmässig wird bei guter Witterung am Sonntagabend auf dem Altenberg-Plätzli beim Brunnen oder auf dem Läuferplatz in der Berner Altstadt gespielt. Neben der Berner Fasnacht, dem wichtigsten Anlass des Jahres, spielt die Gruppe an verschiedensten Anlässen, an Tanzfesten, Vernissagen, an Konzerten, Strassenfesten usw. Dass sich die Musik trotz ihrer italienischen Abstammung sehr gut in der Berner Altstadt eingelebt hat, zeigt auch der Name des 12. Stückes aus dem Repetoire: es heisst nämlich: Bal del Urs (Tanz des Bären).

Die Geschichte und Hintergründe des Bagolino wird in der Herbstausgabe veröffentlicht. (Anm. Redaktion.)

Ruth und Res Margot sind als Musiker gerne bereit, interessierten Leuten Musikunterricht zu geben. Ruth singt Blues und Lieder. Res Margot arbeitet als Volksmusiker vielen Instrumenten. Er hat seit Jahren Erfahrung im Unterricht für das Langnauerli, spielt aber auch Schwyzerörgeli, Alphorn, Büchel, Volksmusikgeige, Kontrabass, Bluesharp, Singende Säge, Maultrommel, Kalimba, Computer usw.


Die offizielle, selektive Informationsdiskette zur Mehrwertsteuer

Am 1.1.1995 kommt die neue Mehrwertsteuer! Können Sie sich vorstellen, die Mehrwertsteuer interaktiv und animiert mit einer Infodiskette zu lernen; und dies für nur Fr. 18.50? Wahlweise in deutsch, französisch oder italienisch?

Als Lehrmittel erstellt die Eidg. Steuerverwaltung in enger Zusammenarbeit mit der w+f Elektronik Bern, Abteilung Infomedia, eine Informationsdiskette. Interaktives Lernen im persönlichen Rhythmus macht Spass und erhöht dadurch die Aufnahme von neuem Stoff.

Die Infodiskette baut auf den definitiven Gesetzestexten auf. Mustervorlagen, Beispiele, farbige und visuelle Grafiken bringen einem den komplexen Stoff schnell näher. Mit einem ausgebauten Lexikon und Textsuchbegriffen (Hypertext-Verfahren) werden die Kenntnisse vertieft. Ein animiertes Quiz prüft spielerisch den Wissensstand. Über handelsübliche Drucker können Texte und Bestellungen wahlweise ausgedruckt werden.

Technische Voraussetzungen: Ein handelsüblicher DOS-Rechner.

Auslieferung: ab August 1994. Bestellungen: Eidg. Steuerverwaltung, Abt. Warenumsatzsteuer, "Infodiskette MWST", Effingerstrasse 27, 3003 Bern oder FAX 031 322 87 90. Lieferung gegen Rechnung; Preis 18.50 inkl. Porto.


Das Festen ist des Mättelers Lust!

Summer-Brätli-Plousch

  • Wann:
  • Samstag, 2. Juli 1994 ab 18.00
    Verschiebungsdatum: 20.8.1994
  • Wo:
  • wie immer zwischen den Schulhäusern
  • Wer:
  • Ching u Chegel und alle die Lust haben
  • Wie:
  • Fleisch zum Brätle, Geschirr, Gläser und Besteck sind mitzubringen

 

Geboten wird:
Ein Salatbuffet gezaubert von den Leistfrauen.
Wer hilft mit? Melden bei Evelyne Pfister, Tel. 311 00 17

Musik und Getränke vorhanden.

Bei unsicherer Wetterlage gibt Tel. 186 ab Freitagabend Auskunft.

Wir freuen uns auf Sie, Sie und Dich!


MATTE-ROCK-BEIZ

Jetz isch es so wit, jetz isch es passiert, si isch offe u zwar für alli. Die vor Mättu, u ou die Usswärtige si willkomme ir gute alte Mattebeiz. Ja, ja richtig d'"Mattebeiz", nume heisst sie jetz Matte-Rock-Beiz, aber das wott nid öppe heisse, dass me nume no mit Röck inne darf. Nei, nei das "Rock" schteit für "Rock and Roll" u wott säge, dass me ab sofort i dere Beiz, die guete alte u neue "Rock and Roll" Zyte duet pflege. Me het ou nid vil veränderet, me het versuecht, em Charackter eifach ä "Tuch" vom "Rock and Roll" drizbringe. Item, äs sig üs nid schlächt glunge, ghörtme zäntume. D Lüt si scho am erschte Abe (Fritig) so zahlrich cho, dass me het müesse säge: "Sorry" (exgüssee) aber es isch voll (Beiz). Ig wet fasch bhoupte, dass dusse glich viu Lüt si gsi wi dinne, we nid no meh. Uf all fäll isch dinne wie dusse a Bombestimmig gsy.

D' Bänd (Jimy Hofer Bänd) u sini Gescht (Polo, Filiphe Fankhauser, Jüre Hofer, Jacky, usw.) hei g' Rockt u g'Rollet was ds Züg het gha, u d' Lüt si uf Bänk u Tische gstande u hei ou ta wie lätz. A äbe däm Fritig hei mer du no a Gascht us "Austin, Texas" gha, nämlich niemer gringers als dr "Rich Minus" ä Liedermacher u Poet us Amerika wo de solo u mit dr JHD het gschpilt. Die neui Bühni, wo jetz grad bim Fänschter vorne isch, het sech grad scho am erschte Abe voll bewährt, so ou z' PA (d' Musigalag) wo mir übrigens hei gschänkt übercho vo dr "Cheekerboard Blues Bänd". SO ou di neui Belüchtig u nid zletscht z' neue Personal u natürlich ou di neui (bishärigi) Wirti z' Änneli. As isch uf all Fäll es ganz tolls Wuchenänd gsi, wüll ou am Samschtig si Lüt cho, me gloubts fasch nid. Die ar Türe hei alli Häng voll Ztüe gha u hei müesse die "böse Sieche" spile u sälbscht liebi Nachbare dusse la schtah. Für das, äs ganz äs grosses "exgüssee", aber voll isch voll (Beiz). SO, ig gloube ig ha nid aus verzelt, aber doch z' Wichtigschtä. So wet ig doch alli ganz härzlech mal ilade, cho inezluege oder amene schöne Abe dusse uf dr Terasse (Trotwar) eine cho znä. härzlech

Jimy Hofer

 

Matte-Ratte

 


Expressionen 2

Montag 13.6.94

"Es gibt nur einen Weg, zu seinem Traum zu finden: Der Glaube an sich selbst ."

Sehr oft in letzter Zeit vermisse ich bei meinen Mitmenschen, der schweizerischen Gesellschaft, den Mut zu Visionen und Träumen. Visionen bedeuten für mich die Fähigkeit sich Vorstellungen und Bilder zu machen. In ihnen sind Realistisches, aber auch Spielerisches, Utopisches, Gewagtes, Symbolisches und viel Fantasievolles enthalten. Es braucht Mut und Selbstvertrauen visionäres Denken umzusetzen. Dieses Wagnis eingehen heisst, das Risiko in Kauf zu nehmen nicht im voraus zu wissen, wie es herauskommt; eventuell Fehler zu begehen.

Ich möchte dem ewigen ".......Wir haben es immer so gemacht....." die Stirne bieten, weil ich ganz fest an die visionäre Kraft im Menschen glaube als eine Quelle der Kreativität, die erst recht zu unserer menschlichen Entfaltung beiträgt.

Jacqueline Vuillien
Das unterschreib ich auch! - Rosmarie Bernasconi

 

Matte-Zytig April 1994

Quartierzeitung aus der Berner Matte

Ausgabe April 1994


Inhaltsverzeichnis


Es Beret gäge Haarusfall

Letscht Wiehnacht hani es Beret gschänkt übercho. I ha mi schampar gfreut a däm Tschäppu - we eim d'Haar na dis na im Stich löi, isch me froh um jedi Hilf. Aber nid nume wägeme warme Gring isch sones Beret öppis gäbigs. Äs het mi an e ganz bsungere Früelig erinneret - e Früelig wo scho lang verbi isch u woni doch nid cha vergässe.

Ou sinerzit hani so nes Franzosedach uf d Wienacht übercho. I gsehes no plastisch vor mir: d'Mueter hets ändlich ufgä, mir Grawatte, Pijama oder Nastüecher z schänke. Das Beret isch en rächti Überraschig gsi!

U scho gseh i mi wieder als junge Trübel dür d'Matte schuene, gäge heizue. D Winterfischteri isch ändgültig verbi, me gschpürts, dr Früelig chunnt.

Bevor d Gschicht z grächtem afaat, muess i no chli schwärme: Wo süsch gits so schöni Früelige wie ir Matte? Sones Zouber-Liecht über dr Aare, das erläbsch süsch nume no im Chino. I de Gärte gäge d'Junkere zue u i dr änglische Aalag drückt z erschte fine Grüen düre. D Gasse si häller u d Lüüt läbiger. Bir einte oder andere Beiz blibt d'Türe offe, uf em Zähringerterrässli stöi scho d Tischli parat. Dr Liftkondukteur sitzt vorusse u list ir Zytig, we ärs einisch grad nid so sträng het. Ar Sunne isch scho wermer, aber pass uf, am Schatte masch e Hüetu scho no verliide.
Früeche Fritig-Namittag, e bsundere Momäment. Fertig büglet für die Wuche, ir Bude bini abtäselet, i ha ds früechere Tram gno für hei. Hei a d Gärbere, go d Fänschter uufrisse u d Sunne inelaa.

Üsere paar hei mer imene alte, no unrenovierte Mattehuus gwohnt. Dr eint mit sire Fründin, dr anger weniger. Dr eint het gschaffet dr anger weniger. Einisch isches guet gange, mängisch weniger. Aber wän nimmt das scho wunder, im Früelig, amene herrliche Fritig Nami?

Fänschter uuf! Guet glüftet isch haub gschtobgsugeret. Abwäsche? Für was, eis suubers Tassli hets ja no, das längt bis am Mäntig. I ha chli umegnuschet, d Mahnige neu tischelet u so.

Ar Türe hets gchlopfet: «Wär isch da, lue, tschou Bernard, ça va?»

Dr Bernard u d Annmarie hei e Stock tiefer gwohnt. Es Päärli wie usem Poesiealbum, beides so Schätz u so richtig zäme. Gläbt hei si so häb chläb vo säubergmachtem Modeschmuck wo si uf em Samschtigmärit verchouft hei. Je weniger das me het je glücklicher syg me, u ig gloube sie sy würklich glücklich gsy.

«Aber Bernard, was hesch, warum grännischt? So säg doch öppis.»
«D Annemarie isch furt.»
«He?»
«Si isch abghoue u wott nümme zrügg.»
«Chumm ine u hock ab, verzell.»

Aber scho chlopfets wider: «Tschou zämme wie geits.» Dr zwöit Peter im Huus steckt dr Chopf zur Türe ine.

«Chumm ine, hock zuenis.»

So si mir beide Petere am Chuchitisch gsässe u hei am Bernard sis trurige Schicksal erfahre. Es isch geng z gliiche mit dene Froue, chum gseh si eine wo besser gschtrählt isch, packe si zsämme u löi üs arme Manne im Stich. Es isch e Plag u me sött gar nie mit einere öppis afaa. Wäm seisches. Aber das cha doch gar nid so schlimm si. Sig doch froh, dass se los bisch. Wie geits ere äch. Gscheht ere ganz rächt. Hin u här u rundum isches gange bis nümme nöis usegluegt het. U wi meischtens, we starchi Manne nümme witer wüsse gits numme ei Lösig: suufe.

Es paar Schtung später si mer immer no am Chuchitisch ghocket. So ganz früsch wi grad vori simer aber nümme gsi. Us Fründschaft hei mer am Bernard ghulfe, siner Sorge z ertränke u das het viel z tue gä.

Ungereinisch seit Bernard: «I wott alles wüsse i wott d Wahrheit gseh. I wott mi Chopf gseh, houet mer d'Haar ab.»

I mues da no iflächte, dass dr Bernard schöni längi Haar het gha und e Prachtsschnouz.
«Spinnsch, das geit äuä, bisch zue, das mache mer nid.» «Mou, i wott, fertig Schluss.»

Mir si trotz allem no sowit zwäg gsi, das mer ihm die Furzidee hei wölle uusrede. Nüt isch, so öppis vo schtuure Siech, plötzlich nümmt er d Schäri us der Schublade: «De mache is haut säuber, we dir ech nit trouet!» - u scho faht är sini Haar Schübu um Schübu afa abzhoue.

Was hätte mer sölle mache? Weni ehrlich bi, die Wahrheit het nis ou wunder gno. Hälfe mer dem Tschooli haut, so heig di Frou das Ching, uf dini Verantwortig. Druufabe het es kuurligs Schouspiel aagfange. Dr Bernard isch am Tisch ghocket u het witer bächeret. Mir zwöi Petere hei agfange Haar schnide. Dir gloubet gar nid, was das für ne Soubüez isch, derzue we no aui drü schwanke wie im Schturm. Es Wunder isch, das mer nid no zwöi, drü Ohre abghoue hei.

So, ds gröbschte isch dunge, dr Räscht mache mer mit em Rasierapparat. Mi elektrisch het bald emal grouchnet u dr Geischt uufgä. De haut witer mit Nassrasur.

Mit der Zyyt, nach ere haube Büchse Schuum u emene Päckli Rasierklinge hei mer üses Wärk vollbracht gha. Dr Bernard het zum fürchte usgseh. Kee Haar me uf dr Bire. Hie e Hick u dört e Schnitt, im Äcke si no es paar Häärli ufgschtande. Voila d'Wahrheit.
Plötzlich si mer alli drü düre gsi, d Luft dusse, ou bim Reserverad. Ab i z Bett isch no dr einzig Wunsch gsi.

«Ou vertelli, morn isch Samschtig, da hani Märit, u ersch no elei» het dr Bernard gjammeret.

«Mir wecke di, kei Angscht, mir luege zue dr, pass uf di angeri bruche mer gar nid!»

Dass ig nach es paar Stund Schlaf wider ufgschtande bi, isch tapfer gsi. Aber wie mer dr Bernard uf d Füess gschtellt hei, das isch e Heldetat gsi. I ma mi nümme a aues erinnere vo däm Morge, aber a ds Chofweh bsinne ig mi no ds Läbe lang.

Wo sech dr Bernard im Schpiegu gseh het, isch er verchlüpft. D'Wahrheit tuet mängisch weh, vor allem uf nüechtere Mage.

«So chani nid ufe Märit,» chlagt er «die hole mi mit em gäube Wägeli! Hesch mer nüt für ufe Chopf?»
«Mou, hani, wosch mis Beret?»
«Iu, merci.»

Dr Wahrheitsforscher isch mit Sack und Pack uf em Wägeli a Märit abgschliche. I bi no mau iz Bett, us medizinische Gründ.

Das isch e chnorzige Tag worde. Vom Früelig hani nid viel gmerkt. Säuber tschuld, Suufludi. Am Namittag bini dr Bernard go bsueche. Dä het ufem Märit friedlich ir Sunne pfüselet, ds Beret ufem Chopf.

Am Abe hets polet a mire Tür. Bevor ig öppis ha chönne säge isch si ufgfloge. D Annmarie isch ir Chuchi gschtande, wie es Gwitter. Ihre Ouge hei blitzet. Si het mi agmöget: «Dir Tuble, dir Souhüng, was heit dir mit mim Bernard gmacht? Spinnts ech eigentlich total? Numme sufe und Seich mache chöit dir! Iischpere sött me nech.»

U derzue het si z luter Wasser grännet. I ha nüt gseit: erschtens bini nid läbesmüed, zwöitens isch mer nüt i Sinn cho u drittens het si rächt gha. Irgendwo hets mer dämmeret: Lue, lue, isch am Änd d Annmarie zrüggcho? Si het no witer gheilandet, het mi toube aagluegt, isch de ändlich abgruuschet u het zum Schluss vo Härze d Tüür gschletzt. Druufabe isch ds Bääg bim angere Peter äne losgange. Gopf, was für nes Temparament!

Es paar Tag schpeter, wo mir zwöi Petere üs mit emene Struss Blueme si go entschuldige isch es de uuscho: Am Samschtig isch sech d Annmarie greuig gsi, das si uszoge isch. Si isch ufe Märit, go dr Bernard sueche. Wo är nach der Versöhnig ds Beret abzoge het, sig si schier ohnmächtig worde.

Aber imene so schöne Früelig wie i däm Jahr hets ja müesse guet usecho. D Annmarie isch wieder bim Bernard gsi, sini Haar si unger mim Beret wider nachegwachse. Mir zwöi Coifförmeischter si ugschore dervo cho.

Weni hüt über d'Aare luege, zur Chirchefäldbrügg ufe, de dänke mängisch a di Zyt zrügg u wies witergange isch. Em einte chli besser, em angere weniger. U eis fallt mir iz grad uf: ds Beret hani bis hüt nid zrüggübercho.

D Gschicht isch vom Peter Maibach

LEBENDIGE ASTROLOGIE

Astrologie ist keine Glaubenssache sondern ein Weg, uns tiefe kosmische Zusammenhänge erkennen zu lassen, gemäss der uralten Weisheit: "wie oben - so unten". Sie hilft uns, Entsprechungen der äusseren Welt in unserem Inneren zu entdecken.

Ich stelle mir die Einflüsse der Planeten als Schauspieler vor, die miteinander das Bühnenstück des Lebens spielen. Die Astrologie beschreibt die Schauspieler, ihre Anlagen und Schwächen und ihre Beziehungen zueinander. Der Regisseur oder die Regisseurin - also Du - bestimmt selbst was er/sie aus dem Stück macht. Darüber kann die Astrologie nicht viel aussagen. Jeder hat die Möglichkeit seine Schauspieler spielen zu lassen oder auch in den Hintergrund zu stellen.

Christina Luginbühl und Rosmarie Bernasconi, zwei erfahrene Astrologinnen, möchten Dir die Astrologie näherbringen. Zusammen leiten wir Kurse in LEBENDIGER ASTROLOGIE. Dabei steht nicht trockene Theorie im Vordergrund sondern eben LEBENDIGE ASTROLOGIE. Wir tragen dazu bei, Astrologie über Körper und Seele zu erfahren. Auf spielerisch-kreative Weise lernst Du das Wesen der Elemente, des Tierkreises und der Planeten kennen.

LEBENDIGE ASTROLOGIE heisst: Astrologie vom Himmel auf die Erde holen oder vom Kopf in den Bauch!

Samstag/Sonntag 4. und 5. Juni 1994 in Zofingen
Samstag/Sonntag 18. und 19. Juni 1994 in Bern
Kurskosten jeweils Fr. 250.-

Weitere Infos: Rosmarie Bernasconi, Tel. 311 01 08

Nebst der lebendigen Astrologie biete ich weiterhin Kurse an in PSYCHOLOGISCHER ASTROLOGIE. Neue Anfängerkurse ab Ende April 1994.


Künstler und Talente in der Matte

Dass in der Matte eine Vielzahl von kreativen Menschen wohnen, das wissen wir! (Oder haben es spätestens in der Vollmondnacht der Mattenkünstler im Wasserwerk bemerkt.)

Dass es in der Matte groved und bewegt hat sicher auch schon jeder Mätteler gehört!

Helen Pringle Aber vielleicht möchten Sie nicht nur hören und sehen, sondern auch mal selber aktiv durch die Matte tanzen mit einem imaginären Sound in den Ohren und alle Leute anstrahlen - grad eben so wie Helen Pringle! Vor acht Jahren hat es die geschmeidige Katze in die Matte gelockt, und sie scheint sich wohl zu fühlen. Die Weltreisende verlässt die neuen heimatlichen Gefilde nur, um auf Tournee zu gehen, wie zum Beispiel 1993 ein Engagement bei "Best of Broadway-Tour" sie in über 50 Städte in Europa führte. Lieber aber beschäftigt sie sich mit eigenen Tanzprojekten.

Helen wurde in Boston, USA, geboren und schon sehr früh beschäftigte sie sich mit Tanz und Bewegung. In Paris begann Helen mit Unterrichten und führt diese Tätigkeit hier in Bern und Umgebung weiter. Mit der Sek. Bolligen arbeitet sie schon seit 1986 zusammen und mehrere hochbeachtete Musicals waren die Früchte dieser Anstrengungen. Ihre Arbeit mit Jugendlichen und ihre Choreographien finden grosse Anerkennung.
Aus einer Fülle exotischer Bewegung tanzt Helen Pringle ihren eigenen Afro-Jazz-Dance-Stil. Die Wärme des Südens. Die Dynamik der Sonne. Der Rhythmus der Ferne. Helen Pringle ist Tänzerin, Lehrerin und Choreographin. Dieses Energiebündel lebt mitten unter uns und unterrichtet zwar nicht mehr in der Matte (zuvor war sie an der Tanzfabrik), aber auch nicht weit davon entfernt!

Jeden Mittwoch:
Afro: 18.00 - 19.00 Uhr
Jazz: 19.00 - 20.00 Uhr
Schwellenmätteli, Turnhalle, Tanzraum

Sie führt am 14./15. Und 28./29. Mai einen Tanzworkshop für Afro-Jazz durch.
Für Fragen und Interesse rufen Sie einfach an: 311 17 69
oder schreiben Sie an:
Helen Pringle, Postfach 45, 3000 Bern 13
Ich habe schon eine Vision:
Die Matten-dance-company presents Musicals...
let's move

Jacqueline

MATTE-ROCK-BEIZ

Genossenschaft Matte-Rock-Beiz, Postfach 31, Bern
Tel: 031 311 92 39 Fax: 031 311 64 48

Liebe Mättelerinnen und Mätteler

Sie haben es sicher bereits in der Zeitung gelesen (oder unterwegs davon gehört): Herr und Frau Möri haben ihren Vertrag im Restaurant Matte per April/Mai 1994 gekündigt. Was soll also in Zukunft aus dem Restaurant werden ?

Die "normalen" Restaurants in der Matte haben Mühe zu überleben. Frau und Herr Girardi vom Mülirad werden wegziehen, weil ihnen der Zins in der Matte zu hoch und die Gäste-Frequenz zu niedrig sind. Das Fischerstübli hat nur eine Chance, weil es der Taberna angegliedert ist. So auch der Zähringer. Das ist sehr schade, denn es scheint, dass es den "Privatclubs" viel besser geht. Klar, sie haben auch nicht die teuren Auflagen eines normalen Restaurants: Küche, Lüftung, Oeffnungszeiten etc. Eigentlich ungerecht, denn die normalen Beizen zahlen immerhin auch normal Steuern.

Wir wollen das Restaurant Matte retten. Und zwar möglichst im Stil, wie es sich bisher präsentierte. Es soll auch die "Heimat" der Berner Rockmusiker, wie Polo Hofer, Jimy Hofer, Chrige Lauterburg, Housi Wittlin, Kuno Lauener und vieler anderer bleiben. Und wir möchten auch Aenneli Möri den angestammten Arbeitsplatz erhalten.

Darum haben wir eine Genossenschaft zur Förderung der Berner Rock-Szene gegründet. Sie soll das Restaurant Matte betreiben, Frau Möri als Geschäftsführerin anstellen und auch andere Aktivitäten zur Förderung der Berner Rock-Kultur unternehmen. Sie können selbstverständlich auch GenossenschafterIn werden, wenn Sie einen Anteilschein von Fr. 500. zeichnen

Wir haben den Namen des Restaurants angepasst und möchten es zukünftig "Matte-Rock-Beiz" nennen. Nicht, weil es ein zweites Wasserwerk wird, sondern weil es seine Idee zum Ueberleben besser vermitteln soll. Das Lokal wird sich kaum ändern. Man kann hier am Mittag weiterhin das "Menü 1" und andere Spezialitäten von Aenneli Möri essen. Am Abend möchten wir von Zeit zu Zeit ein Konzert veranstalten, wie dies auch bisher der Fall war. Aber wohlverstanden: Die Platzzahl ist ja auf etwa 80 Leute beschränkt.

Unsere Oeffnungszeiten sind die Oeffnungszeiten einer normalen Beiz. Wir hoffen also, dass Sie unsere Mitteilung freut.... und dass Sie selber auch mitmachen werden.

Mit freundlichen Grüssen

Genossenschaft Matte-Rock-Beiz, Bern

Zu beziehen sind die Anteilscheine für das Matte-Rock-Cafe über: MAC, Gerberngasse 36, Postfach 31, 3000 Bern 13<

Schreiben auch Sie uns Ihre Meinung und Anliegen. Hier könnte beispielsweise auch Ihr Leserbrief stehen!


Nydeggbrückenfest und......
dabei ein von Steuergeldern getragenes Jugendfest

Welch eine Freude, die Vereinigten Altstadt-Leiste mit dem Matteleist organisieren ein Fest, zu Ehren der Brücke, in der Höhe der Altstadt sowie in der Tiefe der Matte; getragen von den Festeinnahmen und dem örtlichen Gewerbe, natürlich!

welch eine Freude, ein Jugendfest, auch in der Altstadt und getragen von den Steuerzahlern, pfff.. mit einem Betrag von dreistelligen Tausendern, natürlich!

Manch einem Steuerzahler werden die Einzahlungsscheine in der Schublade rascheln, und was ist mit dem Haushaltsdefizit.? Dass die Termine so kurz aufeinander sind, liegt wohl daran, weil die Bewilligung für das Nydegg-Brückenfest so früh eingeholt worden ist, und unsere Volksführer/innen dies bei der Bestimmung des Jugendfestes ganz vergessen

haben...!!!??? natürlich?

Frohe Feste und ein gelungenes Altstadtjahr wünscht Ihnen

Markus Bosshard

Mis Mami macht mängisch alles per Telefon

Die Ferien haben begonnen, juhui, keine Schule mehr! Damit wir uns nicht so langweilen müssen, hat unser Mami und natürlich auch unser Papi gesagt wir können beim Ferienpass mitmachen wo nämlich schampar lustig ist und viel Äkschen hat. Zusammen haben wir echt tolle Sachen ausgesucht nur meine Schwester kommt nicht draus und geht jetzt bäbelen.

Mein Mami ist ein liebes und hat dann sofort dem Ferienpassbüro angeläutet für zu sagen wann wir kommen. Aber dort war immer besetzt und es haben auch noch andere Mamis wo Freundinnen sind von mim Mami angerufen aber es war immer besetzt. Dann hat endlich jemand abgenommen und Mami hat gesagt wann wir kommen. Aber der Mann hat gesagt, ihr müsst zuerst einen Ferienpass kaufen und erst dann könnt ihr anrufen. Mein Mami hat noch ein wenig mit dem Mann geschumpfen aber nicht so fest wie es mängisch mit mir schimpft wenn ich wieder Seich gemacht habe.

Mami war elektrisch als wir in die Stadt gingen. Darum habe ich nichts gesagt und bin mitgegangen ins Ferienpassbüro. Dort waren schon viele Leute und wir mussten lange warten. Wir Gielen haben alle miteinander ein bisschen gespielt, bis uns alle Leute bös angeschaut haben und Mami uns komisch anlugte.

Dann kam Mami dran und sie hat zwei Ferienpass gekauft und hat am Schalter gesagt jetz wollen wir noch reservieren. Da hat aber der Mann gesagt, loset gueti Frou, das geht nid, dir müsst anrufen für zu reservieren. Da hat Mami wider so komisch gelugt und hat dem Mann noch viele Sachen gesagt aber der hat nichts mehr gesagt.

Wie wir wieder nach Hause gehen habe ich dem Mami erzählen wollen, dass es nicht der Chlöis sonder ich gewesen ist, der die neue Schuttballe in die Aare geschuttet hat aber sie hat gar nicht zugehört und nichts gesagt.

Daheim hat sie und die anderen Mamis wieder beim Ferienpass angerufen und gewartet und gewartet und dann gesagt wann wir kommen. Aber das was wir ausgelesen haben war eben schon alles besetzt und jetzt müssen wir etwas anderes machen aber der Papi hat gesagt das sei auch lustig. Überhaupt haben Papi und ds Mami an dem Abend ganz lang wegen dem Ferienpass geschumpfen wo es doch so lustig ist.

Ich habe gesagt, gäu Mami in den Sommerferien gehen wir wider zum Ferienpass aber dann machen wir es dann von Anfang a richtig. Aber sie hat das nicht lustig gefunden und der Papi hat die Zeitung gelesen und gesagt vielleicht schreiben dann die Glögglifrösche vom Ferienpass in die Zeitung dass man zuerst vorbeigehen muss und den Ferienpass kaufen und erst dann telefonieren kann für zu reservieren.

Sacharli

Sponsoren Mattenbäume Weihnachten 93

Das Lieblings"leuchtkäferli"kind der Matte wurde dank unten angeführten Sponsoren realisiert. Die Weihnachtsbäume erstrahlten in weihnachtlichem Glanze in der Heiligen Zeit. Unser allerherzlichsten Dank geht an:

  • Taberna Gastrokultur
  • contexta AG
  • Zimmermann Stahlbau
  • Atelier Jaquet AG
  • Broncos Club
  • Krattinger und Meyer
  • Schenk AG
  • ACS

Möge 1994 zu unser aller Freude die Lichter wieder brennen! Merci viumau vom Matte-Vorstand und dem Präsident


Gücks-Egge

Die Rubrik Glücks-Egge: Die Rubrik, in welcher Sie etwas zum Kaufen, Tauschen oder Verschenken anbieten können. Vielleicht hat jemand Geburtstag dem Sie gratulieren möchten. Vielleicht hat jemand eine Prüfung bestanden. Vielleicht heiratet jemand. Vielleicht hat jefrau ein Kind erhalten! Sie haben viele Möglichkeiten ihre ganz persönliche Nachricht über die Matte-Zytig mitzuteilen. Schreiben Sie uns und wir drucken für Sie! Richten Sie Ihren Zeilen an: Matte-Leist, z.Hd.. Matte-Zytig, Postfach 29, 3000 Bern 13.

Der Aare treu geblieben ist Horst Niedhammer. Der Druckereifachmann ohne Job sah seine Chance in der verfahrenen Reichenbachfähre- Affäre und stellte sofort seine Fähigkeiten als Seglerfachmann zur Verfügung. Als neuer Fährimann geniesst er die freie Natur nicht nur in der Matte sondern neu auch auf der Enge-Halbinsel im Reichenbachwald. Wir gratulieren Horst für seinen kreativen Weitblick.

Sandra Oehler und Roger Stirnemann stehen am 25. Juni auf dem Gipfel der rosa Wolken: Sie heiraten! Wir wünschen Euch dort oben viel Sonne und Glück und einen hohen Schutzfaktor gegen alle Einflüsse dieser Welt! Der Mond soll bei nächtlichen Spaziergängen Euer Begleiter sein und sanft Euch scheinen.

Auch unser Präsi wird älter, aber dies nur an einem Tag im Jahr. René Stirnemann feiert seinen Geburtstag am Samstag 23. April René freut sich sicher zu jeder Tages- und Nachtstunde über ein Ständchen unter seinem Fenster. Wir von der Redaktion stimmen schon jetzt in den Jubelgesang ein, weil wir wissen wo er schläft!


Mülirad
Le roi déménage - Familie Girardi
Vive les rois - Jürg Wülser und Rolf Klopfenstein

Wir wissen es, die Familie Girardi verlässt die Matte. Von uns weggelockt haben sie: Die ländliche Umgebung (der Kinder und ihretwegen) und eine kleine Gartenwirtschaft. Da konnten wir hier in der Matte nichts entgegenhalten und freuen uns halt mit einem weinenden Auge für die Girardis mit! Diese danken der treuen Stammkundschaft ganz herzlich und allen Mätteler und Mättelerinnen für die freundliche Aufnahme. Jederzeit willkommen sind die Natursuchenden ab Mitte Mai im Restaurant Traube, Hauptstrasse, 3257 Grossaffoltern, 032 89 22 44.

Und nun dürfen wir gespannt sein!!!!! Mit den besten Zeugnissen ausgewiesen ziehen Jürg Wülser und Rolf Klopfenstein im Mülirad und damit im Mättu ein. Beide haben u.a. in Berns bekanntester "Fressbeiz", dem Landhaus Liebefeld, gearbeitet; Rolf als Chef de Cuisine!!!! Ich glaube kulinarische Gaumenfreuden erwarten uns....

Mir chöme cho luege u cho ässe u wünsche Euch einen warmen Empfang und viel Glück in der Zukunft.

Die Redaktion

 

PS: Unsere Erfahrungen und Begegnungen mit den neuen Wirten wird Thema in der Sommerausgabe sein.


Stier - Menu

Sie haben einen "Stier" zu Gast? Bereiten Sie sich auf einen gemütlichen Abend vor. Stiere sind ruhige Geniesser, sie lehnen zurück und lassen passieren. Nicht zu extravagant, etwas Bodenständiges, Einfaches, aber Gutes erfreuen das Stieren-Herz. In solchen Momenten kann der Stier aus seinen eher phlegmatischen Ruhen plötzlich mit viel Sprachwitz zur Unterhaltung beitragen und die ganze Essrunde unterhalten - viel Glück und ä Guetä.

Erbsenterrine mit Minzsauce (4 - 6 Personen)



  • 50 g magerer Bratspeck kleingewürfelt
  • glasig werden lassen
  • 60 g Zwiebeln fein gehackt
  • 600 g tiefgekühlte Erbsen aufgetaut oder frisch
  • beigeben und ca. 10 Min mit 1/4 dl Noilly Prat (trockener Wermut) dünsten. Dann im Mixer
  • 1/2 dl Weisswein
  • pürieren, Salzen und Pfeffern 
  • 4 Blatt Gelatine eingeweicht
  • die Gelatine tropfnass auf kl. Feuer auflösen
  • 1 dl Rahm
  • steif schlagen,  Erbsenpüree langsam dazurühren. Erkalten lassen. Den geschlagenen Rahm darunterziehen

Eine Cake- oder Terrineform mit Klarsichtfolie auslegen und die Erbsmasse einfüllen. Mind. 3 Std. kühl stellen. Da ich mit Gelatine auf Kriegsfuss stehe, bereite ich "Gelatinegerichte" immer am Vortag vor - man weiss ja nie.,,,

Minzsauce

  • 100 g Rahmquark
    1 Teelöffel Zitronensaft
    1 Teelöffel Balsamico Essig (Coop Ryfflihof)
    1 Esslöffel gehackte Minze (frische Kräuter auch im Migros erhältlich oder im Bio-Lädeli)
  • alle Zutaten verrühren und abschmecken. Auch einen Moment stehen lassen, damit die Minze ihren - Geschmack entfalten kann

alle Zutaten verrühren und abschmecken. Auch einen Moment stehen lassen, damit die Minze ihren - Geschmack entfalten kann

Die Terrine aus der Form stürzen, in Scheiben schneiden und mit Sauce servieren. Als Garnitur etwas Salat, Cherrytomaten und einige Minzblätter - kreieren Sie einen Frühlingsteller.

Kalbsfleischvögel an Balsamicosauce

Dieses Gericht ist schnell zubereitet und versetzt ihre Gäste in Erstaunen (4 Personen)

  • 4 grosse, sehr dünn! geschnittene Kalbsplätzli
  • Die Kalbsplätzli auslegen, mit Zitronensaft
  • Zitronensaft
  • beträufeln, salzen, pfeffern und jedes
  • 4 dünne Scheiben Rohschinken
  • Plätzli mit Rohschinken belegen
  • Doppelrahm-Frischkäse mit Pfeffer
    (Boursin z.B.)
  • Den Doppelrahm-Käse mit den fein geschnittenen
  • 4 Salbeiblätter
  • Salbeiblättchen und den Thymianblättchen mischen
  • 2 Thymianzweige
  • und die Masse auf die Kalbsplätzli verteilen

Fixieren Sie die aufgerollten Fleischvögel mit einem Zahnstocher.

Die Kalbsfleischvögel im heissen Olivenöl rundum während ungefähr 10 Min. braten. Aus der Pfanne nehmen und zugedeckt warm stellen.

Sauce

  • 1/2 dl Balsamico-Essig
    (dieser Essig ist leicht süsslich)
  • Das überschüssige Bratfett abgiessen und den Bratensatz mit dem Essig auflösen und etwas einkochen.
  • 2 dl Kalbsfond
  • Den Kalbsfond beifügen und gut zur Hälfte einkochen lassen.
  • 2 dl Halbrahm 
  • Den Rahm beigiessen und aufkochen.
  • 30 gr Butter
  • Dann die Butter in Flocken beifügen und in die Sauce einziehen lassen.
  • Salz, Pfeffer,
    scharfer Paprika
  • Mit Gewürzen abschmecken; nach belieben noch etwas Essig beifügen.

Gerät Ihnen die Sauce zu dünnflüssig, vermischen Sie einfach etwas Maizena mit Halbrahm und kochen Sie die Sauce gut auf.

Die Fleischvögel in die Sauce legen und heiss werden lassen (langsam). Sofort servieren.
Dazu passt hervorragend Kartoffelstock oder Basilikum-Kartoffeln aus dem Ofen.

Rhabarberparfait mit Erdbeersauce (4 Pers.)

  • 400 g Rhabarber
  • Rhabarber rüsten und in kleine Stücke schneiden
  • 2 Esslöffel Grand Marnier (oder etwas mehr!)
  • Mit dem Grand Marnier und dem Zucker weich kochen
  • 2 Esslöffel Zucker
  • Pürieren und auskühlen assen
  • 2 Eigelb
  • Die Eigelb mit dem Zucker über heissem Wasserbad
  • 80 g Zucker
  • zu einer dicklichen Creme aufschlagen. Vom Feuer nehmen und kalt schlagen. Dann das Püree beifügen.
  • 3 dl 1/2-Rahm
  • steif schlagen
  • Eiweiss mit 1 Esslöffel Zucker
  • zusammen steif schlagen

Zuerst den Rahm, dann den Eierschnee sorgfältig unter die Rhabarbermasse ziehen. Die Masse in Portionenförmchen füllen und gefrieren.

Sauce

  • 400 g Erdbeeren
  • Die Erdbeeren vierteln; sie mind. 1 Std. im
  • 50 g Puderzucker
    Saft von 1 Orange

  • Puderzucker und Orangensaft marinieren lassen. Dann fein pürieren.

Die Förmchen kurz in heisses Wasser stellen und die Parfaits auf Teller stürzen. Mit Erdbeersauce überziehen und mit einer Erdbeerhälfte garnieren. Falls Sie noch Minzblätter übrig haben passen diese als Garnitur und geschmacklich ausgezeichnet.

Falls Ihr Stier-Gast nach dem Dessert noch unruhig mit den Füssen schart, bei einem Stier nicht unüblich, verzagen Sie nicht. Nehmen Sie einfach den Reserveapfelstrudel aus dem Tiefkühlfach, schieben den in den Ofen, und servieren Sie ihn mit Vanilleeis. Wappnen Sie ihren Kühlschrankinhalt für den Stier-Gast, er wird Sie heiss dafür lieben!

Ihre Kochhexe
Kochhexe
Jacqueline Vuillien

Eveline Pfister

Wer Eveline vom Namen her nicht kennt, wird sie sicher sofort ab den Fotos einordnen zu wissen: ja genau, Eveline ist diese Frau, die jeden Tag durch die Matte marschiert, jedem ein Hallo zuwirft, freundlich grüsst oder winkt. Eveline ist da und man nimmt sie wahr; schon nur deshalb weil man/frau ihr lebhaftes Interesse an ihren Mitmenschen und ihrer Umgebung spürt.

Sie sitzt nun vis-à-vis von mir und strahlt mich an, ihre ganze Haltung und ihr Blick sagen mir: "Los, packen wir's an, dieses Interview!"

  • Geburtstag:
  • 10. August 1950
  • Sternzeichen:
  • Löwe
  • Aszendent:
  • weiss ich nicht
  • Lieblingsgetränk:
  • Mineralwasser; ein gutes Glas Wein
  • Lieblingsessen:
  • alles was mit Liebe zubereitet wird. Aber ein geheimnisvolles Curry oder Grilladen locken mich schon!
  • Lieblingsblume:
  • gelbe Rosen
  • Lieblingsschriftsteller:
  • Kishon, Steven King
  • Buch auf dem Nachttisch:
  • " Krieg der Schwestern" F. Kobi
  • Freizeitbeschäftigung:
  • "alles mit K": Katzen, Kochen, Kuscheln und neu entdeckt "Die Seele baumeln lassen."


Evelyne

Jacqueline: (von der Matte-Zytig): Beginnen wir mit Deiner Jugend:

Evelyne: Ich bin in der Matte geboren, aber schon bald danach zogen wir wegen Platzmangel weg. Aufgewachsen bin ich dann bei meinen Grosseltern, bis die Sek. mich zurück nach Bern rief. Mein damaliger Gesundheitszustand gebot mir, als Kur in einer gewissen Höhe zu leben. Gott sei Dank klappte das bei meinen Grosseltern - als ich nach Bern hinunter musste litt, ich sehr und vermisste die ländliche Gegend. Die Schule bedeutete für mich immer ein Vergnügen und so besuchte ich nach der obligatorischen Schule mit Begeisterung die 1jährige Frauenschule und danach die 4jährige Schriftsetzerlehre.

Im April 78 nahm ich meine Arbeit bei der Firma Promoset auf, der heutigen CCP AG. Mit dieser zogen wir 1984 in der Matte ein. Auch ich suchte eine Wohnung in der Matte, schliesslich zieht es einen immer dorthin zurück, wo man geboren wurde. Erst 1989 fand ich mein Plätzchen hier unten.

Jacqueline: Die Matte als Arbeitsort - Wohnort: Wie erlebst Du diese Zweierbeziehung?

Evelyne: Die Mätteler sind sehr umgänglich, man muss sie nur richtig verstehen. Es ist nicht immer einfach, ihre bodenständige Ursprache ist nicht jedermanns Sache. Leider gibt es immer weniger von den echten "Einheimischen". Viele Neuzuzüger haben das Bild verändert. Viele sind nicht aktiv und engagiert für ihr Wohnquartier. Die sagen höchstens etwas, wenn ihnen auf die eigenen Zehen "getrampelt" wird -aber sonst -!

Ich finde halt, dass man/frau etwas machen muss: für die anderen, für die Umgebung, in der man lebt, und damit auch etwas für sich selber.

Jacqueline: Deine persönlichen Anliegen, die wie ein roter Faden durch Dein Leben ziehen?

Evelyne: Roter Faden? Die variieren, die kommen auf den Moment draufan. Ich kann mich verbeissen in etwas bis es durchgestanden ist.

Ich mag Menschen - und diese in meiner Nähe. Ich höre gerne zu und packe an, wenn ich helfen kann. Dabei muss ich aufpassen, dass ich mich selber nicht aus den Augen verliere. Dies ist eine neue Erfahrung. Bis vor einem Jahr hatte ich nie ein Gefühl des Verlorenseins - ich bin eine Löwin, ich kann alles! Bis ich dann bitter merken musste, dass bei vielen Menschen keine Substanz hinter dem grossen Gebrüll vorhanden war.

Jacqueline: Die Stellung Deines Berufs und die Bedeutung des Verlusts. Wie gehst Du damit um?

Evelyne: Meinen Beruf liebe ich sehr und er hat einen grossen Stellenwert. Aber mein Motto lautet: "Alles ist für etwas - mach das beste daraus." Ich glaube fest daran, dass irgendwo ein Törchen oder sogar Tor aufgeht, und ich den Weg weiter vor mir liegen sehe. Manchmal sieht man den Sinn einer Sache nicht ein, aber der kommt sicher noch.

Mein Vater war ein ausgesprochener Patriarch, sehr streng. Vielleicht war das eine gute Schule, sonst hätte ich in diesem schnellebigen Beruf schon längstens aufgegeben. Der Beruf SchriftsetzerIn, wie ich ihn gelernt habe, existiert ja schon lange nicht mehr in dieser hochtechnisierten Welt. Aber ich habe mich immer mit offenen Augen allen Neuerungen gestellt.

Missliche Umstände zwingen mich nun, meine Stelle zu verlassen. Ich weiss noch nicht, wie meine berufliche Zukunft aussehen wird. Ich habe mich schon auf mehrere Stellen gemeldet, aber - . Ich arbeite gerne mit Menschen und glaube auch, einen guten Draht zu besitzen; ich kann ihnen helfen und auf den Weg geben . Auch möchte ich mein Organisationstalent mit meiner Arbeit verbinden können. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und glaube fest an mein Törchen.

Jacqueline: Deine privaten Zukunftspläne?

Evelyne: Mein Privatleben ist erwärmt von Sonnenstrahlen! Ich kann mich voll auf meinen Partner verlassen. Er gibt mir Kraft und hilft mir. Normalerweise betrachte ich das als mein Ressort - Hilfe, Kraft, Energie. So ist dies eine neue und schöne Erfahrung aus meiner nächsten Umgebung, Unterstützung zu erfahren: von meinem Partner, meiner Mutter und Schwester - ein warmes Gefühl.

Jacqueline: Wie charakterisierst Du dich selber?

Evelyne: Au schwierig? Ich kann nicht heucheln. Ich zeige meine schlechten Launen und da egge ich an - das ist eindeutig eine Schwäche. Ja und zu gutmütig bin ich auch, ich könnte mein letztes geben, wenn es jemandem schlecht geht. Aber Profiteure mag ich denn gar nicht. Auch mit dem Abgrenzen habe ich so meine Schwierigkeiten.

Jacqueline: Wie hast Du die Mattenbewohner in Deinem Jahr als Vorstandsmitglied erlebt?

Evelyne: Ich glaube, dass ich eine sehr gute Beziehung zu den Mätteler pflege. Doch während meinem Vorstandsjahr hatte ich plötzlich den Eindruck, ich sei der "Chüderchübu" für gewisse Personen, ihre "Klagemauer". Alle meine Bemühungen diese "Ausrüfer" an die richtige Stelle zu verweisen, erwiesen sich als fruchtlos. Irgendwie sollte ich plötzlich für alles Unangenehme, Schlechte verantwortlich sein. Das überstieg meine Kräfte. Ich fühlte mich als Opfer und ausgenützt.

Gerade diejenigen, die am meisten gewettert hatten, sah ich dann an der Hauptversammlung nicht, glänzten durch Abwesenheit! - Das schmerzt.

Jacqueline: Was möchtest Du den Bewohnern persönlich mitteilen?

Evelyne: Liebi Mätteler, versucht doch, das beste aus unserer Lage zu machen. Wir sind selbstverantwortlich für die Zustände in der Matte. Niemand hat interveniert, noch Einsprache erhoben. Der Lärmpegel darf nicht ans "Läbige".

Jeder Einzelbewohner muss sich selber für seine Wohnqualität einsetzen. Der Matte-Leist ist nicht allmächtig und omniverantwortlich. Jeder muss letztlich für sich selber grad stehen und muss Verantwortung auch wahrnehmen. D. h. selber schreiben, telefonieren - selber mutig sein und nicht hintendurch Schuldzuweisungen machen.

Jacqueline: Welches ist Dein grösster persönlicher Wunschtraum und welchen hegst Du für die Matte?

Evelyne: Gesundheit! Grad ich weiss, wie wichtig es ist gesund zu sein. Ich wünsche mir gute Gesundheit. Alles andere kann man sich erschaffen oder kaufen.

Für die Matte habe ich eine Vision: eine saubere Matte! Das Verkehrsproblem kann ich nicht lösen, aber eine vernünftige Regelung wäre schon visionär!!


Kurz aus dem Protokoll der 115. Hauptversammlung vom 28. 1994 im "Zähringer"

Jahresbericht des Präsidenten

Er dankt allen Bewohnern und Unternehmern für ihre engagierte und finanzielle Unterstützung. (Beflaggung, Parkvignette, Matte-Pin, Matte-Abend im Wasserwerk, usw.)

Bern in Blumen W. Iseli 169 Beteiligte konnten prämiert werden. Er hofft, dass 1994 noch mehr Blumen in den Fenstern sein werden.

Jahresprogramm: u.a.

Dieses sieht die gleichen Aktivitäten wie 1993 vor, Sommernachtsplausch Samstag, 2. Juli 1994; Altersausflug (mögliche Sponsoren ACS, Uttiger, Broncos) und Matte-Fescht vom 3.9., zusammen mit Nydegg-Brügge-Fescht

Leist-Mitglieder haben das ausführliche Protokoll per Post bereits erhalten! wer genaueres wissen möchte, kann das Protokoll über unser Postfach 29, verlangen.


Matte-Cup 1994

Zur Orientierung möchte ich sagen, dass der "Matte-Cup" mit dem Quartier oder der heutigen Aare-Republik nichts zu tun hat. Sein Name kommt daher, weil der Wanderpreis seinerzeit durch das Restaurant Matte zur Verfügung gestellt wurde.

Matte-Cup - "Olé oder Adieu - das ist hier die Frage" würde heute Shakespeare gesagt haben.

Olé - weil das Rennen unter den bestmöglichen Voraussetzungen, d. h. Sonne und ausgezeichneten Schneeverhältnissen durchgeführt werden konnte und alle Teilnehmer einen riesigen Plausch hatten.

Adieu - weil die Teilnehmerzahl so klein war, dass das Ganze eher einem grösseren Familienausflug glich. Dabei hatte sich das OK in Sachen Publikation so grosse Mühe gegeben, dass sogar der Matte-Leist erfahren hatte, dass ein Matte-Cup überhaupt existiert.

Das Rennen wäre ohne die aktive Teilnahme von etlichen Mitarbeitern der Stadtmühle und ohne "Bären-Taxi", welche einen Kleincar zu einem Schlagerpreis zur Verfügung gestellt hatte, gar nicht möglich gewesen. Umso mehr freuen wir uns, dass die ganze Sache so gut über die Runden gelaufen ist.

p. OK-Matte-Cup 1994
Walter Pensa

Rangliste
1. Riedo Felix, 37.44
2. Götschmann Hermann 37.95
3. Müller Walter 39.55


DIE KULTURMATTE

Diese Rubrik beleuchtet das aktuelle Kulturgeschehen und den Galeriebetrieb in der Matte. Berichtet auch über die gute alte oder aufregende neue Matte-Kultur. Schreibt mit, liebe

Kulturtäter, Künstler und Lebenskünstler in der Matte!

Galerie Nydegg, Mattenenge 7

Ausstellung vom 13. April bis 1. Mai 1994

Tatjana Chirikova, geboren 1952 in Estland, lässt in ihren Werken eine innere Mystik zum Ausdruck kommen, wie sie in jedem in uns schlummert.

c/o Suti Galerie & Edition, Gerberngasse 15
Ausstellung vom 31. März bis 24. April 1994
Esther van der Bie, "nature morte" 1994,

Stadtmühle Galerie, Mühlenplatz 15
Ausstellung vom 8. bis 22. April 1994
AESCHBACHER, Bilder, Drucke, Objekte


was hier steht liegt in Ihrer Verantwortlichkeit! Vorschauen und Visionen sind schriftlich an Rosmarie Bernasconi, Postfach 263, 3000 Bern 13, zu senden. Sei auch ein Schreibtäter!


Verkehrsquiz

Wohnen Sie in der Matte? Verstehen Sie etwas vom Strassenverkehr? Raten Sie mit, antworten Sie mit ja oder nein!

  1. Ein Sanitär-Installateur ersetzt in einer Wohnung in der Matte ein Lavabo. Er stellt seinen Lieferwagen aufs Trottoir, bringt Material und Werkzeug ins Haus. Ein Polizistenpäärli naht freundlich lächelnd. Frage eins: wird der Installateuer gebüsst oder nicht?
  2. Freitagabend, Käferfest an der Wasserwerkgasse. Selbstverständlich hat es zu wenig Parkplätze für all die schönen Autos. Deshalb sind schon bald alle freien Flächen überstellt: reservierte Parkfelder, parkverbotene Orte, Trottoirs. Frage zwei: werden die Falschparkierer gebüsst oder nicht?

Auflösung: Korrekt wäre zwei mal ja, schön wäre zwei mal nein, freuen würden mich 1. nein, 2. ja und die richtige Antwort lautet: 1. ja und 2. nein, so geschehen in der Republik Matte.

Sachar

Gefälltes Ihnen in der Matte?

Liebe Matte-Bewohnerinnen und Matte-Bewohner, wir hoffen, dass Sie sich glücklich schätzen, im letzten richtigen Stadt-Quartier auf der Aarehalbinsel zu wohnen.

Der Matte-Leist versucht, dass die Interessen der MättelerInnen gegenüber den Stadbehörden und der Öffentlichkeit aktiv vertreten werden. Er leistet intensive Arbeit für

  • eine optimale Verkehrsberuhigung
  • die Verschönerung unseres Quartiers
  • die Erhaltung einer lebendigen, angenehmen Umgebung
  • die Entwicklung einer positiven Infrastruktur, (öffentliche Verkehrsmittel, Läden, Parkplätze für die Quartierbewohner)
  • Betreuung der Alten und Bedürftigen
  • kinderfreundliche Planung
  • und vieles mehr

Sie profitieren laufend davon!

Zum Beispiel mit der Gratis - Autovignette, den Anlässen, der Weihnachtsbeleuchtung, den Vorstössen bei den Stadtbehörden....
Helfen Sie darum mit, den Matte-Leist zu stärken:



  • mit Ihrer persönlichen Meinung
  • und mit einem bescheidenen Jahresbeitrag als Mitglied

Sie tun das in erster Linie für Ihr Wohlbefinden. Wir haben nur gemeinsam die Kraft, uns für unsere Anliegen der Matte durchzusetzen.

Werden Sie Mitglied:

Es kostet fast nichts und es hilft so viel! Der Jahresbeitrag beträgt Fr. 25.--. Benützen Sie den Anmeldetalon auf der letzten Seite und füllen Sie ihn heute noch aus.

Uebrigens: Ohne einen initiativen Matte-Leist wäre unser Quartier wahrscheinlich längst Abfallkübel der Stadt Bern geworden.

Herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit

Ihr Matte-Leist Bern

WICHTIG WICHTIG WICHTIG

Öffentliche Versammlung:

Mittwoch, 4. Mai 1994, 20.00 Uhr, im Berchtoldshaus, Mattenenge 1.
Thema: Verkehrsmassnahmen in der Matte

1. Begründung zur Massnahme Einführung Tempo 30
2. Parkplatzsituation

Die Herren Dr. Wasserfallen, Polizeidirektor, und Major Stadtmann, Stadtpolizei, geben Auskunft und nehmen Stellung.

Wir erwarten alle interessierten Bewohner und Gewerbetreibende der Matte zu dieser wichtigen Aussprache. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr!

Es lädt ein: der Vorstand des Matte-Leist

Mir si mit em Velo da...

Vor einem Jahr haben die Wasserwerkler hoch und heilig versprochen etwas gegen die Verkehrsbelästigungen durch ihre Besucher zu unternehmen. Herzig war besonders der fromme Wunsch, die Besucher kämen mit dem Velo in die Matte. Welche Mühe hat man sich seinerzeit gegeben, die Tanzdiele verschwinden zu lassen. Bloss um kurz darauf im Verkehrsgewühl der kultivierten Wasserlöser zu ersticken!

Wenn mich jemand nach den Verkehrsspitzen in der Matte fragt, antworte ich: morgens zwischen sieben und acht, abends zwischen fünf und sechs und nachts zwischen zwei und vier. Einen grossen Vorteil allerdings hat der nächtliche Verkehrsschub immerhin: um diese Zeit werden nur selten Kinder überfahren.

Was tun die sonst so tifigen Leute vom Leist? Nicht viel: der Präsident, so hat man vernommen, neigt bereits etwas zu Schwerhörigkeit, der Vizepräsident geht nie vor drei Uhr morgens ins Bett und wohnt sowieso nicht im Quartier, und die anderen Vorständeler tragen es mit Fassung.

Sachar

Impressionen1

aus "Das Zauberbuch"
von Hans Kruppa; lucy körner Verlag

... "Meine erste Frage lautet:
was ist das Wichtigste im Leben?"

"Das Wichtigste im Leben
Ist die Liebe,
denn sie allein
lässt das Licht
in uns erstrahlen." ...

Der Frühling öffnet Ihre Fenster
und bringt Licht in offene Herzen.

Jacqueline Vuillien